Wo hört eurer Meinung nach die Meinungsfreiheit auf?

9 Antworten

Hei, Styles Tommo, Meinungsfreiheit endet da, wo sie Menschenwürde und Menschenrechte verletzt. Nimm - Beispiel: - einen Satz wie: "(Alle / Die)  Mulatten sind doof." Das ist rassistisch, weil die Behauptung verallgemeinert und ausschließlich dazu dient, Mulatten zu verunglimpfen

Der feine, zulässige, wenn auch abwertende Unterschied, aber eine subjektive (und evtl. begründbare) Meinungsäußerung: "Alle Mulatten, die ich kenne, halte ich für doof".

Es ist halt ein schmaler Grat, und man muss wie Realisti richtig sagt und im folgenden auch richtig darlegt, aufs  Sprachgut schauen, um zu durchschauen, wes geistiges Kind man vor sich hat. Und so. Grüße!

Ich denke,wenn eine Äusserung als Propaganda oder Hetze zu erkennen ist, ist längst nicht mehr die Rede von Meinungsfreiheit...  Solange ich es als meine überzeugung formuliere aber niemanden animieren will sich jmd oder etwas anzuschließen ist es legitim.abzusehen ist der nettikette halber von Beleidigungen usw. 

"Deine Freiheit endet dort wo die Freiheit eines anderen beginnt."

https://www.gutefrage.net/frage/von-wem-stammt-das-zitat--meine-freiheit-endet-dort-wo-die-freiheit-des-anderen-beginnt

Oft erkennt man die Rassisten am rechten Sprachgut. Wer schon mal eine Rede von Göbbels gehört hat, erkennt schnell das einschlägige Vokabular.

Die Argumente sind meist auch nur vordergründig logisch. Bei näherer Betrachtung sind sie fast immer intollerant, kurzsichtig und angstgesteuert. Oftmals sind sie stark geprägt von Ahnungslosigkeit oder Dummheit. Zum Thema existiert fast kein Hintergrundwissen beim Sprücheklopfer. Sie setzt zumeist nur bestimmte, klar abgegrenzte Gruppen ins Aus. Gleichzeitig erhöht sich der Hetzer selber, in dem er seine Gruppe allein erhöht. Da er eigentlich nicht viel vorzuweisen hat, besetzt er sich notfalls mit Attributen, die er eigentlich nicht selber geschaffen hat, sondern einfach nur hat (Beispiel: Arier, Deutscher, Einheimischer...)

Haarig wird es meistens auch, wenn die Argumente erfunden oder manipuliert werden. Die neuen Nazis hauen zumeist spektakuläre, unerhörte und haltlose Meinungen raus. Wenn alle drauf anspringen, sind sie zufrieden. Je mehr sich aufregen und auf den Zug mit draufspringen um so besser. Klappt es nicht, sagen sie einfach: "War doch alles nicht so gemeint. Ihr habt mich falsch verstanden." oder in Kurzform "Lügenpresse!".

Das gild auch für jede Form der Kritik. Wer kritisiert, der lügt oder manpuliert. Um ganz sicher zu gehen, wird kritische Presse eben ausgeladen oder deren Vertreter ignoriert. Wenn das die Kritiker nicht verstummen läßt, werden sie bedroht oder verdroschen. Nicht umsonst ist die rechte Szene mehrheitlich männlich.

Ganz deutlich wird es, wenn man keine richtige Antwort auf ein Gegenargument bekommt. Dabei können sie ganz gut mit Widersprüchen in ihrer Argumentation leben. Auf konkrete Nachfragen antworten sie nicht direkt auf die gestellte Frage, sondern hauen einfach Antworten raus, bei denen sie sich auf sicherem Boden glauben. Diese brauchen keinerlei Bezug zur Frage. Gerne vergreifen sie sich im Ton und verlassen ohne Scheu jede Sachlichkeit und wechseln um auf reine Emotion. Beispiel. Frauen in der rechten Landschaft werden oft ungut behandelt und nicht selten auf ihre Frauenrolle reduziert. Gleichzeitig werfen sie genau das, den arabischen Mitbürgern vor.


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