Wo wird in NRW die Ausbildung als chirurgisch technische Assistentin angeboten? Hilfe 😞!?

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5 Antworten

Hallo Medizin007,

da mein Sohn in einer ganz ähnlichen Situation wie du bist, allerdings sein Abitur bereits jetzt beendet, haben wir uns über genau diese Berufe (CTA, OTA und ATA und Notfallsanitäter) und die damit verbundenen Ausbildungsmöglichkeiten vor gut einem halben Jahr schlau gemacht. 

Favorisiert hatte er ebenfalls zunächst CTA, hat sich dann aber im klinischen Bereich nur auf ATA und OTA beworben und in den folgenden Tagen diverse Vorstellungsgespräche, da die "Ausbildung" zum CTA kaum angeboten wird (in NRW nur Düsseldorf) und es bis heute anscheinend noch nicht eine anerkannte Ausbildung ist, sondern eher "Projektstatus" hat. Daher findet man auch kaum Ausbildungsplätze...

Der CTA soll im Gegensatz zum OTA eben die von dir beschriebenen -ansonsten bislang den Ärzten vorbehaltenen- Aufgaben am Patienten wie Nähen etc. übernehmen...... und viele Mediziner hierzulande wehren sich dagegen, obwohl es in anderen Ländern seit jeher Standard ist.
Beim ATA und OTA sind andere Schwerpunkte gesetzt wie Dokumentation, Anreichen von Geräten bei der OP, Beratung vor der OP etc., daher wohl auch bereits als nichtärztliche Ausbildungen anerkannt.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.. hier ist auch noch lesenswertes Material dazu, zwar nicht von 2016 aber dennoch in vielen Punkten aktuell:

https://www.dki.de/sites/default/files/publikationen/nicht-aerztliche_chirurgie-_und_anaesthesie-assistenz.pdf

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Kommentar von Medizin007
24.06.2016, 15:17

Vielen vielen Dank !

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Hallo,
Ich mache nächstes Jahr meine Ausbildung zur CTA an der Medical School Academia Chirurgica in Düsseldorf. Es gibt allerdings auch noch die Kaiserwerther, ebenfalls in Düsseldorf. Die Medical School bietet jedoch das Common Trunk Prinzip an. Das heißt die theoretischen Teile der CTA, OTA, ATA & ITA Ausbildung werden gemeinsam unterrichtet und man kann sich daher nach bestandener Ausbildung, z.B. zur CTA innerhalb von einem halben Jahr zu einem der anderen Berufe weiterbilden lassen. Als OTA ersetzt du im OP die OP-Pflegekraft. Das heißt du sorgst für die Vorbereitung des OP-Bestecks und reichst vor allem das Besteck an. Außerdem hilfst du bei der Sterilisation des Bestecks. Habe bei meinem Praktikum in der Chirurgie außerdem gesehen, dass die OTAs auch Blasenkatheter gelegt haben. Als CTA ersetzt du sowohl im OP als auch auf der Station den Assistenzarzt, d.h. dieser Beruf kommt dem des Arztes in seinen Tätigkeiten am nächsten. Du hilfst beim schichtweisen Wundverschluss, darfst Blut abnehmen, Katheter und Venenverweilkanülen legen und und und... Du musst vielleicht auch mal Anamnesen machen. Wieviel du jedoch schlussendlich machen darfst entscheidet der Chirurg dem du unterstellt bist. Stellst du dich bereits ziemlich früh sehr geschickt an und beweist Kompetenz, wirst du vermutlich auch schneller mehr machen dürfen als wenn du dich als unzuverlässig darstellst.
Wünsche dir auf deinem Weg viel Glück!
LG

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Hallo,

der Ausbildungsträger (also diejenigen, mit denen du deinen Ausbildungsvertrag abschließt) beim CTA sind nicht die Kliniken, die sind "Kooperationspartner" von Ausbildern wie Kaiserswerther Diakonie und Medical School. Das heißt, in den Krankenhäusern machst du die Praxis aber die Theorie, die Prüfungen und der Abschluss laufen über die erstgenannten.

Mein Tipp wäre Medical School, die haben gutes Personal.

Zur Brauchbarkeit der Ausbildung:

Man kann Stellen finden, aber man wird immer weniger verdienen und weniger dürfen als ein Assistenzarzt. Du darfst nicht aufklären, verschreiben und selbst operieren, Nähen lernst du, aber an Gewebe unterhalb der Faszien (Bauchorgane z.B.) werden dich die Chirurgen nicht ranlassen. Deine Aufgaben wären viel Vorbereitung/Lagerung/OP-Feld-Desinfektion/Assistenz im OP, Verbandswechsel, Blutabnahmen, Papierkram - Entlastung der Assistenzärzte, damit die mehr Zeit für ihre Patienten haben. Der Beruf ist im Kommen und wenn du was draufhast und dein Ausbildungshaus (oder ein anderes) von dir überzeugen kannst, auch ein guter Lebensunterhalt, es sind aber nach wie vor nicht alle Häuser begeistert davon - man ersetzt halt keinen Arzt.

Was du aber schon richtig erkannt hast - viele nehmen es als Sprungbrett/Überbrückung zum Medizinstudium. Du lernst viele medizinische und anatomische Grundlagen, hast Krankheitslehre, Instrumentenkunde, besprichst operative Verfahren im Detail. Bei der Medical School sind im Verlauf der Ausbildung sogar ein Strahlenschutzlehrgang und ein Sterilgutfachkundelehrgang drin.

Hoffe, ich konnte etwas helfen.

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Kommentar von Medizin007
24.06.2016, 14:43

Beim ersten wird das nicht angeboten und das zweite ist auch wieder Düsseldorf :/

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