Wodurch verliert man die deutsche Staatsbürgerschaft?

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Siehe RuStAg §17:

(1) Die Staatsangehörigkeit geht verloren

1.
durch Entlassung (§§ 18 bis 24),
2.
durch den Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit (§ 25),
3.
durch Verzicht (§ 26),
4.
durch Annahme als Kind durch einen Ausländer (§ 27),
5.
durch Eintritt in die Streitkräfte oder einen vergleichbaren bewaffneten Verband eines ausländischen Staates (§ 28),
6.
durch Erklärung (§ 29) oder
7.
durch Rücknahme eines rechtswidrigen Verwaltungsaktes (§ 35).

(2) ...

(3) ...

https://www.gesetze-im-internet.de/rustag/BJNR005830913.html

Das 'Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz (RuStAG)  heißt seit einiger Zeit nur noch Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)

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@PatrickLassan

Stimmt! Die Namensänderung ist mir bekannt. Man will eben heute alle Wörter mit "Reich" loswerden. Ich bevorzuge die traditionellen Bezeichnungen.

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Voraussetzung für den Verlust oder Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft ist, das man dann nicht staatenlos wird. Das ist ein GG geschütztes Recht.

Das ist nicht immer der Fall.

§35 StAG

"

1) Eine rechtswidrige Einbürgerung oder eine rechtswidrige Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit kann nur zurückgenommen werden, wenn der Verwaltungsakt durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung oder durch vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben, die wesentlich für seinen Erlass gewesen sind, erwirkt worden ist.

(2) Dieser Rücknahme steht in der Regel nicht entgegen, dass der Betroffene dadurch staatenlos wird."

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@sumi79

Und was soll die 1) bedeuten? Das man die deutsche Staatsbürgerschaft wieder weggenommen kriegen kann wenn man gelogen hat um diese zu bekommen? Würde aber auch bedeuten das derjenige wahrscheinlich vorher schon staatenlos war.

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@Kriegstaube

Eine rechtswidrig erteilte  Staatsangehörigkeit wird für nichtig erklärt. Das bedeutet "nicht erteilt". Der Betreffende bekommt wahrscheinlich seine alte Staatsbürgerschaft zurück, sofern er auf diese verzichtet hatte.

Beipiel: Jemand gibt sich als syrischer Flüchtling aus und bekommt hier einen Bleibestatus und bewirbt sich später um die deutsche Staatsbürgerschaft.

Jetzt kommt heraus, das Ganze war eine Lüge, er ist kein Syrer sondern ein Tunesier. Jetzt greift das Gesetz in voller Härte.

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Artikel 16, Abs. 1 GG:

Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden.Der Verlust der Staatsangehörigkeit darf nur auf Grund eines Gesetzes und gegen den Willen des Betroffenen nur dann eintreten, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird.

https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Staatsangehörigkeit#Verlust_der_Staatsangeh.C3.B6rigkeit

Okay, jetzt macht es Sinn.

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§35 StAG

"

1) Eine rechtswidrige Einbürgerung oder eine rechtswidrige Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit kann nur zurückgenommen werden, wenn der Verwaltungsakt durch arglistige Täuschung, Drohung oder Bestechung oder durch vorsätzlich unrichtige oder unvollständige Angaben, die wesentlich für seinen Erlass gewesen sind, erwirkt worden ist.

(2) Dieser Rücknahme steht in der Regel nicht entgegen, dass der Betroffene dadurch staatenlos wird."

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