Wo liegt der Unterschied, Pädophil?

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10 Antworten

Tiere leiden nicht darunter, dass sie kastriert sind, eben weil sie sich keine Gedanken darüber machen können. Wenn sie kastriert sind, dann ist meistens Ruhe - manchmal aber auch nicht, dann klappt es eben ab und zu noch. 

Bei Menschen kommt hinzu, dass die Vorstellungen, Wünsche und Erinnerungen, die jemand hat, durch eine Kastration nicht einfach verschwinden. Pädophilie ist nicht nur an den Sexualtrieb gekoppelt, deshalb hat eine Kastration (auch chemische) oftmals nicht den gewünschten Erfolg.

Abgesehen davon werden nur 40% der sexuell motivierten Straftaten an Kindern von Pädophilen verübt. Die größere Anzahl fällt also in den Bereich "normaler" Leute, bzw. anderweitig gestörter Personen.

Menschen darf man tatsächlich auch kastrieren, allerdings nur mit ihrer ausdrücklichen Einwilligung. Für eine "echte" Kastration muss man mindestens 25 Jahre alt sein. Das ist alles gesetzlich geregelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_über_die_freiwillige_Kastration_und_andere_Behandlungsmethoden

Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

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Üblicherweise werden männliche Tiere, die nicht zur Fortpflanzung gebraucht werden, bereits im Jugendalter kastriert. Das dient in erster Linie dem sicheren Unterbinden der Fortpflanzung. In der menschlichen Gesellschaft würde sich so etwas heute nicht mehr durchsetzen, da die ungehemmte Fortpflanzung als Menschenrecht betrachtet wird.

Kastration ist bei einer gestörten Sexualität keine sehr geeignete Therapiemöglichkeit. Auch Tiere, die erwachsen kastriert wurden, behalten nämlich noch ihr sexuelles Interesse. Sie sind auch keineswegs weniger aggressiv nach der Kastration. Will man ein sexuell weitgehend neutrales Tier, muss man es vor der Geschlechtsreife kastrieren lassen.

Hallo M.,

wir haben einen kastrierten Kater. Ich denke wir hätten keine Chance gehabt ihn mit Psychotherapie dazu zu bringen nicht zu markieren, nicht zu kämpfen, nicht kilometerweit davon zu laufen, sich in Gefahr zu begeben und keine fremden Katzen zu schwängern ;)

Als einzige Alternative hätten wir ihn ständig einsperren müssen.

Ich bin sicher, dass er als kastrierter Kater ein ziemlich glückliches Katzenleben führt. Er liebt seinen Freigang, kann nicht ohne und seitdem die Revierkämpfe ausgetragen sind kommt er nicht mehr blutig nach Hause.

Er hat auch durch die Kastration keine wahrnehmbaren negativen Folgen erlitten, hat sogar noch einen Sexualtrieb, den er mit Decken und Kissen auslebt ;)

Bei einem Menschen hat man zuindest die Chance, dass eine Psychotherapie oder medikamentöse Behandlung zum Erfolg führt. Und beim Menschen hat die Kastration Risiken und hohe Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen (kann man googeln).

Wenn unser Kater selbst entscheiden hätte müssen, dann wäre die Entscheidung vielleicht auch nicht so leicht gefallen ;)

LG Hourriyah

Menschen sind nicht wie andere Tiere. Wir können uns besser unserer Instinkte erwehren als alle anderen Tiere und wenn bei uns Verhaltensauffälligkeiten bestehen, dann kann man die häufig durch Therapien und Medikamente beheben.

Der Unterschied liegt wohl primär an den Menschenrechten. 

Die Chemische Kastration wird bei Sexualstraftäter sehr wohl eingesetzt, soweit ich weis, jedoch nur mit Einwilligung, eben wegen den Menschenrechten.

Nicht jedes Tier verhält sich gleich nach einer Kastration. Aus diesem Grund ist die Praktik beim Menschen wohl auch umstritten. 
Bei den Tieren dient die Kastration auch der Verhinderung der Überpopulation.

Vielen Dank für deine Auskunft! Mich wundert es nur, da viele Medien solche Täter ja auch bewusst entmenschlichen, es ist von Monstern die Rede. Ich finde es spannend, dass solche praktiken trotzdem nicht gefordert werden!

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Hierzu würde ich sagen, der Glaube pädophil zu sein liegt am visuellen Empfinden für Reinheit und Schönheit von vorpubertären Kindern, das kann gewisse Reize auslösen, muß aber nicht zu abartigen Handlungen führen, denn dazu hat ein normal entwickeltes Gehirn auch was zu sagen.

Dazu käme die Frage, ist man schon pädophil veranlagt, wenn man sich viel mit Kindern abgibt, weil man ihre unverstellte Erscheinungsart und ihre kindliche Unbefangenheit liebt ? Das wird oft völlig mißverstanden !


Ich denke ein Pädophil ist nicht unbedingt Sexgeil, sondern eher psychisch Krank. Da muss eine Störung sein sonst kann man sowas nicht tun. Eine Kastration wird denke ich nur beschränkt helfen. Eine lebenslange Strafe oder die Anweisung in einem Irrenanstalt ist die Lösung. 

Vielen Dank für deine Antwort! Das sehe ich auch so, dass es sich um eine psychische Krankheit handelt. Vielleicht könnte die Kastration eine Psychotherapie unterstützen, da diese den Trieb hemmen würde. Die Idee ist, soweit ich nun in erfahrung gebracht habe, dies als Ergänzung einzusetzen. In Deutschland wird dies auch praktiziert, im Einverständnis des Täters.

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Du schreibst, es handelt sich um eine Krakheit – da stimme ich Dir zu. Und dann weiter: die Lösung sei eine lebenslange Strafe??? 

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@botanicus

na klar, eine solche psychische Krankheit hat starke Nachfolgen wie man sieht, Kinder haben eine lebenslängliche Trauma dadurch. Sowas gehört eingesperrt. 

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ganz genau

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weil wir dem Menschen immernoch einen höhren Stellenwert geben als einem Tier

Und was ist deine persöhnliche Meinung? Es gibt ja viele die sagen dass ein solcher Täter kein Mensch sei...

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@MartinaSwH

Solche Menschen sind behindert. Natürlich bleibt er Mensch, als wenn es so einfach wäre. Außerdem bedeutet pädophil zu sein nicht gleich, dass man Straftäter ist.

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vielen Dank dass du hier mal erwähnst, dass nicht jeder Pädophile ein Straftäter ist. Kein Wunder, dass sich keiner behandeln lässt, wenn alle gleich Kinder****** schreien, ohne dass der Betroffene jemals physisch wurde. Da würde ich mich auch lieber verstecken. Dass dann der Drang irgendwann überwiegt ist dann auch nurnoch das Resultat aus der Ausgrenzung aus der Gesellschaft.

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Tiere werden auch geschlachtet um sie zu essen, Menschen nicht.

Naja, Kater, Hunde oder viele Pferde werden nicht gegessen...

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@MartinaSwH

In Indien auch keine Kühe, aber was trägt das zur Antwort bei? 

Wäre dir "Viele Tiere werden geschlachtet um sie zu essen, Menschen generell nicht" lieber? 

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@Deamonia

Nein wäre mir nicht lieber, weil es immernoch keine Antwort auf meine frage wegen der Kastration wäre!

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@MartinaSwH

Die Frage wurde doch hier bereits hinreichend beantwortet, ich fasse es dir mal zusammen: 

Eine Kastration nach einsetzen der Geschlechtsreife bringt nichts, außer Unfruchtbarkeit. (und nur weil man sein Ding nirgendwo mehr reinstecken kann, bedeutet das noch lange nicht, das man niemanden mehr missbrauchen kann.)

Es ist nicht mit den Menschenrechten vereinbar so etwas zwangsweise durchzuführen. 

Man kann Tiere und Menschen nicht vergleichen. Ein leidendes Tier darf z.B. eingeschläfert werden, während aktive Sterbehilfe beim Menschen in Deutschland verboten ist. Ein Tier kannst du besitzen, einen Menschen nicht.

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weil menschen grundsätzlich anders behandelt werden als tiere

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