Wo sind die ganzen Spanier in Deutschland hin?

7 Antworten

Die Spanier sind ein gutes Beispiel für gelungene migration. wie vielen Spanier die immer noch in Deutschland leben, sind in puncto Berufsabschluss Einkommen Familiengröße Kriminalität absolut deckungsgleich mit der mehr Gesamtheit der hier lebenden. Warum? Bei den Spanien klar war dass sie nicht einfach zurückgehen wollen, haben sie dafür gesorgt dass ihre Kinder hier guten Deutschunterricht bekommen und gleichzeitig guten muttersprachlichen Fachunterricht. Dadurch gibt es keine Bildungslücken wie bei anderen Migrantengruppen.

viele andere Gruppen fühlten sich hier nicht willkommen, und hatten die Städte Sehnsucht wieder zurückzugehen nach Palermo oder Konya.

Ich beobachte bei den hier angekommenen Syrern und den kurdisch alevitischen Türken eine ähnliche Entwicklung.

Sie blieben keine Spanier, sondern wurden Deutsche. Für gewöhnlich ist die Integration in Gastland und -volk auch der Grund für eine Einwanderung.

Die Türken wandern noch immer und sind zwangsläufig ständig medienpräsent, die Griechen waren letzteres bis vor kurzem auch, weswegen deren Anwesenheit generell mehr auffallen dürfte als die der eher „leisen“ Spanischstämmigen.

Da half bei den Südländischen Gastarbeitern [ I , P, E ] der katholische Glaube zur Integration in Süddeutschland . Und viele haben das gemacht was Sinn der Gastarbeit eigentlich war : Im fremden Land Vermögen aufbauen um daheim ein Heim zu errichten - und damit Platz für die Nachbarn machen , damit die auch die Chance haben .

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Nein, die Spanier gingen mit Francos Tod fast vollständig wieder nach Spanien zurück. Spanier gingen damals ins Ausland, weil in Spanien eine Diktatur herrschte.

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1975 starb Diktator Franco. Die Spanier gingen dann zum überwiegenden Großteil wieder nach Spanien zurück. Ich hatte damals in der Grundschule auch einen spanischen Mitschüler, der dann eines Tages um 1975 wieder mit seiner Familie zurück ging. Ein sehr angenehmer Mensch, war mir noch in Erinnerung. Nette Leute.

In der Wirtschaftskrise 2008 gingen auch relativ viele Spanier nach Deutschland. 50% von ihnen war aber nach spätestens einem Jahr wieder zuhause, der Großteil vom Rest ging dann zurück, als die Krise vorbei war.

Spanier sind sehr heimat- und familienverbunden. Es gibt auch mehr Deutsche Auswanderer/Residenten in Spanien als umgekehrt.

Die Haupt-Auswanderländer der Spanier liegen aber in Lateinamerika und umgekehrt (derzeit Venezolaner und Kolumbianer, vorher Argentinier, Chilenen werden wohl folgen).

Dass das mit der Diktatur zu tun hatte, wusste ich aber bis vor einigen Jahren nicht. War ja selbst noch ein Kind. Das Jahr (anhand der Klasse bzw. des Schuljahres zurückverfolgt) war im Nachhinein aber doch auffällig und in der Tat sah ich danach kaum noch Spanier in Deutschland, sieht man von Studenten ab.

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Die Frau meines Bruders ist Spanierin.

Hat aber seinen Namen angenommen und auch kein Restaurant aufgemacht, sondern arbeitet in einem Reisebüro.

Bis auf einen leichten Akzent würde sie locker als Deutsche durchgehen.

Meine Theorie:

Die meisten Spanier haben sich einfach andere Berufe gesucht, wo sie nicht so sichtbar sind. Sie sind selten in die Gastronomie gegangen, was bei Türken & Griechen anders ist.

Spanier sind zudem ein sehr heterogenes und multinationales Volk. Es gibt nicht "die Spanier" sondern Basken, Katalanen, Adalusier, Asturianus, Galizier etc.

Das gleiche gilt für die Küche.

Ist übrigens ähnlich wie in Deutschland. Siehst du im Ausland viele deutsche Restaurants (was ist überhaupt "deutsche Küche")?

So ähnlich ist es mit den Spaniern in Deutschland.

Viele werden wieder nach Spanien, das mittlerweile eine Demokratie ist - was es 1970 noch nicht war - zurückgegangen sein.

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