Wofür bandagiert man Pferde?

15 Antworten

Ich kann mich WinniePou nur anhängen, Bandagen kommen aus der Veterinärmedizin und sollten auch so verwendet werden. Wenn ein Bein gekühlt werden muss oder eine Salbe aufgetragen wird sind Bandagen sinnvoll. In der hohen Dressur sind sie hin und wieder auch sinnvoll. 

Wer die Dinger schön findet macht sie so spät wie möglich drauf und so früh wie möglich runter. Bandagen und Gamaschen stabilisieren das Bein nicht. Wie auch? Wird ja nur drumherum gewickelt, wo soll das stützen? Wenn ich mir einen Verband um den Arm wickel stützt das meinen Arm ja auch nicht. Stützen kann das nur, wenn es ein Gelenk bedeckt. Aber so bandagiert man sein Pferd ja nicht. 

Bandagen und Gamaschen schaden mehr als dass sie nützen. Sie behindern die Durchblutung (besondern Bandagen mit Gummizug sind hier gefährlich) und können so dauerhafte Schäden verursachen. Unter den Bandagen und Gamaschen wird es schnell sehr warm, oftmals weit über 40°C. Wie jeder weiß denaturieren Eiweiße ab 40°C, d.h. das Bein wird geschädigt und Sehnen verkleben. Korrekt bandagieren kann sowieso kaum jemand, die meisten wickeln zu eng und zu hoch. Und dieser neue Modetrend mit den Unterlagen die oben einen halben Meter rausschauen... da rollen sich mir die Fußnägel hoch.

Vor dem Streifen können Bandagen und Gamaschen schützen, allerdings streifen sich bei weitem nicht alle Pferde, die Gamaschen und Bandagen tragen (nicht mal 30% davon) und wenn sich ein Pferd streift, dann stimmt etwas nicht mit Huf- oder Gelenkstellung. Ein guter Hufbearbeiter und Osteo können das sehr gut verbessern oder abstellen was auch Arthrose vorbeugt. Es gibt nur wenige Fälle in denen Pferde so schiefe Beine haben dass sie sich immer streifen. Dann mögen Gamaschen sinnvoll sein. Aber auch nur dann und nur, wenn die Hufstellung optimiert ist. 

Das ewige gewickel und geklette am Pferdebein bringt meist mehr Schaden als Nutzen. Mein Pferd geht ohne diesem Kram auf dem Platz und im Gelände. Wir gehen im flotten Galopp über Stock und Stein, wurzelige Wege und große Löcher im Boden. Wir hatten nie ein Prolem. Unsere Mitreiterin allerdings hatte nach ein paar Metern das Problem, dass sich ein Stock senkrecht unter die Gamasche gebohrt hatte. Hätten wir sie nicht darauf hingewiesen hätte sie das nicht mitbekommen und der Stock hätte Schaden angerichtet. Statt unsere Pferde in Watte zu packen sollten wir sie gesund trainieren und halten. Dann braucht man den ganzen Kram auch nicht 

Für leichtes Dressurtraining ist es also mehr schädlich als nützlich?

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@Washington01

Das kann man nicht so generell sage.

Wenn du zum Beispiel Seitengänge übst, und es klappt noch nicht ganz so, wie man sich das vorstellt, könnte es ja schon mal leichter passieren, dass das Pferd sich streift.

Oder dass du auf dem Hufschalgfiguren reitest, und durch ein Missverständnis ( Hilfen/ Reaktion) das Pferd mit der Bande kollidiert. 

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@Urlewas

und dann bricht sich das Pferd gleich die Füße? Wenn es sich mal bei den Seitengängen streift? 

Also mir ist noch nie ein Pferd mit der Band kollidiert :D nach der Bande gekickt ja, mit dem Bauch dranrangeschrabbelt, aber nicht mit den Beinen entlang geschrubbt. 

Meiner Erfahrung nach fallen Pferde von sowas selten tot um. Vor den ernsthaften Verletzungen mit komplett offenen Beinen schützen Bandagen auch nicht. Mein Pferd fliegt regelmäßig über Wurzeln und im Gelände höre ich es öfter mal klonken wenn die Beine aneinanderkrachen weils Pferd nicht aufpasst wo es hinläuft. Aber von einmal anschrabben hatte sie bisher nicht mal ein abgebrochenes Haar, was bei ihr sonst sehr schnell geht. Für den Fall der Fälle des Jahrtausends packe ich mein Pferd definitiv nicht dauernd ein und schädige so wissentlich Bänder und Sehnen. 

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Weil sich noch nicht rumgesprochen hat, dass die Dinger schädlich sind, außer um Kühlkompressen etc zu befestigen.

Wie willst du Sehnen und Bänder entlasten, wenn du im 90° Winkel bandagierst? Du kannst höchstens ein Gelenk entlasten, aber nur, wenn du es ganz einbandagierst. 

Und das würde wiederrum eine Bewegungseinschränkung mit sich bringen. 

Wenn das Pferd sich streift, sollte man die Hufbearbeitung ändern, einen manuellen Therapeuten holen, Hufeisen -wenn vorhanden- abnehmen, aber sicher nicht bandagieren. 

Die Dinger erhitzen die Sehnen extrem schnell, was bei Sehnen zu Eiweißabbau führt. Die Eiweiße werden verstoffwechselt und die Sehnen werden unwiederbringlich geschädigt. 

Pferdebeine haben normal eine Temperatur um die 24°. Mit Bandagen überhitzen sie auf teilweise über 40°. Das juckt, schädigt die Strukturen und behindert Blut- und Lymphfluss. Außerdem wird die Hautspannung verringert, wenn man ständig bandagiert, was später zu Wassereinlagerungen führt. 



Aha, in den Kreisen der Weltklassereiter hat sich das noch nicht rumgesprochen. Du solltest dringend dort mal Aufklärungsarbeit leisten bei deinem fundierten Fachwissen. Laaaach.

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@User1998

Schau dir doch mal Totilas an - wenn du findest, dass der gut geritten wird, brauch ich mit dir gar nicht mehr reden, weil du dann offenbar nur Platz für Pferde- und Menschenmägen sowie Möhrchen in deinem Kopf hast ;) 

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user1998, nur weil man turniere reitet, heist das noch lange nicht das man pferdemensch ist, sich mit gesundheit, haltung, pferdewesen etc auskennt. man kann lediglich reiten. das ist aber der kleinste teil in der pferdehaltung

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Huhu,

sinnvollerweise um Verbände, Kompressen oder ähnliches medizinisches zu fixieren.

Nass oder mit Kühleinlagen finden sie auch zur Kühlung von Prellungen oder Schwellungen kurzzeitig Einsatz.

Auch die kurzzeitige (wenige Minuten lange) klassische Nutzung kann sinnvoll sein, um kurzzeitig die Beinbewegungen noch besser beurteilen zu können um zum Beispiel minimale Veränderungen des Raumgriffes vom Boden aus besser zu erkennen oder das Auge weiter zu schulen.

Wenn man es selbst hübsch findet, finden sie aus rein optischen Zwecken auch für Fotos oder Reiterspiele mal für einige Minuten Platz am Pferdebein.

Oft wird meiner Erfahrung nach unwissend oder ignorierend gegenüber den schädlichen Aspekten einfach aus optischen, aber zumeist vorgeschobenen nicht existierenden Schutz- oder Stützgründen, Gründen im Training bandagiert.

Liebe Grüße

Ist es für normales Training sinnvoll, kein springen und kein starkes Dressur Training? Würde anstatt gamaschen und streichkappen Fleece Bandagen benutzen

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Nein, das wäre nicht sinnvoll. Aber das sind Gamaschen und Streichkappen im Normalfall auch nicht... Was würdest du dir denn dadurch erhoffen?

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Mein Pferd ist noch sehr jung, ich brauche streichkappen für hinten und mir wurde gesagt Bandagen würden's auch tun

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@Washington01

Ich vermute mal, dass das jemand gesagt hat, der so etwas gut beurteilen kann? Das klingt jedenfalls so plausibel.

Streichkappen sind sicher ok. Warum möchtest  du bandagieren, wenn man es nicht braucht? 

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du brauchst vielleicht streichkappen für den anfang, bis es seine balance hat und sich nicht mehr streift. das sollte zumindest das ziel sein bei nem jungen pferd. deswegen brauchst du da aber kein bandagen draufknallen.

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Da stimme ich mit Viowow überein. Streichkappen haben eine schön kleine Auflagefläche auf dem Gelenk. Gut gepolstert reiben sie im der Regel auch nicht übermäßig. Sie erhitzen das Bein und vor allem die Sehnen kaum bis gar nicht - riesiger Nachteil an Bandagen. Wenn sie sich doch mal öffnen sollten, kann sich quasi nichts um igendwas drum wickeln, da passiert lange nicht so schnell was wie bei Bandagen. Bei Regen oder nassem Untergrund saugen sie sich nicht voll wie Bandagen. Außerdem sind sie wesentlich einfacher zu schneller anzulegen und zu lagern. Warum also stattdessen in der Zeit wo du dort einen kleinen Schutz brauchst Bandagen nutzen?

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