Wo kann man heute noch Artefakte finden?

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5 Antworten

So ganz habe ich deine Frage nicht verstanden. Was verstehst du unter "finden" ?! "Dinge" ohne lange Sucherei - sprich: graben - im wahren Wortsinn ent-decken ?!

Da kenne ich nur einige Bereiche entlang des Hadrian Wall, UK, entlang des Limes sowie im Teutoburger Wald, wo man hin und wieder Relikte einstiger römischer Legionen findet - in Form von Münzen, Mini-Schmuck etc.. Die wiederum findet man aber nicht zufällig, sondern man muss schon mit den Augen konzentriert den Boden fixieren und mit einem unverdächtigen Spazierstock im Boden rumstochern (was natürlich auch noch keine Gewähr fürs Finden ist).

Bei "Streifzügen" über den Hissarlik-Hügel (Ilion / Troja / Truva, wo ich - connections rule the world ! - in den 80ern zwei Wochen bei Ausgrabungen zusehen durfte) -  und in der damaligen Einsamkeit von Catal Hyükük, Zentral-Anatolien (seit Jaaaahren wird endlich weiter gegraben), wurde ich fündig - mehr sage ich hier im Internet nicht.....

In Ephesos, wo das ÖAI seit über hundert Jahren buddelt und die berühmte Bibliothek ausgrub, sollen heute noch 70 % "der Antike" unter der Erde liegen, im Land der Maya, Meso-Anmerika, gar 80 % noch u.a. von den Dschungeln verborgen sein, glaubt man Archäologie-Experten wie Schele, Freidel, Drew... 

(Weltweit mangelt es der Archäologie an finanzieller Unterstützung; die Entdeckung der Menschheits-Historie scheint vielen Ländern nicht lohnenswert zu sein  - (((  - ein Faktum, das ich als Kind schon nicht verstand !!)

pk

PS: Weiterhin fürchte ich, an deiner Frage vorbei geantwortet zu haben...

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Kommentar von PeterParker33
19.06.2017, 13:34

ne hast du nicht, genau getroffen :)

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Bodenfunde gibt es allerorten, ob nun später überbaut oder nicht.

Der Knackpunkt ist, dass diese in Bodendenkmälern liegen. Selbst wenn der Bereich nicht als solcher ausgewiesen ist, ist der Bodeneingriff mit dem Zweck der Suche nach Bodenfunden strafbar.

Oberflächliche Lesefunde darfst du einsammeln, sie sind allerdings meldepflichtig.

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Kommentar von koten
19.06.2017, 01:11

Der Knackpunkt ist, dass diese in Bodendenkmälern liegen.

Da gibt es keinen Automatismus. Bodendenkmäler müssen ausgewiesen werden, Lesefunde sind überall möglich.

Jeder Lesefund sollte dem Denkmalamt gemeldet werden. Ob man dazu verpflichtet ist oder auch nicht, Nicht melden ist für mich der erste Schritt zur Raubgräberei.

Die Archäologen sind auf das Wissen über Lesefunde angewiesen! Auch wenn es sich auf die 5.000ste Scherbe aus der Zeit der Merowinger handelt!

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Zu dem was PeterParkee33 geschrieben hat,   ... wo mein Blick hinfällt mit einer kleinen Handschaufel ein bisschen Erde aufwerfen...

Allein das erfüllt schon Straftatbestand der Raubgräberei.

Kein "normaler Spaziergänger" läuft auf einem Acker rum.   Kein "normaler Spaziergänger" trägt eine kleine Handschaufel mit sich. Und "rein zufällig" entsteht auf dem Acker ein kleines Loch.

Ich gehe nun mittlerweile seit ca. 35 Jahren mit der Sonde los. Die ältesten Funde, die ich gemacht habe bei und im Ort sind 3000 Jahre alt.   Habe auch in den 35 Jahren einige Archäologen kennen gelernt, und bei mehreren Archäologischen Ausgrabungen mitgemacht. In dieser Zeit habe ich auch sehr viel über dieses Thema gelernt.

Ihr stellt euch das immer so locker und einfach vor, mal so eben übern Acker zu latschen, und Sachen ein zu sammeln.  Nur weil ihr vielleicht mal auf YouTube Filmchen gesehen habt.

Es gehört viel mehr dazu, was PeterParker33 und sehr viele andere nicht haben.

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Grundsätzlich kannst Du überall Artefakte finden, egal ob ´in modernen Zeiten nicht betreten´ oder eben doch.

An welche Art Artefakte denkst Du denn? Und was würdest Du im Falle eines Fundes denn damit machen?

Mache Dich bitte einmal mit dem Denkmalschutzgesetz Deines Bundeslandes vertraut > http://www.landesarchaeologen.de/denkmalschutzgesetze/

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Kommentar von PeterParker33
18.06.2017, 17:20

Münzen, Waffen, einen Schatz :) What ever. Und ich weiß, dass man Funde abgeben muss, aber es wäre trotzdem interessant mal was zu finden.

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Um was zu finden, heißt danach zu suchen, mit einer Sonde?    Demnach brauchst du erst mal ne Suchgenehmigung. Zu beantragen bei der zuständige Unteren Denkmalschutzbehörde.

Die schicken dich zu einem zwei tägigem Crashkurs, der an einem Wochenende stattfindet., im zuständigem Landesamt für Denkmalpflege.

Mit dieser Teilnahmebestätigung gehst du dann wieder zur Unteren Denkmalschutzbehörde, und stellst einen Suchgenehmigungsantrag.

Erst danach kannst du dich auf die Suche nach "Artefakte" machen.  Alles andere, ist verboten, und wird als Raubgräberei behandelt.

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Kommentar von PeterParker33
18.06.2017, 18:28

Nein, ohne Suchgerät, einfach nur einen Spaziergang machen und an Stellen wo mein Blick hinfällt mit einer kleinen Handschaufel ein bisschen Erde aufwerfen. Rein zufällig, auch wenn man so allerhöchstwahrscheinlich nichts findet.

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