Wo kann ich kostenlos etwas über meine Vorfahren erfahren?

1 Antwort

  1. Von Dir selbst: Alles aufschreiben.
    Fang mit Dir an: Vollständiger Name mit sämtlichen Vornamen, wann und wo geboren, wann und wo getauft, wann und wo wen geheiratet?
    Mach dann mit Deinen Eltern und Großeltern weiter, so weit Du kommst. Falls jemand nicht mehr lebt, zusätzlich: Wann und wo gestorben? Wann und wo beerdigt?
    Nimm einen zweiten Zettel und schreib dort alles auf, was nicht in Deine ordentliche Aufstellung auf dem ersten Zettel passt, z.B.: "Papa sagte mal, sein Großvater sei als Clown im Zirkus aufgetreten" oder "Tante Irma glaubt, dass unsere Familie ursprünglich 'Vep' hieß und aus Transsylvanien kam..."
    Schreib wirklich alles auf. Du wirst mit der Zeit unglaublich viel herausfinden. Was Du aufgeschrieben hast, kannst Du wieder finden – was Du vergessen hast, ist weg für immer.

  2. Aus Deinen Dokumenten: Alles suchen.
    Suche in Regalen, Schubladen, Dachböden und Kellern nach alten Urkunden, Fotos, Briefen, Zeugnissen, Verträgen, Zeitungsausschnitten usw.
    Trage alles gefundene auf den beiden Zetteln unter (1) ein.

  3. Von Deinen Mitmenschen: Alle fragen.
    Frage Deine Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten (ein kleiner mp3-Rekorder tut hier Wunder). Frage Schulfreunde Deiner Eltern und Nachbarn Deiner Großeltern. Frage alte Ärzte, Pfarrer und Rechtsanwälte aus dem Umkreis Deiner Familie: jeden, der Dir einfällt.
    Diese Phase der Ahnenforschung hat zwei Gesichter: Einerseits macht es unglaublich Spaß, Geschichten zu erfahren. Was haben die Menschen erlebt? Wie haben sie empfunden? Das fällt ja in den späteren Phasen fast völlig weg, weil man da nur noch nackte Daten bekommt. Andererseits macht einen diese Phase oft traurig, denn man kommt immer irgendwo zu spät: "Ach, da hätten Sie meine Mutter fragen sollen, die kannte sich damit aus! Aber die ist letzten Herbst gestorben..."
    Meiner Erfahrung nach lässt man die Menschen am besten zuerst frei reden, stellt dann, wenn nichts mehr kommt, seine konkreten Fragen und zeigt am Schluss die Aufstellung aus (1).
    Spricht man die Menschen eine Woche später noch mal darauf an, haben sie sich oft inzwischen noch an viel mehr erinnert. Mit manchen sehr ergiebigen Quellen kann man dieses Spiel 7 oder 8 mal wiederholen.

  4. Danach fängt es an, etwas Geld zu kosten: Standesämter, Kirchenbücher, Mormonen, Bundesarchiv usw. Um Dir hier weiterhelfen zu können, müsste man konkret wissen, wo und wen Du suchst.

Was möchtest Du wissen?