Wofür ist eine Inflation gut?

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7 Antworten

Eine leichte Inflation von ca. 2,0-2,5 % hat tatsächlich eine günstige Wirkung, weil sie der Wirtschafts nützt. Sie sorgt dafür, das die Gewinne nominell steigen und so immer ein Streben nach mehr Leistung gegeben ist.

Eine Deflation birgt die Gefahr von Rückschritt und dadurch Arbeitslosigkeit.

Aber Inflationsraten von 5 % und mehr, wie wir sie ja auch schon mehrfach hatten, sind natürlich kontraproduktiv.

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Gallopierende Inflation ist der Albtraum aller Sparer und der Traum aller Schuldner, daher partiell ein Stock mit 2 Seiten. Volkswirtschaftlich gesehen ist eine ausgeprägte Inflation kontaproduktiv, schon weil so der Export einbricht. Für die Lohnabhängigen isses meistens eine Minderung ihres Lebensstandards, eine Mindwerung ihrer Kaufkraft, denn die Löhne können fast immer nicht mit den steigenden Preisen mithalten, sie hinken hinter her. 

Inflation ist ein Dauerphänomen des Spätkapitalismus geworden, es gibt Theoretiker die diese besonders beim Staatsmonopolkapitalismus verorten. Die in den imperialistischen Staaten exorbitanten Rüstungsausgaben tragen maßgeblich zu einer Inflation bei. Sonstige Machenschaften besonders des Finanzkapitals verstärken dieses Phänomen.

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Inflation bedeutet, dass Waren in Zukunft tendentiell teurer werden. Wenn Du also heute ein Vermögen erbst und vor der Frage stehst, ob Du das Geld gleich investierst und eine Firma gründest, oder aber es erst mal fünf Jahre unters Kopfkissen legst, würdest Du Dich eher für das "gleich investieren" entscheiden.

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Gute Frage. Da bin ich auch mal gespannt. Mir erschließt sich der Sinn einer "Mindestinflationsrate" von knapp 2 % auch nicht.

Es wird immer argumentiert, dass stabile oder gar fallende Preise die Nachfrage drücken, aber jedes neue I-Phone widerlegt das. Jeder weiß per erscheinen, dass es über die Jahre billiger wird, aber trotzdem bezahlen alle wie wild die Höchstpreise des Starts.....

Es wird auch manchmal argumentiert, Geldpolitik wäre dann einfacher, weil dadurch die Zinsen nicht Null sein können. Hier wird aber verkannt, dass der Zins immer das Ergebnis aus Angebot und Nachfrage ist, und ich ja nur Inflation haben kann, wenn ich den Zins kontinuierlich senke, also von der Seite her immer näher an Null bringen muss.

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Kommentar von JuliaHutarm
14.07.2016, 21:18

Zum iPhone-Bsp: ich denke, die Geldpolitik geht von einem rational handelndem Individuum aus. Das ist hier aber nicht der Fall.

VG

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Eine Inflation ist die Schrittweise Entwertung des Geldes --> d.h: es existiert mehr Geld alsan Gegenwert vorhanden ist.

Positiv ist daran das man eben mehr bezahlen kann und auch Schulden besser abgezahlt werden können. Wenn jedoch zu viel Geld produziert wird bedeutet dies das alles teurer wird, man dieses aber trotzdem bezahlen kann, nur das man eben nicht mehr weiß ob man in dem Sinne zu viel gezahlt hat.

Siehe bsp. Nachkriegszeit des 1.Wk damals gab es eine Inflation um die Kriegsschulden an FR möglichst schnell abzahlen zu können, als dieses allerdings außer Kontrolle geriet, führte man eine neue Einheit des Geldes ein.
Und die Umrechnung war 1Billion des alten Geldes war nur eine Rentenmark.

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Um die Leute zu motivieren auf Pump zu leben. Für alle Sparer ist die Inflation quasi eine Art Steuer.

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Inflation ist für den Bürger ein Damoklesschwert, mithin schlecht.
Helikoptergeld wird die EZB nicht bringen, nicht einmal können.
1000€ in Portugal sind deutlich mehr Kaufkraft, als 1.000€ in Deutschland.

Wußte schon Konfuzius: "einen Abgrund überwindet nieman mit zwei kleinen Schritten".

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