wo treten alpha beta und gammastrehlen auf?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Alphastrahlen treten vorwiegend beim Zerfall schwerer Elemente (ab Bismut 209) auf, die durch Abgabe eines Helium-4-Kerns (bestehend aus zwei Protonen und zwei Neutronen) ein stabileres Protonen-Neutronen-Verhältnis erreichen. Entsteht bei diesem Zerfall wieder ein instabiles Teilchen, zerfällt es weiter (Alpha- oder Beta-minus-Zerfall) bis am Ende einer solchen Zerfallsreihe ein stabiles Nuklid (Blei bei den natürlichen Zerfallsreihen, Bi 209 bei der Np-Zerfallsreihe) steht.

Bei Betastrahlen muss man differenzieren, ob es sich um einen Beta-minus- oder Beta-plus-Zerfall handelt. In der Natur ist der Beta-minus-Zerfall das häufigere Phänomen; er tritt auf, wenn ein Nuklid einen Neutronenüberschuss hat. Hierbei wandelt sich das Neutron in ein Proton um und sendet die überzählige Ladung als sehr schnelles Elektron aus. Der Spin und ein Teil der Energie des Elektrons wird durch die zusäzliche Emission eines Anti-e-Neutrinos kompensiert. Beta-plus-Strahlung wird in der Natur beim K-Einfang, auch ec(electron capture) genannt, bei denen überwiegend Elektronen, die dem Kern zunahe kommen (meist, aber nicht immer befinden sich diese in der K-Schale, daher ist der Begriff ec der präzisere), von diesem engefangen werden. Dadurch verwandelt sich ein Proton in ein Neutron und sendet die überzählige positive Ladung als Anti-Elektron (Positon) aus, dessen Spin und ein Teil seiner Energie von einem gleichfalls ausgesandten e-Neutrino kompensiert wird. EC tritt zum Beispiel zu 25 % beim Zerfall des natürlich vorkommenden Radionuklids K 40 auf und ist wahrscheinlich verantwortlich für den exorbitant hohen Argonanteil in der irdischen Atmosphäre (fast 1 %). Sonst ist der Beta-plus-Zerfall ein Phänomen der künstlichen Radioaktiviät und tritt bei einem Protonenüberschuss künstlich gewonnener Radionuklide auf. Dann wandelt ich im Kern ein Proton in ein Neutron um. Rest s.o.

Gammastrahlung ist stets Begleiterscheinung von Alpha- und Betazerfall; im Gegensatz zu diesen Korpuskularstrahlen besteht sie aus hochenergetischen Photonen und ist eine elektromagnetische Wellenstrahlung. Sie tritt auch auf, wenn ein Elektron auf ein Positron trifft und daraus zwei Gammaquanten entstehen (Paarvernichtung).

KHLange 24.10.2010, 20:32

Danke für den Stern!

0

Abgesehen davon, dass dich diese Strahlungsarten überall umgeben, treten sie vor allem beim radioaktiven Zerfall auf.

Von alpha-Strahlung spricht man, wenn beim radioaktiven Zerfallsprozess zweifach positiv geladene Heliumkerne von einem radioaktiven Kern ausgesendet werden.

Von beta-Strahlung spricht man, wenn Elektronen (e-) oder (seltener) Positronen (e+) den radioaktiven Kern verlassen.

Gamma-Strahlung entsteht zum Beispiel, wenn im Zuge von alpha- oder beta-Zerfall angeregte radioaktive Kerne zurückbleiben, die ihre Anregungsenergie dann in Form von energiereicher Strahlung (eben der gamma-Strahlung) abgeben und wieder in den Grundzustand zurückkehren.

Dabei gibt es in der Natur solche Elemente, die viel alpha-Strahlung aussenden, so genannte alpha-Strahler, wie Uran, Thorium, Radium oder Radon.

Typische beta-Strahler sind 131-Iod oder 90-Strontium.

Typische gamma-Strahler gibt es eigentlich nicht, da dies eine Begleiterscheinung aller radioaktiven Zerfallsprozesse ist. Aber in der Medizin macht man sich beispielsweise die gamma-Strahlung von 60-Nickel zunutze, die man aus 60-Cobalt-Zerfall erhält.

Das kannst du übrigens alles auch im Internet finden, z.B. bei Wikipedia...

LG von der Waterkant.

alle 3 gibt es überall in der Natur

Was möchtest Du wissen?