Wo kann ich mich über Patienten beschweren?

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4 Antworten

Als angehender Mediziner muss ich mich ausdrücklich dagegen wehren, als reiner Dienstleister gesehen zu werden . Das hieße auch , Patienten ablehnen zu können, unabhängig ihrer Lage etc. Und reduziert die Medizin aufs monitäre.
Wir haben genau so das Recht uns über Patienten und Angehörige zu ärgern, aber Tatsache ist, es vergeht fast kein Tag ohne das jemand meckert, unhöflich ist und gar nicht so selten auch Grenzen überritt, die eher Beleidigungen sind.
Wenn eine Straftat vorliegt (Psychische oder Körperliche Gewalt, sex. Belästigung etc.) hat jeder Arzt und jede Pflegekraft recht auf Anzeige ( bei geistiger Zurechnungsfähigkeit) und es gibt in jedem KH und Praxisgemeinschaft ein Beschwerde Management .

Ihr habt volles recht euch zu ärgern, stimme ich zu, genau so wie einer im Einzelhandel der sich über die Kunden ärgern kann. wahrscheinlich passiert es auch oft, dass Menschen unhöflich zu euch sind. Genau so wie im Einzelhandel. Wenn eine Straftat vorliegt, dann zeigt ihr es natürlich an, genau wie einer im Einzelhandel :)

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@aaronwaters

Unterschied zum Einzelhandel: Schweigepflicht!
Im Einzelhandel kannst du auch nach Hause gehen und dich bei deinen Freunden auskotzen über Frau S. aus H., mit Angabe des Namens und ggf auch mit Fingerzeig auf der Straße.
Im medizinischen Sektor geht das nicht.

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Beim jeweiligen Vorgesetzten - als Pflegepersonal bei der Stationsleitung, als Arzt beim Oberarzt / Chefarzt.

Da reicht es aber nicht, wenn es ein Patient einfach nur unhöflich ist, sondern da muss schon was gravierendes vorgefallen sein wie sexuelle Belästigung, Beleidigungen, etc - und das ganze ohne kognitive Einschränkungen, ohne Drogen/Alkoholeinfluss o.ä.

Ich finde schon, das es Sinn macht! Manchmal reicht es einfach aus, wenn man sich über das Verhalten eines Patienten austauscht und zusammen überlegt, wie man mit dieser speziellen Situation umgeht. Und in anderen Fällen wird mit dem Patienten gesprochen.

Solche Situationen treten aber selten auf - ich habe mich in 20 Berufsjahren bisher erst dreimal beschwert, einmal führte das zu einem Gespräch mit dem betreffenden Patienten.

Als Dienstleister sich über zahlende Kunde zu beschweren macht irgendwie keinen Sinn finde ich.

Wenn man als Ziel hat sich selbst zu schädigen macht das schon Sinn XD

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@DustFireSky

Das macht schon Sinn. Auch als med. Dienstleister muss ich mich weder befummeln, beleidigen oder bedrohen lassen noch klaglos hinnehmen, wie jemand meinen Ruf schädigt. Die meisten med. Dienstleister sind zum Glück in der Position, dass der Verlust eines einzigen Patienten (der zumeist nicht selbst zahlt, sondern seine Kasse) sie nicht ruiniert.

Jeder Patient hat das Recht auf freie Arztwahl (bzw. Therapeutenwahl). Ebenso hat jeder med. Dienstleister die Möglichkeit, sich von solchen Pat. zu trennen. 

Davon abgesehen hat jeder Arbeitgeber die Pflicht, auf die Gesundheit seines Personals zu achten. Und wenn Oppa Ede seine Pflegerin mit dem Krückstock bedroht, ist die Gesundheit gefährdet und der Pflegedienst im Recht, wenn er die Versorgung des Krückstockbedrohers ablehnt. 

Nele

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@Nele235

Es geht ums beschweren, sprich, der Patient benimmt sich einfach so, dass du dich aufregst. Nicht dass er eine Straftat begeht. Dass wenn der Kunde mit dem Stock auf einem losgeht oder einem sexuell belästigt, dass man dagegen machen kann, ist wohl klar. Ich glaube es geht eher darum wenn der Kunde einfach nur unhöflich ist oder ihr euch falsch aneinander geratet. Da ist mal als Dienstleister schlechtere Karten, denn wenn du dich dann über alle Kunden beschwerst, hast du bald keine Kunde mehr :)

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über was oder welches fehlverhalten würden sie sich denn gerne beschweren? oder geht es einfach um die beschwerdefrage schlechthin?

wo beschwerden sich denn spar/rewe mitarbeiter wenn der kunde ein a... ist?

Sie wechseln den Job, wenn es ihnen reicht.

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Gute Frage. Stell sie doch einfach mal ;-)

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