Wo Steuerfreibetrag nach §3 Nr. 39 EstG geltend machen

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2 Antworten

Es gibt im Internet eine Erläuterung des Unterschiedes der Wörter "soweit" und "wenn". bei "soweit" unterliegt schienbar nur der Anteil der Besteuerung, der den zB. 360 Euro Betrag übersteigt. bei "wenn der Vorteil ..." würde der komplette Betrag steuerpflichtig bei Überschreitung der zB. 360 Euro.

siehe unter Punkt 2) des folgenden Links https://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/F/Freigrenzen-Freibetraege-Pausch-und-Hoechstbetraege-ABC-Form.html

Übersteigt der Wert 360€? wenn ja, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, da das kein Freibetrag, sondern eine Freigrenze ist.

PeterHanel 01.07.2014, 22:01

Das würde meines Erachtens wenig Sinn machen. Hierzu ein Zitat aus http://www.finanztip.de/fonds/mitarbeiterfonds.htm:

"... Der Bund der Steuerzahler gibt hierzu folgendes Beispiel: Ein Unternehmen bietet seinen Arbeitnehmern Belegschaftsaktien an. Der Börsenkurs beträgt 150 Euro. Jeder Arbeitnehmer kann bis zu 50 Aktien für je 100 Euro erwerben. Der maximale geldwerte Vorteil beträgt somit 2.500 Euro (50 Euro x 50 Aktien). Von diesen 2.500 Euro sind 360 steuer- und sozialabgabenfrei. Der Rest unterliegt der Lohnsteuer. ... "

Ich denke, das ist eindeutig. Die Frage ist nur, wo und wie ich das nachträglich in meiner Steuererklärung angeben kann?

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MsNefertari 02.07.2014, 06:51
@PeterHanel

Im Steuerrecht gibt es neben dem bekannten Freibetrag eben auch Freigrenzen, die manchmal auch Höchstbetrag genannt werden.

§ 3 Nr. 39 EStG mit Markierungen von mir:

Steuerfrei sind der Vorteil des Arbeitnehmers im Rahmen eines gegenwärtigen Dienstverhältnisses aus der unentgeltlichen oder verbilligten Überlassung von Vermögensbeteiligungen im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a, b und d bis l und Absatz 2 bis 5 des Fünften Vermögensbildungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. März 1994 (BGBl. I S. 406), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 7. März 2009 (BGBl. I S. 451), in der jeweils geltenden Fassung, am Unternehmen des Arbeitgebers, soweit der Vorteil insgesamt 360 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigt. 2Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, dass die Beteiligung mindestens allen Arbeitnehmern offensteht, die im Zeitpunkt der Bekanntgabe des Angebots ein Jahr oder länger ununterbrochen in einem gegenwärtigen Dienstverhältnis zum Unternehmen stehen. 3Als Unternehmen des Arbeitgebers im Sinne des Satzes 1 gilt auch ein Unternehmen im Sinne des § 18 des Aktiengesetzes. 4Als Wert der Vermögensbeteiligung ist der gemeine Wert anzusetzen;

Ich denke, das Fettmarkierte ist eindeutig genug. Der Gesetzgeber spricht davon, dass dieser Vortei nur dann steuerfrei ist, wenn dieser Vorteil insgesamt weniger als 360€ beträgt.

Auch Kommentare sprechen in dem Zusammenhang von einem Höchstbetrag und nicht von einem Freibetrag (was sie ansonsten tun würden).

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PeterHanel 02.07.2014, 21:56
@MsNefertari

Ok, verstehe ich zwar nicht ganz, aber spielt hier keine Rolle da es sich um einen Betrag kleiner als 360 Euro handelt. Wie ist es möglich, diesen in meiner Steuererklärung geltend zu machen? Vielen Dank vorab.

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