Wofür eine Ausbildung wenn man als Hilfsarbeiter mehr verdient?

14 Antworten

17€/h dürften bei einem Hilfsarbeiter die absolute Ausnahme zu sein. Da hast Du Glück gehabt.

Ich kenne genügend Leute, die sich von Job zu Job hangeln und nur den Mindestlohn bekommen. Mit viel Glück geht der Verdienst dann mal über 10€/Stunde.

Da denke ich mir einerseits: wofür machst denn dann eine Ausbildung?

Ganz einfach: Du hast als gelernte Fachkraft mit entsprechender Berufserfahrung deutlich mehr Möglichkeiten, was Gehaltsverhandlungen betrifft.

Weiterhin kannst Du dich weiterbilden (Meister) und dich danach selbständig machen. Das Handwerk boomt. so dass man in dem Bereich - als gelernte Kraft - auch gut Geld verdienen kann.

  • höhere Qualifikation = größere Chance auf anspruchsvollere Arbeit
  • Ausbildung = nicht irgendwer, sondern Fachmann = bessere Sicherheit was den Arbeitsplatz angeht, weil nicht so einfach ersetzbar
  • Ausbildung = Basis für spätere Weiterbildung und damit höher Qualifizierung, als Chance überhaupt beruflich sich zu entwickeln
  • Ausbildung -> Enwicklung... langfristigere Perspektive contra Jobben = Festlegung und Stillstand

Das mal in Kurzform, warum eine Ausbildung immer besser ist, als nur zu jobben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

In der Tat werden Schreiner echt ziemlich schlecht bezahlt. Ich habe zwei Freunde die seit 20 Jahren Schreiner sind und sich auch immer über die Bezahlung ärgern. Demgegenüber haben wir einige Industriefacharbeiter im Freundeskreis- die teilweise (ohne Witz) das doppelte Bruttojahresgehalt bekommen- ohne das sie einen Meister oder Techniker gemacht hätten. Die Hilfsarbeiter sind da eher noch die Ausnahme und werden in den nächsten Jahrzehnten fast ganz verschwinden- qualifizierte Reparaturmechaniker oder Elektroniker / Programmierer werden aber weiterhin gesucht sein. Insofern lohnt sich eine Ausbildung immer- aber die Unterschiede je nach Branche sind schon krass.

Ja, aber wer nimmt ich mit 28 noch für eine zweite Ausbildung?

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@Etugegarf1

Mittlerweile ist das nicht mehr so ungewöhnlich- in der Presse habe ich schon mehrfach gelesen, dass das Durchschnittsalter der Azubis seit Jahren kontinuierlich steigt und sehr viele auch noch eine zweite Ausbildung absolvieren- was z.B. vor 10 Jahren noch eher ungewöhnlich war. Problematisch dürfte ggf. eher die Finanzierung sein- von staatlicher Seite hast du da so gut wie keine Unterstützung zu erwarten.

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@Etugegarf1

Wir hatten 2016 einen 38 jährigen und einen 33 jährigen Azubi, haben beide verkürzt. 38 war Koch und konnte nicht mehr arbeiten, wegen seinem Körper. Bei der 33 weiß ich es nicht.

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@Dudenox

Ausbildung als was dann, wenn ich fragen darf?

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@Etugegarf1

Du beziehst das nun auf uns oder auf dich? Speditionskaufmann/frau bei den beiden.

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@Etugegarf1

Ein guter gelernter Schreiner auch Möbelbauer, ist gern gesehen in Topp Möbelhäusern ! Beratung und vorallem für Montage .[ med stor Drikkepenge ]

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@Etugegarf1

Den Meister , Bau - oder Holztechniker z.B. kann man in dem Alter noch machen.

In dem Alter habe ich noch ein zweites Studium begonnen.

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