Wodurch entstehen Vermögen?

9 Antworten

Eine ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung liegt in der Natur der Sache und ist nicht ungerecht. Menschen sind nicht gleich und verdienen entsprechend auch nicht gleich. Ungerecht wäre, wenn alle gleich viel verdienen würden, obwohl einige eben mehr und andere weniger leisten. Aber dieser Zustand kann sich nie einstellen, weil dann niemand mehr irgendwas leisten würden, wenn das Geld ja eh reinkommen würde. Deswegen funktioniert der Kommunismus auch nicht.

Letztendlich ist die Soziale Marktwirtschaft eben auch die Soziale Marktwirtschaft und nicht die sozialistische Marktwirtschaft (das geht nichtmal mehr als Oxymoron durch, das ist schlicht Unsinn). Durch staatliche Eingriffe in den freien Markt (z.B. durch Gesetze) soll sozialer Ausgleich geschaffen werden. Sozialer Ausgleich heißt nicht Umverteilung von oben nach unten bis alles gleich ist. Wie genau und in welchen Bereichen dieser Ausgleich geschafft wird, das ist die wichtige Frage. Und eine allgmeine, "feste" Definition von "Soziale Marktwirtschaft" gibt es auch nicht.

Zum Vermögen: Vermögen entsteht nicht, sondern wird in erster Linie erwirtschaftet. Und da gilt natürlich der Spruch "von nichts kommt nichts", also muss erstmal eine irgendwie geartete Grundlage geschaffen werden. Mit dieser Grundlage meine ich nicht in erster Linie Geld oder Einkommen, sondern Qualifikation, Bildung, Fleiß und so weiter, also Punkte, für die man selbst verantwortlich zeichnet. Geld und Einkommen ergeben sich dann daraus, da man sie durch seine Qualifikationen eben erwirtschaften kann. Wie man da genau vorgeht, ist jedem selbst überlassen.

Natürlich ist das alles nicht perfekt, es gibt Ungerechtigkeiten in unserem System, keine Frage. Nur da sollte man sich immer erstmal unvoreingenommen einen Überblick über die jeweilige Situation verschaffen, bevor man vorschnelle Schlüsse zieht. Und natürlich schießt es hier und da über sein Ziel hinaus, aber wenn man alles in allem betrachtet, dann ist die Soziale Marktwirtschaft doch so ziemlich der bestmögliche Kompromiss. Da werden mir sicher viele widersprechen, aber ich bin der Auffassung, dass in unserem Land niemand in Armut leben muss.

Vermögen entsteht durch die Ansammlung von Vermögenswerten die im Wert steigen können und die einem ein von eigener Arbeit unabhängiges Einkommen einbringen können:

  • Aktien, Fonds, ETFs.
  • Unternehmensbeteiligungen, Investment-Inmobilien
  • Gute Mitarbeiter, Produktionsmittel und Ressourcen
  • Lizenzen, Patente
  • An vertrauenswürdige Personen, Staaten und Unternehmen verliehenes Geld.

Und durch Sachwerte die ihren Wert lange erhalten oder steigern:

  • Gold, Silber...
  • Uhren, Schmuck, Kunst
  • Oldtimer, Antiquitäten, Sammelobjekte

Je mehr man davon hat, desto mehr Vermögen hat man, so einfach ist das.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ich habe mein Vermögen durch

  1. zunächst Gehalt
  2. später Rente
  3. Einkommen aus Miete
  4. Einkommen aus Zinsen
  5. Einkommen aus Dividenden

und Ersparnisse geschaffen.

Wie machst Du das denn?

Was ist daran ungerecht verteilt?

Jeder bekommt das was er verdient!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das ist eben das Problem. Nicht jeder bekommt, was er verdient. Sonst würde in Deutschland keine Altersarmut herrschen. Die alten Leute haben 50 Jahre geschuftet und ihr Lohn sind um die 800 Euro monatlich (wenn sie Glück haben). Währenddessen kriegen Politiker, die nur 4 oder 8 Jahre im Bundestag sitzen ihre Rente gefühlt geschenkt.

1
@NoIdeaWhy

Es steht jedem frei selbst Politiker zu werden.

Ist es auch ungerecht, daß der Bankkaufmann am Schalter nur 40.000€ im Jahr verdient und das Bankkaufmann im Investment Banking bis zu 160.000€ im Jahr?

Hier hast Du nämlich dasgleiche Problem, denn ins Investment Banking zu kommen ist sehr schwer und nicht jeder ist dazu geeignet, genauso wie Politiker zu werden.

0
@christl10

Ich kenne genug Politiker, die für ihren Job auch nicht geeignet sind, also ... ja Politiker zu werden ist ein langer Weg und beschwerlich. Ich finde einfach nur, dass ich für meine Arbeit entlohnt werden sollte und zwar gerecht. Das z.B. der McDonalds Mitarbeiter nur 450 Euro verdient bei einem körperlich so zehrenden Job ist für mich in der Hinsicht schon extrem ungerecht.

Ich finde es ungerecht, dass Menschen verschiedene Löhne für ähnlich schwere Arbeiten bekommen, mögen sie nun psychisch oder auch physisch belastend sein. Nenn mich gerne einen Kommunisten, aber ich sehe nicht ein, dass unsere Einkommensunterschiede SO gravierend sind. Das ist für mich ... ja ... höchst ungerecht.

Ohne den Holzfäller, der das Holz sägt, aus dem der Tischler den Tisch macht, auf dem der IT-Techniker den Computer baut, der dem Bankkaufmann erst seinen Job ermöglicht, geht nichts. In der Hinsicht sind alle Jobs mehr oder weniger dasselbe wert und sollten ähnlich entlohnt werden. Ich sehe das ein, dass einige Jobs noch einmal mehr von einem abfordern, das ein Arzt, Politiker oder Pilot mehr verdienen sollte als ein Bäcker, aber mir sind die Unterschiede echt zu groß.

1
@NoIdeaWhy

Ich finde die Löhne in der Arbeitswelt zu 90% gerecht.

Ausnahmen: Soziale Arbeit in denen man Menschen hilft oder Probleme bewältigt wird zu wenig geschätzt. Wobei es das Problem ist, daß man daran nicht viel verdienen kann. Im Gegensatz zum Investment Banker, der auch Menschen hilft ihr Geld Profitabel anzulegen hierbei das vierfache bis fünffache verdient von dem was derjenige Verdient der sozial Menschen hilft. Der Unterschied hierbei ist, daß sich der Erfolg des Bankers messen läßt, beim Sozialarbeiter aber nicht!

0
@NoIdeaWhy

Immer dieser Sozialneid auf Leute die sich im Leben mehr angestrengt haben um das zu können was nicht jeder kann.

Jeder kann den Boden schrubben, aber nicht jeder kann komplexe Software programmieren oder Daten Analysieren, was du willst ist, dass mehr Anstrengung und Leistung nicht mehr gewertschätzt wird aus Rücksicht auf die Leute die nichts aus ihrem Leben gemacht haben.

Das Leben was zb christl10 führt, wäre für die meisten Menschen nicht womit sie sich wohlfühlen würden, man verdient zwar viel Geld, aber das Geld ist nicht so sicher wie das Gehalt dass Arbeitnehmer jeden Monat bekommen, bei christl10 kann es passieren dass sie auch mal kein Geld verdient, Arbeitnehmer können ihr Gehalt einklagen, aber sie muss sehen wo sie bleibt wenn sie kein Geld verdient, weil sie kein Recht auf den Erhalt von Zinsen und Dividenden hat und wenn dann noch eine Familie mit im Boot sitzt, dann gibt es viele die lieber Arbeitnehmer sein wollen wo man ein Recht auf sein Einkommen hat.

1
@Solenostemon

Mit Sozialneid hat das wenig zu tun. Nur mit gesundem Menschenverstand. Einen Boden zu reinigen kann genau so viel Anstrengung und Professionalität erfordern, wie eine Software zu programmieren. Da muss man sich nur mal die Preise von manchen Reinigungsfirmen ansehen um zu sehen wie komplex deren Arbeit sein kann. Ich verstehe auch, dass sie weniger verdienen, aber nicht so viel weniger.

Ich finde es auch ignorant, den ausgeübten Job als proportional zur aufgewendeten Arbeit anzusehen. Ich beispielsweise habe mich auch im Abitur mit Informatik versucht, aber das war nichts für mich. Ich habe die Logik nicht wirklich verstanden. Heißt das jetzt, ich habe mich nicht angestrengt? Nein! Ich habe mir meine 3 in den beiden Semestern hart erkämpft. Chemie habe ich früher auch nie verstanden. Obwohl ich mich angestrengt habe. Und nebenberuflich neben dem Studium arbeite ich freiberuflich im Musikbusiness. Nur um dort einen Hungerlohn zum Bafög hinzu zu verdienen. Habe ich mich jetzt nur nicht angestrengt? Nein, keineswegs. Ich mache das mit viel Liebe und opfere jede letzte freie Minute und manchmal meinen Schlaf dafür auf.

Die Arbeit und das Einkommen was man hat, stehen nicht proportional zu dem Aufwand, den man betreibt, um sie zu erlernen. Wenn es so wäre, dann wäre ich glücklich. Und glaube mir, ich bin der letzte der sich Sorgen machen muss. Ich bin damit gesegnet Musik machen zu können, Vorkenntnisse im Flugzeuge fliegen zu haben (ich wollte eine Zeit lang Pilot werden, eventuell ist das noch eine Option) und all das, während ich studiere. Wohl oder übel werde ich also meinen Platz in diesem System finden. Aber ich werde sicher nie in meinem Leben so viel verdienen, dass es meinen gesamten Einsatz an Anstrengung rechtfertigt.

1
@NoIdeaWhy

Wenn du meinst, das System ist jedenfalls eine Pyramide unten sind sehr viele Leute und oben wenige Leute.

1
@Solenostemon

Und du meinst, dass das so verdient ist? Wer oben ist verdient immer oben zu sein und wer unten ist, verdient immer unten zu sein?

1
@NoIdeaWhy

Es ist zumindest schwer von ganz unten nach ganz oben zu kommen. Aber zumindest kann jeder was dafür tun nicht ganz unten zu sein.

1
@NoIdeaWhy

Dagegen kann und sollte man was tun, nur ein Rennfahrer fährt nicht extra langsamer als er kann, nur damit sich die anderen nicht so schlecht fühlen wenn wenn sie verlieren, dass ergibt keinen Sinn, aber das ist genau das was Leute wie du wollen.

In einer perfekten Welt motivieren die von selbst reichen und erfolgreichen Leute die anderen es ihnen gleich zu tun, nur ist diese Welt halt nicht perfekt und es gibt Leute die anderen ihren Erfolg und Reichtum missgönnen und aus purer Faulheit ihnen den Reichtum und Erfolg wegzunehmen damit sie sich selbst nicht so erbärmlich fühlen.

Viele von selbst reiche und erfolgreiche Leute wollen gerne anderen dabei helfen selbst reich und erfolgreich zu werden, nur gibt es nur wenige Menschen die solche Hilfe annehmen wollen, die meisten Menschen sind zu faul und wollen die Hilfe lieber in Form von Geld haben damit sie selbst nichts tun müssen.

Ständig werde ich um Geld gefragt, nur wenige wollen von mir wissen wie man zu Geld kommt und was sie tun können. Immer nur Geld, Geld, Geld man wird behandelt wie ein Geldautomat aber wenn man ihnen anbietet mal zu schauen wie man deren Finanzen in Ordnung bringen kann und was sie tun können, wird man gleich als gieriger und egoistischer Mistkerl abgestempelt der niemanden mit Geldproblemen helfen will. Daher sehe ich es nicht ein solchen Leuten noch mehr Geld in den Rachen zu werfen dass ihre Probleme trotzdem nicht lösen wird.

0
@Solenostemon

Wundert Dich das? Das manche nur Geld / Geld / Geld wollen ohne was dafür zu tun?

Die Kinder haben es ja nicht anders gelernt als über 20 Jahre für Geld nur die Hand auf zu halten ohne selbst was dazu beizutragen. Manche machen es dann auch ein Leben lang statt sich selbst darum zu kümmern um an Geld zu kommen.

1
@christl10

Stimmt, wenn man von kleinauf lernt, dass das Geld von anderen Leuten kommt, dann ist man auch nicht so motiviert Geld zu machen.

1
@Solenostemon

Mein Schwager hat momentan das beste Beispiel mit seiner 17 jährigen Tochter. Die Einzige Aufmerksamkeit die sie Ihrem alleinerziehenden Vater gibt ist es wenn sie Geld haben will und wenn nichts da ist was sie gerne essen will. Sonst ist er völlig uninteressant und wird von ihr respektlos behandelt. Sie kann es nicht abwarten bis Papa endlich Tod ist, um das Haus zu Geld zu machen. zumindest hat sie das schon angedeutet, daß sie schon darauf brennt das Haus zu verkaufen, obwohl er noch lebt. Tolle Tochter! Selbst hast sie außer die Mittlere reife nichts in ihrem Leben geleistet. Hat in der 11 Klasse die Schule geschmissen und macht jetzt gar nichts. Dem Jugendamt hat sie gesagt daß sie sich um eine Stelle beworben hätte. Danach fragte Sie ihrem Papa, wo eigentlich das Abschlußzeugnis sei. Demnach hat sie das Jugendamt angelogen und gar nichts gemacht. ....und sowas will man für unsere Rente verantwortlich sein?

0
@christl10

Meine Schwester ist 2 Kinder mit Harz IV und einen Taugenichts als Freund, sie ist ständig Pleite und bei meinen Bruder und meinen Vater verschuldet, ich sollte ihr letztens auch Geld gegeben weil ich viel habe, da hab ich gesagt: "Nein, warum ich?" da hat sie dreist gesagt: "Ich will Vater und meinen Bruder nicht fragen, weil es so aussehen würde als würde sie auf deren Kosten leben" seit dem gibt es nur noch Sachhilfen, aber mittlerweile bedankt sie sich noch nicht einmal mehr dafür.

1
@christl10

2 Kinder von 2 Vätern und beide sind nicht so der Hit und eines ihrer Kinder lebt bei meinem Eltern.

1

Das Haupt Vermögen auf unserem Planeten entsteht durch Ausnutzung der Arbeitskraft der betreffenden Person die ein Produkt herstellt. Wenn der Mensch im Mittelpunkt unserer Gesellschaft stehen würde da würde die Arbeitskraft am teuersten sein. Das Gegenteil ist leider der Fall die Arbeitskraft wird immer billiger auch in entwickelten Industrienationen gegenüber den Preisen der Produkte.

Wie krank bist du denn?

Die im Vergleich zu jedem anderen System sehr gleiche Einkommens- und Vermögensverteilung in einer sozialen Marktwirtschaft ist per se gerecht.

Es gibt kein besseres System als wenn man die Bürger darüber entscheiden lässt, wie stark die schwächeren unterstützt und wie stark die Stärkeren belastet werden und das ist in unserer sozialen Marktwirtschaft der Fall.

Wer wenn nicht der Bürger soll darüber entscheiden???

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Was möchtest Du wissen?