wo stellt man immer ein komma im satzt

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Werden vollständige Sätze durch "und" verbunden, so steht vor "und" ein Komma.
Freundliches Zutrauen erweckt Zutrauen, und Liebe erweckt Gegenliebe. Vieles wünscht sich der Mensch, und doch bedarf er nur wenig.
2. Sind alle Hauptsätze sehr kurz und inhaltlich eng zusammengehörig, so kann vor "und" das Komma fehlen. Er kann nicht und er will nicht. Er rudert und er rudert. Mutter sorgt und Mutter arbeitet.
3. Nach einem eliptischen (gekürzten) Satz steht vor "und" ein Komma.
Nur noch wenige Schritte, und wir sind am Ziel. Noch ein Satz, und ich bin fertig.
4. Folgt auf einen Hauptsatz ein zweiter, der nicht vollständig ist, so steht vor "und" kein Komma.
Schon viele Jahre warten wir auf den Tag der Heimkehr und sehnen ihn mit der ganzen Kraft unserer Herzen herbei. Im Straßenverkehr muß man die Augen offenhalten und alle Verkehrsregeln genau beachten. 5. Werden zwei Befehlssätze durch "und" verbunden, so kann vor "und" ein Komma stehen, wenn das persönliche Fürwort ausgesprochen wird; erforderlich ist das Komma jedoch nicht.
Gehen sie bitte hinein, und fragen Sie den Wirt! Gehen Sie bitte hinein und fragen Sie den Wirt! 6. Bleibt das Fürwort in den Befehlssätzen unausgesprochen, so darf kein Komma stehen.
Befiehl dem Herrn deine Wege und hoff' auf ihn! Bleibe im Lande und nähre dich rädlich.
7. Steht innerhalb eines Satzes ein eingeschobener Satz, so steht vor "und" ein Komma.
Wir machten einen Umweg, weil wir uns verirrt hatten, und kamen doch noch rechtzeitig an. Er trat ein, ohne anzuklopfen, und ging leise an das Bett der Kranken.
8. Wird durch die Bindewörter "und zwar", "und das", ein vorraufgegangener Gedanke besonders erläutert und bekräftigt, so steht vor "und" ein Komma, auch dann, wenn die Wörter "zwar" und "das" fehlen, aber in Gedanken ergänzt werden können.
Die Größe der Erde is schon von den Alten errechnet worden, und zwar von den Ägyptern. Schiller verließ die Stadt im nächtlichen Dunkel, und das ohne Erlaubnis. Er ärgerte sich, und nicht ohne Grund.
9. Wird in abhängigen Nebensätzen das einleitende Bindewort nach "und" nicht wiederholt, so darf vor "und" kein Komma stehen.
Er wird erst dann die Erlaubnis erhalten, wenn sein Vater mit ihm zufrieden ist und er alle seine Arbeit gewissenhaft getan hat. Das Konzert begann, als Ruhe im Saale herrschte und niemand mehr flüsterte.
10. Zwischen abhängigen Nebensätzen, die durch "und" verbunden werden und deren einleitendes Bindewort wiederholt wird, stand früher ein Komma; heute läßt man es fehlen.
Die Wissenschaft hat erkannt, dass die Atomkraft ungeheuerlich ist und daß durch sie die ganze Menschheit vernichtet werden kann. 11. Werden gleichartige Satzteile durch "und" verbunden, so steht vor "und" kein Komma.
a)

b)

c)

d)

e) mehrere Satzgegenstände [Subjecte]: Der Meister, die Gesellen und die Arbeiter trafen pünktlich auf der Baustelle ein. mehrere Satzaussagen [Prädikate]: Die Kinder sangen, scherzten und spielten im Garten. mehrere Ergänzungen [Objekte]: Der Bote brachte Briefe, Zeitungen und Pakete. mehrere Beifügungen [Attribute]: Der starke und gewandte Boxer errang den Sieg. mehrere Umstandsbestimmungen [adverbiale Bestimmungen] gleicher Art: Sie schreibt langsam, sauber und schön. Am frühen Morgen und am späten Abend sah man ihn bei der Arbeit. Die Zugvögel fliegen über Meer, Gebirg und Tal.
12. Nach einem verkürzten Beifügesatz (Beisatz, Apposition) steht vor "und" ein Komma; wird das Komma nicht gesetzt, so hat der Satz einen anderen Sinn.
Hans ißt ein Butterbrot, eine Wurststulle von Fritz, und ein Brötchen. (Eine Person) (2 Teile): Hans ißt ein Butterbrot, eine Wurststulle von Fritz und ein Brötchen.(2 Personen) (3 Teile): Karl, mein Bruder, und ich gingen ins Freibad.(2 Personen) (2 Teile): Karl, mein Bruder und ich gingen ins Freibad. (3 Personen).
II. Das Komma in verkürzten Sätzen
a) Das Komma in Grundformsätzen 13. Ist der Infinitiv mit "zu" Beifügung [Attribute], so steht kein Komma.
Im Elternhaus erlernte Mozart die Kunst zu musizieren. (des Musizieren) 14. Im allgemeinen steht vor den erweiterten Grundformsätzen mit "zu" ein Komma. (Beachte aber Regel 16).
Wir hatten den Willen, dem Verunglückten zu helfen. Sie ist bereit, dem Bruder zu verzeihen.
15. Fehlt jegliche Erweiterung des Grundformsatzes, so steht kein Komma.
Wir hatten den Willen zu helfen.
16. Folgt der erweiterte oder einfache Grundformsatz auf ein Hilfszeitwort oder auf ein hilfszeitwörtlich gebrauchtes Tätigkeitswort (haben, hoffen, pflegen, glauben, vermögen, verstehen, wissen, gedenken, brauchen), so steht kein Komma, wenn das hilfszeitwörtlich gebrauchte Tätigkeitswort ohne nähere Bestimmung ist.
Die Mannschaft hoffte die Meisterschaft zu erringen. Er pflegt gegen jedermann höflich zu sein. Sie glaubt das Richtige zu tun. Du hast sehr viel nachzuholen. Er vermochte sich zu behaupten. Sie versteht gut zu antworten.
17. Wird in den unter #16. genannten Beispielen das hilfswörtlich gebrauchte Tätigkeitswort näher bestimmt, so muß ein Komma stehen.
Die Mannschaft hoffte bestimmt, die Meisterschaft zu erringen. Er pflegte immer, gegen jedermann höflich zu sein. Sie glaubte unerschütterlich, das Richtige zu tun. 18. Hat der Grundformsatz zwei oder noch mehr Grundformen, so steht ein Komma. Wir hatten den Willen, zu trösten und zu helfen. Sie ist bereit, zu kommen und zu verzeihen. 19. Wird auf den Grundformsatz durch Wörter, wie "das, daran, es, darauf, dazu" hingewiesen, so muss ein Komma gesetzt werden.
Sie vergaß es, zu antworten. Sie zweifelte daran, zu genesen. Er rechnete damit, zu unterliegen.
20. Wenn durch Wörter, wie "das, dazu, daran" und ähnlichen auf einen vorangegangenen Grundformsatz zurückgewiesen wird, muß ein Komma gesetzt werden.
Das Feuer zu löschen, das war nicht möglich. Dem Armen zu helfen, daran hätten wir denken sollen.
21. Stehen vor der Grundform Ausdrücke, wie "um zu, ohne zu, anstatt zu, als zu", so muß ein Komma gesetzt werden.
Wir gehen zur Schule, um zu lernen. (auch wenn das Wörtchen "um" fehlt, aber sinngemäß ergänzt werden kann: Er kam, zu helfen.) Der Brave gehorchte, ohne zu widersprechen. Er schrieb, anstatt zu telefonieren. Arbeiten ist besser, als zu verzweifeln.
22. Vertritt die Grundform mit "zu" den Satzgegenstand, so muß ein Komma gesetzt werden, wenn die Satzaussage vorangeht.
Die Aufgabe des Richters ist, zu versöhnen. Mein Wille ist, zu helfen.

Er schoß, ohne recht hinzusehen, und traf genau ins schwarze. 58. Ein Komma muß gesetzt werden, wenn eine Ellipse, d.h. eine Kurzform vorhanden ist.
Ohne Fleiß, kein Preis. Unwahrscheinlich, daß er noch lebt.
59. Der verkürzte Satz, der eine Umstandsbestimmung vertritt, wird durch Kommata getrennt.
Die Maschinen wurden, wie bekannt, sofort abmontiert.
60. Manche Umstandsbestimmungen haben ihre satzbildende Kraft verloren und werden nicht durch Kommata getrennt.
Wir urteilen wie folgt über diesen Fall. (d.h. folgendermaßen.) Erkläre mir bitte die Aufgabe so ausführlich wie möglich! (d.h. möglichst ausführlich.)
61. Haupt- und Nebensatz sind durch Komma zu trennen; dabei kann der Nebensatz Vorder-, Mittel- und Nachsatz sein. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, ... Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen?
62. Der verkürzte Beifügesatz (Apposition) wird durch ein Komma vom Hauptsatz getrennt.
Er brachte den Becher, den verlorenen, aus der Tiefe herauf. Beethoven, der große Tondichter, wurde in Bonn geboren.
63. Gleichrangige Nebensätze werden durch Kommata getrennt, wann sie nicht durch die Bindewörter "und" oder "oder" eingeleitet sind. Wir kommen wieder, wenn der Kuckuck ruft, wenn erwachen die Lieder. Er schreibt, daß es ihm nicht gut geht, daß er krank sei.
64. Werden gleichrangige Nebensätze ohne Wiederholung des eingeleiteten Bindewortes duch "und" oder "oder" angeschlossen, so steht kein Komma. (Vergl. #9.)
Er schreibt, daß die Entfernung zu groß sei und ein Auto ihm nicht zur Verfügung stehe.
65. Wird in gleichrangingen Nebensätzen das einleitende Bindewort nach "und" oder "oder" wiederholt, so setzte man früher ein Komma, heute bürgert sich mehr und mehr der Brauch ein, es nicht zu setzen. (Vergl. #10.) Er schreibt, daß er krank sei und daß er keinen Besuch empfangen dürfe. Es muß doch möglich sein, daß die Völker sich verständigen und daß der Friede erhalten bleibt. Der Mensch kann zufrieden sein, wenn jemand gesund ist und wenn er in Ruhe seiner Arbeit nachgehen kann.
66. Nebensätze, die einander untergeordent sind, werden durch ein Komma getrennt. Die Massen jubelten, als sie sahen, daß ihre Ländermannschaft den Sieg errang.
c) Sätze der Vergleichung
67. Zwischen vollständigen Vergleichungssätzen steht ein Komma.
Er ist härter bestraft worden, als er es verdient hat. 68. Werden nur Satzteile untereinander verglichen, so steht kein Komma.
Heinz schwimmt schneller als Karl. Dies Buch ist genau so gut und so teuer wie jenes.
VI. Weitere Kommaregeln 69. Werden einem Eigenname der Vorname, der ......... Die Geißlein antworteten: "Unsere Mutter ist etc..... komma regeln?

Was ist mit einer Quellenangabe?

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@passtscho

Ich meinte den link zu der Seite, wo du deinen Text abkopiert hast.

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Immer: Zwischen Hauptsätzen, die nicht durch und (oder usw.) verbunden sind. Immer zwischen Haupt - und Nebensatz. Zwischen Nebensätzen, die nicht durch und verbunden sind. Bei Aufzählungen, die nicht durch und, oder, weder-noch usw. verbunden sind. Aber das reicht jetzt, man kann nicht den ganze Regelsalat auftischen. Du solltest dir einen Duden schenken lassen und darin arbeiten,wenn dir die Sache ernst ist.

http://www.vnr.de/b2b/kommunikation/korrespondenz/kommasetzung-wo-muss-wo-kann-ein-komma-stehen.html

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