Wo kann man später überall arbeiten, wenn man Psychologie studiert hat?

2 Antworten

fast überall. Die meisten größeren Unternehmen stellen Psychologen entweder in der Personalabteilung oder im Marketing ein. Fast jede Behörde braucht nen Psychologen an der selben Stelle oder für interne Unterstützung. Du kannst natürlich Therapeutin werden mit Zusatzausbildung, oder einfach so in einer sozialen Einrichtung arbeiten, ob das eine Beratungsstelle, ein Altersheim oder auch eine psychiatrische Klinik ist. Oder du gehst in die Forschung, selbstständig oder angestellt an einer Uni. Mit Psychologie ist es wie mit Jura: Es steht dir so ziemlich alles offen - weil du überall gebraucht wirst. Was dann konkret daraus wird hängt von deinen Interessen und Spezialisierungen im Studium ab und den Praktika, die du nebenher machst.

Berufsmöglichkeiten (Quelle: Berufsberatung.ch)
Arbeits- und Organisationspsychologie
Organisationsberatung, Personalauslese und -beratung in der Privatwirtschaft, der Verwaltung und bei Verbänden.
Berufs- und Laufbahnberatung
Beratung von Jugendlichen und Erwachsenen zu Berufs-, Studienwahl- und Laufbahnfragen in öffentlichen oder privaten Institutionen (Berufs-, Studien- und Laufbahnberatungsstellen, IV-Berufsberatung).
Kinder- und Jugendpsychologie
Beratung von Eltern, Kindern und Jugendlichen, Behörden in schulpsychologischen Diensten und Beratungsstellen (z.B. Erziehungsberatung, Suchtberatung). In Heimen Betreuung und Therapie von Kindern und Jugendlichen, Supervision und Ausbildung der Mitarbeitenden, Leitung von Heimen.
Klinische Psychologie
Erkennen, Behandeln und Vorbeugen psychischer Störungen in psychiatrischen Kliniken und anderen medizinischen Institutionen, öffentlichen und privaten Beratungsstellen, eigenen Praxen.
Klinische Neuropsychologie
Diagnostik und Therapie organisch bedingter Störungen in Spitälern und Spezialkliniken.
Rechtspsychologie
Polizei (Ausbildung, Kriminologie), Gerichtswesen (Straftäterbeurteilung, Gutachten Erstellung), Massnahmenvollzug.
Berufsmöglichkeiten für alle Spezialisierungen
Forschung an Universitäten und Fachhochschulen. Angewandte Forschung im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Privatwirtschaft und Verwaltung. Erstellen von Studien und Expertisen im Auftragsverhältnis.
Ausbildung und Unterricht an Mittelschulen (mit Zusatzdiplom für das Höhere Lehramt), an Fachhochschulen, Höheren Fachschulen und in der Erwachsenenbildung. Auch die Bereiche PR, Marketing und Meinungsforschung bieten Möglichkeiten für Psychologieabsolventen und -absolventinnen. In der Verwaltung, bei Verbänden und in der Privatwirtschaft sind Anstellungen in Tätigkeitsbereichen wie Personalwesen, Personalentwicklung, Weiterbildung, Diagnostik, Organisationsentwicklung und Unternehmensberatung möglich.
Zusatzqualifikationen nach dem Studium:
Mit dem Abschluss des Studiums ist das Berufsziel meist noch nicht erreicht. In Nachdiplomstudien erwerben sich die Hochschulabsolventen berufsbegleitend Fachtitel, z.B. in Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychologie, Klinischer Neuropsychologie, Berufs- und Laufbahnberatung oder Verkehrspsychologie. Diese Fachtitel sind den ärztlichen Spezialtiteln vergleichbar. Teilzeitarbeit und Kombinationen von selbstständiger und angestellter Tätigkeit sind häufig. Die Zusatzausbildungen sind berufsqualifizierend. Häufig werden für Anstellungen entsprechende Weiterbildungen verlangt. Spezialisierungen für bestimmte Gebiete wie z.B. Opferhilfe, Supervision und Coaching (Begleitung im beruflichen Kontext), Mediation (Vermittlung in Konfliktsituationen, z.B. Scheidung) und Organisationsentwicklung sind möglich.

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