Wofür ist der Eingangswiderstand eines elektronischen Gerätes?

7 Antworten

den begriff eingangswiderstand kenne ich ehrlich gesagt nicht...

ich kenne vorwiderstände, die werden eingesetzt um z.B. eine rote LED (1,6 V) an einer 5 oder 12 Volt Spannungsquelle zu betreiben. der vorwiderstand  begrenzt den strom und nimmt die überschüssige energie auf, um das duchbrennen der LED zu vermeiden.

außerdem kenne ich den sogenannten scheinwiderstand. das ist quasi der mathematische Widerstand eines elektrogerätes.... bei heizungen und glühlampen entspricht der scheinwiderstand dem realen widerstand. bei spulen oder schaltnetzteilen ist es ein wenig anders.

lg, Anna

Die Berufsschule ist wohl schon eine Weile her?

Jedes Messgerät hat einen Eingangswiderstand.....

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@weckmannu

Beim geliebten Duspol ändert sich durch Zuschalten von Belastung der Eingangswiderstand. Beim verhaßten Phasenprüfer ist der Eingangswiderstand so hoch, saß schon kapazitiv eingekoppelte Spannungen an parallel liegenden losen Kabeln als Signal angezeigt werden.

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@weckmannu

wie gesagt, ich kenne das unter dem begriff schein - oder ersatzwiderstand. aber ich denke, dass der andere begriff auch nicht falsch ist...

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Irgendeinen Eingangswiderstand müß das Gerät ja haben. Am besten einigen sich Hersteller über Eingangswiderstände damit sie zu den Ausgangswiderständen der angeschlossenen Geräten passt. Andere Geräte problemlos funktionieren.

Der Eingangswiderstand hat als Hauptfunktion, dem einspeisenden Gerät einen Strom zu entnehmen, der die Info enthält, wie das gelieferte Signal oder der Meßwert aussieht.

Wenn der Eingangswiderstand =0 wäre, gäbe es einen Kurzschluß.

Bei HF-Kabeln hat das Gerät im Idealfall den gleichen Eingangswiderstand wie der Wellenwiderstand des Kabels. Beispiel: Antennenkabel oder Verbindungskabel für Kabel-TV.

Der Strom, der in ein Gerät fliesst, hängt von 2 Komponenten ab: von der angelegten Spannung und vom Innenwiderstand. Nach dem bekannten Ohmschen Gesetz errechnet sich daraus der Stromfluss in das Gerät.

Hast du eine Spannung von 5 Volt und einen Innenwiderstand von 5 Ohm, dann fliesst 1 Ampere ins das Gerät. Hat das Gerät 10 Ohm, dann sind es 0.5 Ampere.

Der Innenwiderstand setzt sich also aus allen elektronischen Komponenten zusammen, die sich im Gerät befinden und sich nach außen hin als Widerstand abgesehen werden. Eine bestimmte Eigenschaft der Bauteile, ihr Stromverbrauch, wird zusammengefasst und man tut so, als ob es sich um einen Widerstand handeln würde.

nicht aus "allen Komponenten"...

Der Eingangswiderstand wird z.b. durch den Eingangs--Transisfor und seine Beschaltung bestimmt. Die dahinter liegenden Schaltungen haben normalerweise keinen Einfluss, ausgenommen evtl. eine Gegenkopplung.

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@weckmannu

Sorry, aber ich betrachte eine Schaltung, eine Baugruppe oder ein komplettes Gerät wie eine Black box, die zwei Anschlüsse hat. Alles, was Strom zur Funktion benötigt, beziehe ich in meine Überlegungen mit ein. Dabei kommen nicht nur Transistoren zum Einsatz.

Dabei beziehe ich mich auf wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Ausgangswiderstand

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Das mit dem überhitzen und kaputt gehen ist natürlich quatsch.

Der Eingangswiderstand stellt die Belastung der Signalquelle dar. Beispielsweise können Mikrofone oder Schallplatten Tonabnehmer keine hohen Ströme liefern, weil hier zumeist winzige Spulen im Magnetfeld bewegt werden. Je kleiner dann der Eingangswiderstand ist, um so weniger ist dann dieser "Mini-Generator" belastet, und um so mehr dieser Energie kann dann an den Eingang des Verstärkers gelangen.

Noch wichtiger ist es bei Messgeräten. Wenn du Spannungen messen möchtest, und da ein klassisches Drehspul-Messinstrument anschließt, belastet die Spule dieses Messgerätes die gemessene Spannung. Wenn die Spannungsquelle jetzt nur wenig Strom liefern kann, würde der relativ niedrige Eingangswiderstand diese so belasten, dass die gemessene Spannung deutlich niedriger sein könnte, als die ohne das Messgerät anliegende Spannung. Das macht dann kein Problem, wenn du die Spannung deiner Autobatterie misst, aber misst du Spannungen in einer elektronischen Schaltung, kann dies das Messergebnis sehr verfälschen.

Also schaltet man vor ein präzises Messgerät eben einen Verstärker mit möglichst hohem Eingangswiderstand.

Auf der anderen Seite, wenn du messen möchtest, wie Fit eine Batterie noch ist, ist ein niedrigerer Innenwiederstand erwünscht, damit die Batterie eine gewisse Belastung hat, weil auch eine eigentlich leere Batterie oft im totalen Leerlauf noch fast die volle Spannung aufbaut, damit aber keinen Strom mehr liefern kann, und dann, wenn man sie als Energielieferanten verwenden möchte dann zusammenbricht.

Die Erklärung für Mikrophon und Tonabnehmer stimmt nicht. Es ist umgekehrt, je kleiner der Widerstand, desto größer ist die Belastung. Die maximale Leistung wird übertragen, wenn Eingangswiderstand und Spulenwiderstand gleich sind.

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@weckmannu

Da liegst du aber so was von daneben.
Das speisende Gerät hat einen Quellwiderstand (Quellimpedanz) , der üblicherweise bei Spannungsanpassung viel kleiner als der Eingangswiderstand des gespeisten Gerätes ist.

Als Eingangswiderstand bei Mikrofoneingängen (für dynamische Mikrofone mit einer typischen Quellimpedanz von 200 Ohm, sollte der Eingangswiderstand des Mikrofonverstärkers MINDESTENS 1Kiloohm betragen. Hier geht es ja nicht darum, eine Leistung zu übertragen, sondern die vom Mikrofon gelieferte Signalspannung möglichst unbeeinflusst auf den Verstärkereingang zu bekommen.

Bei Tonregieanlagen nach IRT-Pflichtenheft 3/5 (1989) hat der Eingangsscheinwiderstand von Normalpegeleingängen innerhalb des gesamten Frequenzbereichs (40 Hz bis 15 kHz) größer als 5 kΩ zu sein. 

Aber auch am Ausgang ist die Aussage, es solle möglichst der Quellwiderstand und der Eingangswiderstand der Last gleich sein falsch. Der Ausgangswiderstand eines Verstärkers sollte immer so klein wie irgend möglich (unter 0,1 Ohm) sein, um ein mechanisches Schwingen eines Lautsprechers möglichst start zu dämpfen.


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