wo reiche ich klage wegen schulden ein?

4 Antworten

Du kannst einen Antrag auf Mahnbescheid stellen, wenn sie keinen Widerspruch einlegt, Antrag auf Vollstreckungsbescheid, wenn du den hast, hast du einen vollstreckbaren Titel, und du kannst den Gerichtsvollzieher losschicken. Sonst kannst du auch einen Titel bekommmen über einen Urkundenprozess. Geh einfach zum Amtsgericht und frag nach, ich glaub, da braucht man keinen Rechtsanwalt. Das Problem ist aber dann, das Geld auch zu bekommen - d.h., gibt es evtl. was zu pfänden (Kontoguthaben, Arbeitseinkommen). Zahlen muss die Gerichtskosten der Schuldner. Ich würde es erst noch mal auf dem persönlichen Weg versuchen. Fest, freundlich und bestimmt auf Rückzahlung der Schulden bestehen. Das ist sicherlich der bessere Weg.

Du verklagst nicht. Der normale weg zur Schuldeneintreibung ist, dass du erstmal einen Mahnbescheid bei Gericht einreichst. Die Gerichtskosten hast du erstmal selbst zu tragen, kannst du später aber dem Schulder in Rechnung stellen. Beim Mahnbescheid kann sie Widerspruch einlegen. Tut sie das nicht, kannst du einen Vollstreckungsbescheid einreichen. Reagiert sie wiederum nicht, hast du einen vollstreckbaren Titel, mit dem du einen Gerichtsvollzieher beauftragen kannst, oder auch einen Pfändungs-Überweisungsbeschluss erwirken. Der Titel gilt 30 Jahre. So lange kannst du aus ihm vollstrecken lassen. Zur Gerichtsverhandlung kommt es nur, wenn sie Widerspruch einlegt.

Allerdings solltest du dich fragen, ob sich das wirklich lohnt und ob es nicht noch einen anderen Weg gibt. Vielleicht erstmal mit einem Anwalt drohen. Frage, ob sie nicht in Raten abzahlen kann. Denn wie gesagt, es kommen viele zusätzliche Kosten auf dich zu, die du erstmal vorstrecken musst und dann ist nicht mal sicher, ob von dir was zu holen ist.

Zunächst einmal solltest Du die Ratenvereinbarung kündige und das Darlehen zu einem bestimmten Termin fällig stellen.

wo kann ich klage einreichen

geh zum nächsten Schreibwarenhandel und hol Dir ein Formular für einen Mahnbescheidsantrag, den schickst Du an das zuständige Mahngericht.

und wer bezahlt die gerichtskosten????

nach ca. 1-2 Wochen wirst Du von der Landesoberkasse aufgefordert, die Gerichtskosten zu überweisen. (Keine Angst, die halten sich beim einem MB in Grenzen).

Die Gerichtskosten werden aber gleich auf dem Mahnbescheid der Schuldnerin weitergegeben, auch kannst Du Deine Mahnkosten und sonstige Auslagen dort gleich geltend machen. Auch kannst Du Verzugszinsen geltend machen.

Legt die Schuldnerin keinen Widerspruch ein, kannst Du nach Ablauf einer 2 wöchigen Frist (das Gericht teilt Dir schriftlich mit ab wann) einen Vollstreckungsbescheid beantragen und Du kannst dann einen Gerichtsvollzieher mit der Pfändung beauftragen.

Legt die Schuldnerin Widerspruch ein, muß Dein Anspruch innerhalb von 6 Mon. begründet werden. Auch mußt Du dann eine höhere Gerichtskostengebühr vorlegen. Es ist dann zu überlegen, ob Du dann auch einen Anwalt beauftragst.

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