Wo ist die Trennlinie zwischen Islam und Ideologie?

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11 Antworten

der Sunniten-Islam ist eine religiöse Ideologie, da er nicht nur religiöse Glaubenssätze transportiert, sondern zu 80% Vorschriften zu profanen, also wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Bereichen produziert.

Diese Vorschriften werden als Interpretation des Willens Allahs verkauft, obwohl sie eben nichts weiter als Menschenwerk, Menschenkonstrukte und Phantastereien nicht rechtgeleiteter, selbsternannter sunnitischer Autoritäten darstellen.

Diese Autoritäten massen sich desweiteren an, unfehlbar geurteilt zu haben, unanfechtbar und nicht unterworfen der rationalen oder ethischen Überprüfung.

Derartiges anmassendes Verhalten ist vor allem aus der Geschichte der klinischen Psychiatrie bekannt; es sollte aber nicht in einem säkularen, demokratischen Rechtsstaat - also wo sich der Volks-Souverain die Regeln des Zusammenlebens selbst gibt - unter dem Schutztitel 'Religionsfreiheit' geduldet oder gar aufgewertet werden, wie dies gegenwärtig in Westeuropa, namentlich in unserem Heimatland geschieht.

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Gilt die Religionsfreiheit auch für Leute, die an Hitler als ihren Gott im Himmel glauben und dies öffentlich kundtun?

Hier muss man sich erstmal klarmachen, was Religionsfreiheit ist. Der Schutzbereich der Religionsfreiheit wird eingeteilt in zwei Unterbereiche, forum internum und forum externum. Forum internum umfasst die persönliche Überzeugung, also das Recht, sich eine Religion bzw. Weltanschauung zu bilden und an etwas zu glauben(oder auch nicht an etwas zu glauben).

Also forum externum dagegen ist die Ausübung der Religion, also das Handeln nach ihren Regeln, geschützt. Hier wird von Laien oft angenommen, dass nur kultische Handlungen oder Handlungen, die für die Religion zentral sind, wären geschützt.

Das ist aber falsch. Tatsächlich umfasst die Religionsfreiheit nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts das Recht, jeden einzelnen Aspekt des eigenen Verhaltens nach den Regeln einer Religion auszurichten: Was soll ich essen, was soll ich mir anziehen, soll ich ein Minarett bauen etc.

Dabei ist auch unerheblich, ob die entsprechende Regel in irgendeinem "heiligen Buch" überliefert ist. Es zählt einzig die religiöse Überzeugung des Einzelnen.

Um das auf dein Beispiel anzuwenden: Der Glaube, dass Hitler ein Gott wäre, ist definitiv geschützt. Ob man das kundtun darf, ist eine andere Frage- es verletzt offenbar nicht die Rechte oder die Ehre anderer. Allerdings stellt sich die Frage, ob dieses Bekenntnis nicht gegen eine grundlegende Wertentscheidung des Grundgesetzes verstößt. 

Das sind nämlich die Schranken der Religionsfreiheit: Rechte anderer, Ehre anderer, grundlegende Wertentscheidungen des GG. Sie steht nicht unter dem Gesetzesvorbehalt. 

Dem Islam bspw. wird oft vorgeworfen, eher eine Ideologie als eine Religion zu sein, da er eine politische Agenda hat

Nach dem, wie dieser Begriff in der Religionswissenschaft verstanden wird, ist der Islam eine Religion. Selbiges gilt auch für die Definition des Begriffs im deutschen Recht. 

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Kommentar von Abahatchi
25.05.2016, 15:35

Tatsächlich umfasst die Religionsfreiheit nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts das Recht, jeden einzelnen Aspekt des eigenen Verhaltens nach den Regeln einer Religion auszurichten:

Soweit dadurch nicht andere Rechte oder Pflichten verletzt werden.

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Religion ist immer das, was die jeweiligen Menschen daraus machen.
Sie kann eine Richtlinie sein, eine Antwort, oder auch eine Ideologie.

Letztens Endes heißt Religion nur: "Ich glaube, dass/an..."

Und hier kommt der Faktor 'Mensch' ins Spiel und entscheidet, was daraus wird.

Eine friedliebende Gemeinde? Normalos? Extremisten?

Der Islam hat alles und viel mehr davon hervorgebracht. Genau wie das Christenstum, das Judentum, und jede andere Religion oder Weltansicht.

Ich habe selber den Koran gelesen; und ich muss sagen: Er fördert Hass und Konflikte gegen nicht-Muslime.
Ein paar Seiten weiter lobt er sie aber und ruft zum friedlichen Miteinander auf.
Vermutlich sind diese ganzen Paradoxe Grund für die unterschiedlichsten Auslegungen von "Gottes Wort".

Geht man aber davon aus, der Koran sei wirklich eine Niederschrift Gottes (arabisch: Allahs) Wille, so wurde sie doch von Menschen verfasst - und noch dazu *nach* Mohammeds Tod, welcher die Worte empfangen haben soll.

Nun, ich will jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen und mach es kurz: Gott mag vollkommen sein; der Mensch ist es nicht. Er macht Fehler. Errare humanum est (et cetera).

Meine Meinung zur Frage:
Nicht der Islam ist ideologisch, sondern die Menschen, die ihm folgen.

(Aber natürlich nicht alle von ihnen. Als negativ-getrimmte Menschen hören wir immer nur die schlimmen Seiten einer Sache.)

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Das entsprechende Grundrecht garantiert nicht nur die religionsfreiheit, sondern auch die nagative religionsfreiheit, also die Berechtigung, an gar keinen Gott zu glauben und keinerlei Religion anzugehören.

Ferner wird darüberhinausgehend JEDES weltanschauliche Bekenntnis in dem Sinne geschützt, dass es frei von staatlicher Verfolgung gestellt wird, wenn es nicht einhergeht mit eiem Verstoß gegen das Strafrecht.

Der Art. 4 des GG schützt also auch Leute, die an Hitler als Gott glaube würden. :-)


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Dasselbe gilt bzw. galt für das Christentum.

FALSCH! Jesus von Nazareth hat gesagt "gibt dem Kaiser, was dem Kaiser zusteht, und gib Gott, was Gott zusteht". Jesus war ganz klar für eine Trennung von Staat und Religion, und die allermeisten Christen haben das heutzutage auch kapiert. Natürlich hat das Christentum noch einen viel zu großen Einfluss auf unsere Gesellschaft, aber du kannst doch die Gefährlichkeit des Christentums mit der des Islams vergleichen! Das ist als würdest du ein Messer mit einer Wasserstoffbombe vergleichen.

Dem Islam sind Laizismus und Säkularisation so wesensfremd, wie für einen Seelöwen eine Bergwanderung. Die hier agierenden Islamorganisationen, z.B. der Zentralrat der Muslime, sollten eine Vertrauenserklärung mit folgenden Inhaltspunkten erstellen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

1. Die strikte Trennung von Staat und Religion ist unverzichtbar.

2. Mann und Frau sind gleichberechtigt.

3. Körperstrafen wie z.B. Auspeitschen oder Handabhacken werden als barbarisch geächtet.

4. Jeder darf seine Religion frei wählen oder frei ablegen.

5. Homosexualität ist nicht strafbar.

6. Eine Parallelgesellschaft die nur eine einzige Religion toleriert, wie dies die Umma tut, ist abzulehnen.

7. Die von der UNO formulierten Menschenrechte sind bedingungslos anzunehmen. Die islamische Einschränkung der Menschenrechte ist bedingungslos abzulehnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kairoer_Erklärung_der_Menschenrechte_im_Islam

8. Jeder Mann und jede Frau hat das uneingeschränkte Recht jeden Mann und jede Frau zu heiraten, unabhängig von dessen Religionszugehörigkeit oder ethnischen Abstammung. Über die Erziehung der Kinder müssen sich beide Elternteile einigen, unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

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Erstmal habe ich nichts ganz verstanden, wie der erste Teil deiner Frage mit dem 2ten zusammenhängt...

Religionsfreiheit des einzelnen geht nur soweit, dass er die Religionsfreiheit/Grundrechte eines anderen nicht beschneidet. Somit bleibt der Glaube und das kundtun der Meinung erlaubt, jegliche daraus resultierende Gesetzeswiedrigkeiten verboten... Hier wird es bestimmt auch verschiedene Interpretationen von Grundrechten wie Religionsfreiheit geben, da das Grundgesetz nicht weiter darauf eingeht...


Zu deiner 2ten Frage:
Definition von Ideologie auf Wikipedia: "Ideologie (...) steht im weiteren Sinne bildungssprachlich für Weltanschauung."

Ich sehe nichts falsches daran, den Islam als eine Weltanschauung und somit als eine Ideologie anzusehen...

LG ItsJustMe38

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Der Islam ist eine dominante, faschistische  Religionsideologie im Schafspelz der Religion, die nichts anderes zulässt als den Islam, da macht eine Integration unmöglich  

Der IS ja handelt getreu nach dem Koran: wer nicht für uns ist, ist gegen uns und wer dagegen verstößt, muss bestraft werden, beim Strafmaß sind Fundamentalisten ziemlich rigoros, Scharia usw

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Die kennen nur eine Trennlinie wenn keiner an den Islam glaubt Rübe ab.Das betrifft die Islamisten.Die Imane in Deutschland kommen oft aus den Iran.Sie hetzen was das Zeug kostet. Und nicht zuletzt ist Deutschland eine Brutstätte des islamischen Terrorismus.Die Berichte des Verfassungschutzes und des BND sprechen Bände.Schon der 11.9.2001 hat gezeigt wo her der größte Teil der Täter stammte : aus Hamburg.Wie ein Virus der seinen körperlichen Wirt schützt verhalten sich diese Gotteskrieger.Deswegen haben wir so was wie in Frankreich noch nicht erlebt.

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Kommentar von atzef
25.05.2016, 12:28

Das ist Volksverhetzung, die sich gleich selber durch blödsinnige Behauptungen bis auf die Knochen blamiert!

"Die Imane in Deutschland kommen oft aus den Iran."

Diese alberne und zum fremdschäme schwachsinnige These versuch mal zu belegen...:-)

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Also dass Hitler als "Gott" verehrt und angebetet würde.. ist mir nicht bekannt...

Konkret gilt für Christen auch, dass sie--- "Jahwes Regeln, unterstützt, ergänzt, und abgeschlossen durch Jesus´Regeln ----MEHR gehorchen sollen/müssen, als staatlichen Regeln....

Allerdings haben "Christen" dabei den Vorteil, dass sie kaum oder gar nicht mit den demokratischen Regeln der BRD in Konflikt kommen....

Es gibt einfach "keinen Zwang" die eigenen (christlichen) Regeln offen darzulegen... und für die gesamte Gesellschaftsordnung einzufordern...

"Gebt Gott, was Gott gehört... und gebt dem "Staat".. was dem Staat gehört...."

Bei Moslemen sieht es etwas anders aus... da es kein Gebot... bzw. nicht mal eine "Erlaubnis" dafür gibt....

.. zwischen "Staat"  und Religion eine Trennlinie zu ziehen....

Selbst wenn Moslemen geboten ist, sich staatlichen Regeln solange unterzuordnen, BIS sie eine Mehrheit haben....

.. gilt das für Christen so nicht...

Jesus hatte klar definiert:

" MEIN Reich ist nicht von ( auf) dieser Welt...."

kurz:

"wahren" Christen sollte es a.A. vorbeigehen, was hier weltlich vonstatten geht... sie hoffen und wünschen eine Ordnung, die sich erst NACH dem jüngsten Gericht erweisen wird....( und leben derweil innerhalb ihrer Gemeinde --soweit wie möglich--- gemäß der Ordnung von Jesus...)

"wahren" Moslemen sollte eigentlich auch a.A. vorbeigehen.. denn es ist ihnen geboten, sowohl die Juden, als auch die Christen in der Ausübung deren Religion zu unterstützen.....

zeichnen wir mal folgendes "Bild"..

Mosleme helfen Christen dabei... dass sie ihre Religion "frei" leben können....

Christen halten sich an Jesus`Regeln:

"So, wie DU mit Deinen Mitmenschen umgehst.. so wird Gott am jüngsten Tag mit DIR umgehen..."

WO SOLLTE ES DA NOCH IRGENDEIN "PROBLEM" GEBEN ???

Und:

ALLE, die was anderes praktizieren... sind:

a.) keine "echten" Mosleme

b.) keine "echten" Christen....

Und:

ALLE, die dies praktizieren... (können) scheinen "auf dem richtigen Weg " zusein...

Nun mag jede/r selbst einordnen... wo Sie/Er steht.....

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Kommentar von Maarduck
25.05.2016, 19:28

Ich finde es keinesfalls beruhigend darüber nachzudenken, dass Muslime eigentlich nicht gegen Christen vorgehen sollten. Wie sollten Muslime denn gegen Atheisten, Polytheisten, Schamanisten, Animisten, Buddhisten, Hinduisten, Shintoisten, Neuheiden ... und wie sie alle heißen mögen vorgehen?  

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Natürlich ist der Islam eine Ideologie, wie (fast) jede andere Religion auch. Sie enstand im frühen 7. Jahrhundert n. Chr. in Arabien durch den Propheten Mohammed.

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Dem Islam bspw. wird oft vorgeworfen, eher eine Ideologie als eine
Religion zu sein, da er eine politische Agenda hat. Dasselbe gilt bzw.
galt für das Christentum.




Deutschland hat vor fast 150 Jahren den Kulturkampf gegen die
(katholische) Kirche geführt. Nur deshalb prägt diese nicht unseren
heutigen Staat und auch viele andere Staaten NICHT. Der gleiche Kampf muss gegen den Islam geführt werden. Entweder die Religion hält sich aus dem Staat und auch dem Rechtswesen heraus oder sie muss komplett weichen.









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