Wo kann man alte Eisenbahnräder bekommen?

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Dann eben über diesen Weg. Folgendes:

Die DB Netz AG wird ein solches Gefährt auch bei einem Bestatter mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit NICHT zulassen. Dazu kommen folgende Punkte:

  • der Wagen hätte ein extremes Gewicht, wäre also nicht ohne LKW oder zumindest Anhänger transportierbar
  • vor jeder Bergung müsste der Wagen eingegleist werden, das schaffen selbst 2 Personen bei diesem Gewicht nicht.

Allerdings gibt es die Möglichkeit, sich einen kleinen Transportwagen zu kaufen. Die Firma "CEMAFER" stellt u.a. welche her:

http://cemafer.com/de/produkte/gleisfahrbare-transportmittel.html

Insbesondere die oberen beiden könnten hier sehr vorteilhaft sein. Was den Preis betrifft, steht dort allerdings nichts. Ich weiß nur, dass das keine Massenproduktion ist.

Danke! Der zweite ist genau was wir bräuchten. Da könnten wir ohne große Umstände mit arbeiten. Werde mal Kontakt mit der Firma aufnehmen.

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Besorgt Euch doch mal die Abmessungen eines Eisenbahnrades. Wichtig: Spurbreite und Radbreite. Das die Lauffläche einen Kegel darstellt, könnt Ihr wohl ignorieren. Den Rahmen, auf dem auch 2 Särge nebeneinander Platz finden würden, könntet Ihr aus rechteckigen Aluminium-Hohlprofilen fertigen. Die Räder würde ich aus Kunststoff (Polyamid) fertigen. Die Achsen wierderum aus Aluminiumrohr und die Konstruktion so aufbauen, das man die zerlegt auf der Straße (PKW- Anhänger) transportieren kann um dann am Einsatzort (Bahnübergang o.Ä.) den Rollwagen mit wenigen Handgriffen zusammensetzen zu können.

Im Bereich der Feuerwehren gibt es bei Zugunglücken mit Verletzten Transporthilfen, die auch in Tunneln eingesetzt werden. Hier können mehrere Tragen mit Verletzten auf einem Rollwagen transportiert werden. Ausserhalb des Tunnels oder Schadengebietes wird dann auf einem Verletzten- Sammelplatz festgestellt, wer wohin zu bringen ist.                                             Unter                Feuerwehr-Lengerich.de      könnt Ihr eventuell erfragen, wie diese Rollwagen aussehen.

Im Rahmen einer Übung (Schwarzes Loch) wurde in den letzten Jahren eine Rettung aus dem Tunnel bei Lengerich Richtung Osnabrück durchgeführt. Die Kreise Steinfurt und der Landkreis Osnabrücker Land Süd sind von jeweils einer Seite an den "verunglückten Zug" vorgerückt um dann die "Fahrgäste" aus einem Nahverkehrszug zu befreien. Länge des Tunnels etwa 435 Meter. Für die Osnabrücker sind da ca 500 Meter zu Fuß zu bewältigen, zwischen Tunnel und nächst möglicher Übergabestelle an die Rettungsfahrzeuge. Da waren die Rollwagen eine große Hilfe.

Ich bezweifle ja, dass ihr - wenn ihr wirklich einen solchen Wagen bauen könnt - den überhaupt benutzen dürft. Erstens verlangt die DB eine Nutzungsgebühr für ihre Trassen, zweitens sind laut EBO (Eisenbahn- Bau- und Betriebsordnung) Sicherheitsvorkehrungen vorgeschrieben, die bei eurem Wagen nicht gegeben sind. Folglich würdet ihr als Nebenfahrzeug in einer Sperrfahrt verkehren, was zeitlich ein riesiger Aufwand wäre, da die Unfallstellen nicht selten weit draußen auf der Strecke passieren.

Mit einem normalen Leichenwagen seid ihr da weitaus besser dran und günstiger allemal. Das rentiert sich im ganzen Leben nicht.

Und für den Fall, dass der Bestatter nur ein Vorwand ist: ich würde es nicht wagen, unerlaubt auf den Schienen herumzufahren.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind ja gemacht: Die Bahn ist nach einem Personenunfall stillgelegt, bis die Polizei sie freigibt. Und für einen Handwagen, der hundert Meter auf den Schienen geschoben wird, wird die EBO auch nicht angewendet werden müssen. Dass ihr Deutschen alles so kompliziert machen müsst!

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Es geht ja gerade darum, dass ich beim Bahnunfall eben nicht bequem mit dem BKW (BestattungsKraftWagen) an die Einsatzstellen heran komme (jedenfalls oft nicht) und dann hunderte Meter über die Eisenbahnschwellen laufen muss mit dem Sarg in der Hand... Und die Strecke ist während der Bergung ja eh gesperrt...

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@derbas

Ich frag mal nach, ob das überhaupt zulässig ist ;)

Mittwochabend bekommst du dann die Antwort

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