Wo kommen die portugiesischen Namen her?

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3 Antworten

Der Sklavenhandel in und aus Moçambique war deutlich geringer als im westlichen Afrika (Westküste, etwa Cabo Verde/Senegal bis maximal südlich nach Angola). Weil der Seeweg auf den Schiffen für die Sklavenhändler nicht so weit war. Die Übersetzung rainha (Königin) ist richtig, die männliche Entsprechung ist rei (König). Über die Jahrhunderte sind in Moçambique Mischlinge entstanden und da hat man sich gerne an die portugiesische Kultur orientiert. Ein portugiesischer Familienname galt und gilt dort bis heute als höherwertiger als einer in Ronga, Shangaan, Xitsonga,
Macua …

Daß dein Vater abgehauen ist finde ich sehr schade. Wenn du ihn wiedersehen willst könntest Du dich an die mosambikanische Botschaft wenden:

http://www.embassy-of-mozambique.de/index.php/contact-us

Übrigens:
Tenho amigos em Maputo : - )

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Kommentar von Gernotshagen96
11.05.2016, 23:04

danke schön für die antwort:)
jaa, naja, also ich kenn ihn nicht wirklich, das Letzte mal mit 3 jahren oder so gesehen. Und das ist jaa interessant mit den Familiennamen, das wusste ich noch garnicht, hätte ich nicht gedacht, danke schön:)
Dann geh ich mal davon aus, dass da noch was portugiesisches mit drin steckt, noch was mehr, toll:D^^
ohh okke, danke für die info:)
MfG:)

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Ja, dort gab es auch Sklavenhandel. Genauso ist wahr, dass
die Portugiesen dort Sklavenhandel vorfanden.

Vom 1. Imperator von Gaza (Gaza in Moçambique), sind
Aufzeichnungen bekannt. Ein Auszug: "Wer seinesgleichen verkauft, soll mit
Gerechtigkeit verfolgt werden ..."

Das zeigt, dass der Sklavenhandel dort, bereits vor den Portugiesen, nicht überall als normal gesehen wurde.

Die Aufzeichnungen des Vizegrafen von Arriaga belegen, dass
es Jahre gab, an denen 40 Schiffe unterschiedlicher Nationalitäten vor Quelimane anlegten, um Sklaven nach Amerika (Kontinent) zu transportieren.

Der Name Moçambique wurde von den Portugiesen zu Ehren des
Stammesoberhauptes Mussa pin iMpike erschafft; ein Sultan und Sklavenhändler in Muhipiti.

Gründe für die Vergabe von portugiesische Namen waren:
Hindernis der Sprache und die Taufe. Es dürften nur Namen verwendet werden, die der Kirche bekannt waren - auch in Portugal. In der Regel, aus dem Heiligenlexikon. Folgegenerationen behielten die Namen bei oder gaben neue, aber an die jeweilige Verwaltung orientiert. Später erfolgten auch
Kompositionen (wie im Falle Moçambique).

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Das wird so ähnlich gewesen sein, wie in den USA. Da bekamen ja die Sklaven immer den Nachnamen dessen, dem sie gehört hatten. Das werden die Portugiesen dort auch nicht anders gemacht haben.

Boa noite!


PS: In dem Buch "Roots" von Alex Haley wird das ganz genau beschrieben. Wurde ein Sklave dann weiterverkauft, bekam er wieder den Nachnamen des neuen Besitzers.

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