Wo muss ich hingehen zum Erbe ablehnen?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Für die Ausschlagung des Erbes hast du 6 Wochen nach Kenntnis des Erbfalls Frist.

Die kann man kostengünstig beim Nachlassgericht am Amtsgericht, das für den Sterebort deines Vaters zuständig wäre, persönlich erklären oder kostenpflichtig bei jedem Notar.

Falls du selbst ebenso mittellos bist, kannst du beim Sozialamt Begräbniskostenübernmahme beantragen, andernfalls haftest du (ggf. anteilig) für die Bestattung.

G imager761

Warte erst mal bis es soweit ist Schulden kann man nicht erben nur Restbelastungen von Wertsachen (Haus,Auto,Grundstück) ein Notar oder Rechtsanwalt kann dich da beraten. Für die Bestattung kommen immer die Kinder auf auch wenn sie das Erbe ablehnen.

Ronox 03.12.2013, 23:13

Verbindlichkeiten kann man sehr wohl erben. Im Übrigen kommen in erster Linie die Erben (das sind nicht immer die Kinder) für die Beerdigungskosten auf.

0

google......Will der Erbe die Erbschaft nicht, muss er sie innerhalb einer Frist von 6 Wochen ausschlagen. Die 6-wöchige Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, indem der Erbe vom Anfall und dem Grunde der Berufung Kenntnis erlangt hat. Das in aller Regel immer der Zeitpunkt, ab dem der Erbe weiß, dass er Erbe geworden ist.

Ab diesem Zeitpunkt hat man nun 6 Wochen Zeit, herauszufinden, ob sich die Annahme der Erbschaft lohnt oder ob man sich nicht eine Zeitbombe an Land zieht, die einen mehr Ärger kostet als Vorteile bringt. Denn der im

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/erbrecht/ausschlagen.htm#ixzz2mPcbRTUj..usw

Sobald Du das Angebot kriegts lehnst Du ab. Begräbniskosten könntest Du trotzdem zahlen müssen.

dafee01 03.12.2013, 12:57

Ja, das wird er müssen. Gab es erst kürzlich ein Gerichtsurteil dazu.

0
dafee01 03.12.2013, 13:23
@BigDick007

Dann wird ein Titel erwirkt, aus dem man dann 30 Jahre lang vollstrecken kann.

0

Du erhältst eine Benachrichtigung vom Nachlassgericht und hast dann 6 Wochen Zeit, das Erbe auszuschlagen.

Ronox 03.12.2013, 23:14

Die Ausschlagung erfolgt beim Nachlassgericht, das für die Abwicklung der Nachlasssache zuständig ist oder beim Nachlassgericht deines Wohnsitzes.

0
imager761 04.12.2013, 07:56
@Ronox

Unausrottbarer Mythos. Vielmehr fällt n. § 1922 I BGB automatisch Erbschaft an, ohne das es dieser Mitteilung bedurfte :-O

0
Ronox 04.12.2013, 18:06
@imager761

Ich denke, es ist allen hier klar, dass die Erbschaft mit keinem Schreiben des Nachlassgerichts anfällt. Jedoch beginnt die Ausschlagungsfrist in den meisten Fällen mit dem Zugang dieses Schreibens. Und nichts anderes habe ich geschrieben.

1

Hallo hier ist alles erklärt,

Erbschaftsausschlagung

Der Erbe hat die Möglichkeit, das Erbe innerhalb der gesetzlichen Frist von sechs Wochen nach Kenntnis des Erbfalls auszuschlagen (§ 1944 BGB). Versäumt der Erbe diese Frist, gilt das Erbe als angenommen. Hatte der Erblasser seinen Wohnsitz im Ausland oder hielt sich der Erbe zum Zeitpunkt des Erbfalls im Ausland auf, beträgt die Ausschlagungsfrist sechs Monate.

Die Erbausschlagung muss öffentlich beglaubigt werden. Sie kann entweder unmittelbar gegenüber dem Nachlassgericht oder in einem Notariat erteilt werden, das dann die Ausschlagungserklärung unverzüglich an das Nachlassgericht weiterzuleiten hat. Wirksam wird die Ausschlagung erst mit Eingang beim zuständigen Nachlassgericht; dieser Zeitpunkt ist auch für die Wahrung der Ausschlagungsfrist maßgeblich.

Es entstehen Kosten aus dem anteiligen Wert des reinen Nachlasses gem. § 112 Abs. 1 S. 2, Abs. 2 KostO in Höhe von 1/4 gemäß § 32, § 38 Abs. 3, § 145 Abs. 1 KostO. Wird die Ausschlagungserklärung bei einem Notar abgegeben, fällt zusätzlich die gesetzliche Umsatzsteuer an.

Das Ausschlagungsrecht entfällt nach Annahme der Erbschaft. Diese kann durch schlüssiges (konkludentes) Handeln oder Beantragung eines Erbscheins erfolgen.

Bei irrtümlicher Annahme, Ausschlagung oder Säumnis der sechswöchigen Frist (=Annahme) verbleibt dem Erben unter Umständen die Möglichkeit der Anfechtung des Erbanfalls (in der Praxis wichtigster Fall ist die Verkennung der Überschuldung des Nachlasses), § 1954 BGB.

Bei dem für den Wohnsitz des Erblassers zuständingen Amtsgericht (Nachlassgericht).

imager761 04.12.2013, 07:57

(Nicht nur bei einem Obdachlosen) gilt der Sterbeort.

0
Ronox 04.12.2013, 18:10
@imager761

Seltsam, dass das FamFG im § 343 I 1. HS. etwas anderes regelt. Oder glaubst du, wenn ich, mit dem Wohnsitz in Karlsruhe, mit dem Flugzeug im Himalaya abstürze, ist das Nachlassgericht in Nepal zuständig?

0

Du musst beim Nachlassgericht eine Aufstellung über die Erbmasse beantragen und anschließend dort das Erbe ausschlagen.

Soweit ich weiß, hast du ab Kenntnis des Erbfalls 6 Wochen Zeit, das Erbe abzulehnen. Dies machst du beim Nachlassgericht.

Kniffski 03.12.2013, 12:58

Genau. Warte erstmal die entsprechende Benachrichtigung ab. Am Ende gewinnt er noch vorher im Lotto.

0

Was möchtest Du wissen?