Wo ist die Lyrik und Poesie vergangener Tage hin?

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2 Antworten

Die Werte haben sich geändert. Das wäre an sich nicht schlimm, wenn die "guten alten" dabei nicht auf der Strecke blieben...

Nach meiner Meinung gibt es Platz für beides, aber man muss auch dazu stehen können, dass einem ein z. B. Shakespeare, Hölderlin, Konrad Ferdinand Meyer, Thomas Mann etc. am Herzen liegt. Da ergeht des der Literatur, wie der Klassischen Musik: Man kennt sie nicht, lernt sie auch nicht mehr kennen (Schule und Eltern sind gefragt) und so wird Fremdes a priori abgelehnt und man ist IN; so einfach ist das. SCHADE!

So richtig berühmte kenne ich nicht, ich schreibe zwar auch selber, aber zum richtigen dichten und echter poesie gehört eben noch ein bischen mehr als nur Talent und selbst das ist meistens schwer zu finden. Deshalb wird man von Poeten heutzutage eher selten hören, aber ich denke nicht das sie, wie du sagst, ihren "Stil" geändert haben.

so richtig berühmte kenne ich nicht

Das ist sehr bedauerlich, zumal Du selbst schreibst.

Springe einmal über Deinen Schatten und vertiefe Dich z. B. in einen "Faust" von Goethe: Er ist mit aktuellen Lebensweisheiten nur so gespickt! Gerade Goethe war seiner Zeit extrem weit voraus.

Auch Schillers "Glocke" enthält viel noch heute gültiges: verderblich ist's, den Leu zu wecken... jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Menschin seinem Wahn. Hat was, oder?

Ich empfinde F. M. Dostojewski und Th. Mann als ausgesprochen psychologisch extrem gute Beobacher.

Kurz, es lohnt siche, einmal nach hinten zu lesen ;-)

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