Wo ist der Fehler im Rechtssystem?

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8 Antworten

Recht und Gerechtigkeit sind zwei verschiedene Dinge.

Recht zu sprechen ist das Schwierigste, was man sich vorstellen kann.

Weil Recht und das Gesetz immer von Menschen gemacht wird.

Und Menschen sind nicht vollkommen.

Menschen können sich irren.

Menschen können korrupt sein, sie können faul sein oder inkompetent.

Manche wollen uns erklären, das vor dem Gesetz alle gleich sind. Aber ich denke, dass das so nicht stimmt. Naja, alle sind gleich. Aber einige sind gleicher.

Um ein Beispiel zu nennen: In den USA gibt es in einigen Staaten ja die Todesstrafe. Von den Pflichtverteidigern, die Angeklagte in Kapitalverbrechen mit Aussicht auf die Todesstrafe verurteilt haben, ist einer vor Gericht eingeschlafen, ein anderer wußte nichtmal was heute verhandelt wird und andere wiederum hatten noch nie einen Mandanten mit Mordanklage vertreten.

Und auf der anderen Seite steht OJ Simpson mit einer ASchar von Anwälten verschiedener Fachbereiche, natürlich jeder ein Ass in seinem Gebiet.

Mann kann erahnen, wie die jeweiligen Urteilssprüche lauteten..

Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, ist bekanntlich blind. Ihre Augen sind mit einem Tuch verbunden. Ohne Ansehen oder Macht der Person und nur die reinen Fakten abwägend, so mahnt die römische Göttin der Gerechtigkeit, sollen Richter zu ihrem Urteil kommen. Das ist zwar ein schönes Bild für die Unvoreingenommenheit, die bei der Wahrheitsfindung und Rechtsprechung herrschen soll – aber leider auch ein unerreichbares Ideal.

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Das ist kein Fehler im Rechtssystem nach dem Verständis der Staaten in Amerika in denen die Todesstrafe noch vollstreckt wird, sondern schlicht darin begründet, dass Justitia "Blind" ist und daher weder falsche Zeugenaussagen noch irrtümlich zu Ungusten eines Hingereichteten ausgelegte Indizienbeweise zu erkennen vermag. - Ein Glück, dass hier in Deutschland keine Todesstrafe existiert, die Justizirrtümer irreversibel macht!

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Weil auch die Richter nur Menschen sind und Menschen machen fehler. Wenn es aber rauskommt, das so ein "Hohes Tier" einen fehler begangen hat, dann will er damit nix mehr zu tun haben. Das wäre meine Theorie =)

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Das kommt deshalb vor, weil diejenigen, die Urteilen sollen, nicht bei den Taten dabei gewesen sind. Sie sind darauf angewiesen, sich durch Zeugen und andere Beweise ein Bild zu machen. Den "großen Unbekannten" KANN es immer gegeben haben. Wenn man das aber im Normalfall glauben würde, dürfte auf der anderen Seite fast niemand mehr für das bestraft werden, was er getan hat. Es ist die Kehrseite der Medaille, daß dabei dann auch Unschuldige verurteilt werden. Das sind aber vermutlich deutlich weniger Menschen, als man so glaubt.

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Das ist recht einfach: Wenn Richter an Hand von Tatsachen, Zeugen und Gutachten der Überzeugung sind, dass der Angeklagte der Täter ist, wird er verurteilt.Werden später neue Tatsachen, Zeugen bekannt deren Fakten den Verurteilten entlasten, kann dessen Strafe aufgehoben werden.

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Sitzen zwei Häftlinge in einer Zelle. Fragt der eine: "Glaubst du eigentlich an Justizirrtümer?" Sagt der andere: "Ja klar, ich bin schon 3mal freigesprochen worden."

Ich glaub das sagt uns alles... Aber seien wir froh, dass es wenigstens IRGENDEINE Instanz gibt, die sich um sowas kümmert, denn Anarchie wäre unser aller Untergang...

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Ein in Relation setzendes Beipiel:

I.d.R. will man glattes, also bearbeitetes Holz. Das ist auch gut so, nur gehobelt wird fallen Späne, auch noch klar, aber dann taucht so blöder Ast im Holz auf, der Hobel ist auch da darüber gerutscht und der Ast ist ab. Leider. :-((

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Dafür kann es viele Gründe geben:

  • falsche Beschuldigungen

  • falsche Zeugenaussagen

  • mangelhafte Ermittlungen

  • schlechter Rechtsanwalt

  • und Vieles mehr.

Ausserdem sind bei der Rechtsprechung immer Menschen beteiligt und Menschen machen bekannterweise auch Fehler.

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