Wo ist der genaue Unterschied zwischen massiver Vergeltung und flexible response?

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3 Antworten

massive Vergeltung = alles oder nichts; flexible response = Politik der Nadelstiche (Zitat: 
Auf Konflikte muss mit einem Spektrum an Möglichkeiten geantwortet
werden können, ohne dabei in jedem Falle einen Nuklearschlag zu
provozieren.
Angemessen abgestufte militärische Reaktionen erfordern die wieder stärkere Einbeziehung konventioneller Streitkräfte.
Konventionelle und atomare Streitkräfte haben sich zum Ziel größtmöglicher Flexibilität zu ergänzen.
Der Gegner muss im Zuge seiner strategischen Überlegungen zu einer Kosten-Nutzen-Abwägung gezwungen werden. Zitatende)

Leisewolke hat das Konzept richtig zitiert, aber Nadelstiche ist genauso wenig treffend wie Zwille. 

Mit Nadelstiche bezeichnet man üblicherweise Angriffe unterhalb der Schwelle, wo ein massives Zurückschlagen angemessen erscheint. Flexible response  bezeichnet aber gerade nicht einen Angriff, sondern die angepasste Antwort auf einen Angriff. Solange man als einzige Reaktion die vollständige Vernichtung des Gegners mit Atomwaffen hatte, auf die innerhalb von Minuten die eigene Vernichtung folgen konnte, war eine Reaktion mit Atomwaffen auf kleinere Übergriffe nicht wirklich glaubwürdig. 

Deshalb hat Kennedy beim Mauerbau 1961 stillgehalten, danach aber die flexible response vorbereitet und, nachdem dem er in der Kubakrise 1962 noch mit dem großen Krieg drohen musste, die technischen Voraussetzungen der flexible response so weit vorangetrieben, dass sie 1967 zur allgemeinen NATO-Strategie werden konnte. 

Hei, dhdhdh, massive Vergeltung: Mit Kanonen auf Spatzen schießen - also schwerer zurückzuschlagen als das, was der Gegner einem angetan hat. die "flexible Antwort" reagiert angemessen auf die Schwere des Angriffs; statt mit Kanonen auf Spatzen vielleicht mit der Zwille. Oder so. Grüße!

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