Wodurch entsthehen Depressionen?

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10 Antworten

Hallo!

Die Ursache kann entweder genetisch sein (Vererbung); traumatische Erlebnisse sind auch als Auslöser für Depressionen bekannt, etwa der Tod geliebter Menschen, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Frust in der Familie, Mobbing usw.! 

Denkbar ist es aber ebenfalls, dass sich manche Leute das Ganze so lange einreden bis sie es glauben ------> weil es leider Gottes eine Art "Modethema" ist und viele Kiddies weil sie Aufmerksamkeit erhaschen wollen sich so etwas zurechtrücken indem sie semi-seriöse Artikel aus irgendeiner "Rentnerbravo" oder ähnlichen Medien aufschnappen und sich selbst diagnostizieren "jap, ICH bin depressiv"... aber das ist ein anderes Thema & im Grunde 'ne eigene Fragestellung wert.

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Der Körper kann über die Produktion von Botenstoffen und Hormononen seine Aktivität regeln. Und so wie er sich zu Höchstleistungen mobilisieren kann, kann er sich in bestimmten Situationen auch auf Sparflamme schalten und sich so seine Energien für bessere Zeiten aufheben.

Er macht es, wenn die Lebensumstände so ungünstig erscheinen, dass es sich nicht lohnt, aktiv zu werden (Schlechtes Wetter, das Fehlen von geliebten Menschen und sonstigem Begeisternden...) aber auch nicht so schlimm, dass sie als lebensbedrohend gesehen werden. Es ist ein Zustand des Wartens auf bessere Zeiten und vermutlich derselbe Mechanismus, der bei einigen Tieren zum Winterschlaf führt.

Jede Depression ist anders, weil jeder Mensch auch anders reagiert auf diese Enegiesparmaßnahmen. Neben dem Serotonin-Mangel ist es vor allem ein innerer seelischer Konflikt, der die unterschiedlichen Symptome und Schweregrade von Depressionen ausmacht.

Dabei spielt auch die gesellschaftlichen Normen und Werte eine Rolle. Die Menschen der Steinzeit haben sich vielleicht einfach in ihre Höhlen zurückgezogen, sich aufs Ohr gehauen bis das Wetter wieder besser wurde und das Ganze garnicht so als Problem gesehen.

Aber in unserer Gesellschaft wird in Schule und Beruf eine ständige und gleichmäßige Leistungsfähigkeit gefordert, da ist kein Platz für Zeiten verminderter Aktivität. Wer sie sich nimmt, wird als faul und träge diffamiert.

Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn eine natürliche Energiereduktion als Katastrophe empfunden wird, Ängste,Scham und Selbstzweifel ausgelöst werden und sich eine schwere seelische Krise daraus entwickelt.

Wobei besonders tragisch ist, dass diese inneren Kämpfe noch die restliche Energie aufbrauchen und die schlechten Zeiten aus der Sicht der Energieverwaltung nicht wieder aufhören.

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Es gibt im Prinzip zwei Erklärungsebenen warum Depressionen entstehen. Diese widersprechen sich allerdings nicht.

Zum einen gibt es die neurobiologische Ebene, welche besagt, dass eine Depression auf ein Ungleichgewicht bzw. Mangel an gewissen Botenstoffen zurückzuführen ist. Gemeint ist vor allem der Botenstoff (das Hormon) Serotonin. Serotonin ist ein Glückshormon, welches empfinden von Freude und die seelische Ausgeglichenheit zuständig ist.

Des weiteren wird auch Noradrenalin häufig genannt. Noradrenalin ist für den Antrieb des Menschen zuständig. Es können jedoch auch weitere Botenstoffe betroffen sein wie z.B. Glutamat und Melatonin.

Diese Theorie ist nicht ganz unbestritten, da sie bis heute weder belegt noch wiederlegt wurde. Klar ist, dass die erwähnten Botenstoffe etwas mit Depressionen zu tun haben, nicht klar ist, ob sie selbst dafür verantwortlich sind oder die Depression nur indirekt beeinflussen. Es gibt z.B. Medikamente, welche den Serotoninspiegel im Gehrin anheben. Manchen Menschen helfen diese Medikamente (Antidepressiva) wie ein wunder, anderen leider nur stark unzureichend, was für eine indirekte Beieinflussung spricht.

Wie es zu diesem Ungleichgewicht kommt versucht die psychologische Ebene zu erklären. Es gibt diverse Forschungsresultate diesbezüglich, welche relativ unbestritten sind. Einerseits gibt es die genetische Voraussetzung (Voraussetzung nicht gleich das eine Depression unbedingt ausbrechen muss). Dies wird anhand dessen festgemacht, dass die Veranlagung zu Depressionen oft weitervererbt wird.

Weiter werden vor allem Stress und traumatische Erfahrungen (inkl. Mobbing) genannt. Bei traumatischen Erfahrungen ist vor allem (aber nicht nur) das Kindesalter gemeint, wenn das Gehrin noch stark in der Entwicklung ist. In diesem alter Prägen sich negative Erfahrungen besonders stark ein.

Ein ebenfalls häufiger Auslöser ist Rauschmittelmissbrauch. Dies lässt sich auch neurobiologisch erklären. Rauschmittel wirken auf den Botenstoffhaushalt im Gehrin. Besonder bei chronischem Missbrauch kann so der Austausch der Botenstoffe negativ verändert werden.

Bewegung ansich ist auch mit Botenstoffen verbunden. Bei Sport schüttet das Gehrin vor allem den Neurotransmitter (Botenstoff) Endorphin aus. Dieses Hormon wirkt antidepressiv. Wenn man nur rumliegt fehlt dieses Hormon und man wird träge. Dennoch lassen sich wirkliche Depressionen nicht einfach nur mit Sport behandeln. Bei schwerden Depressionen helfen nur noch Psychotherapie, Medikamente oder gar EKT.

Hoffe es war nicht zu viel Fachchinesisch...

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Hallo,

Depressionen entstehen multifaktoriell. D.h. es kann genetisch mitbedingt sein, anerzogen (durch versch.falsche Bewältigungsstrategien),durch soziale Faktoren und durch eine Entgleisung des Hirnstoffwechsels.

In jedem Fall gehören sie bei längerer Andauer in die Hände eines Psychiaters/Therapeuten.

Alles Gute!

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Es gibt ja verschiedene Formen von Depressionen. Ich gehe zum Beispiel sehr auf Menschen zu und habe trotzdem ab und zu Depressionen. War auch in Behandlung. Bei mir kommt es aus einer Mißbrauchvergangenheit.

Isolation führt aber auch dazu.

In den Kliniken fordern sie ja auf Sport zu machen. Und unter Menschen zu gehen. Aber manche Depressionen liegen einfach an einem falschen Lebensstil. Man ist unzufrieden mit dem eigenen Leben und kommt allein nicht raus.

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Die Ursachen von Depressionen können verschieden sein. Einerseits kann das von Dir beschriebene eigene falsche Verhalten sein. Andererseits können Depressionen auch durch äußere Einflüsse (Lebensumstände) entstehen. Einen negativen Einfluss können auch Krankheiten oder Vererbung sein.

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Isolation ist auf jeden Fall eine der Ursachen . Weil man dann auch von niemandem Hilfe bekommt . Ich spreche aus Erfahrung

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Kommentar von RussleHop
05.03.2017, 17:03

Ja genauso erging es mir auch

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Eine richtige Depression lässt sich leider nicht durch derart einfache Hausmittelchen bekämpfen. Das mag bei depressiven Phasen und Stimmungsschwankungen helfen, nicht jedoch gegen die tatsächliche psychische Krankheit.

Der Unterschied ist ungefähr der zwischen grippalem Infekt und einer echten Grippe oder (um das Beispiel verständlicher zu machen) der Spanischen Grippe oder der Vogelgrippe.

Die Isolation geht meist als Symptom mit einer Depression und/oder depressiven Phasen einher, ist aber nicht dafür verantwortlich.

Eine Depression bekommt man durch Erfahrungen die man in seinem Leben macht und wenn man eine gewisse genetische Veranlagung dazu hat. So hat man herausgefunden dass es Menschen gibt, die aufgrund ihrer Genetik niemals echte Depressionen erleiden können.

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Kommentar von krabbenburger2k
05.03.2017, 17:33

Ähm... Ja klar kann man depressionen damit auf Dauer besiegen !? Hat selbst mein Thetapeut gesagt und ich weiss es auch aus Erfahrung. bist du irgendwie Psychiater oder wieso weisst du "so genau bescheid" ?

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Ja genau so wurde ich depressiv!
Geh raus und beweg dich!
Und saug so viel Sonne wie es geht auf, dann geht die Depression schneller wieder weg.

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Depressionen entstehen durch alles schlechte, was dem Menschen widerfährt. Wenn der Mensch damit nicht fertig wird, ist es eine Depression.

Gruß Than

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