Wo habt ihr Mathe gebraucht?

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Ich habe einen Pflanzkasten gebaut, dreieckig-rechtwinklig, und musste die lange Seite und das Volumen ausrechnen. Pythagoras juchheeee....

Dreisatz beim Spritverbrauch ausrechnen.

Oder bei bekannter Strecke und Geschwindigkeit die Dauer einer Wanderung ausrechnen.

Das ohmsche Gesetz ist bei mir Berufsalltag als Elektroniker.

Woher ich das weiß:Beruf – Verschiedene Funktionen im Beruf(Ersthelfen, SiBe)

Die Grundrechenarten und Prozentrechnen brauche ich alltäglich, sowohl im Job als auch privat. Dreisatz natürlich auch.

Ein bisserl Geometrie (Tangens, Cosinus, Pytagoras und Gedöns) hab ich zeitweise gebraucht, z.B. als es um das Errechnen von Flächen ging.

Und ein einziges Mal im Leben habe ich tatsächlich die binomische Formel verwendet, als mein Ausbildungsbetrieb Rechnungen eines Lieferanten hatte, bei denen die Einzelpreise aber nicht angegeben waren.

Ich arbeite als Softwareentwickler und brauche das täglich.

Differentialrechnung eher selten, kommt aber auch vor.

Geometrie, Trigonometrie und Vektorrechnung kommen (dienstlich) noch seltener vor, aber seitdem ich einen 3D-Drucker habe, brauche ich das privat.

Und außerdem brauche ich alle möglichen Mathe-Kenntnisse, um hier Fragen beantworten zu können ;-)

Also ich habe Elektrotechnik studiert, da geht ohne Mathematik rein überhaut gar nichts! Ohne Mathematik ist da nichts verständlich! Gar nichts! Und auch wenn Faraday die Grundlegenden Zusammenhänge der Elektrotechnik experimentell erfassen konnte, gelang der Durchbruch seiner Entdeckungen erst, als sein junger Freund Maxwell diese in die Maxwellschen Geleichungen formulierte! So ist das mit den meisten Studienfächern!

Also beruflich kann ich Dir also nicht weiterhelfen, aber vielleicht ein paar Beispiele aus meinem Alltag:

Habe mal eine Küche selbst gebaut, da habe ich den Optimalen Durchmesser des Karusells im Eckschrank als ein Maximierungsprobelm aufgefasst, das ich dann leicht mit Hilfe der höheren Mathematik (Infinitesmalrechnung) lösen konnte. Ebenfalls die Berechnung eines Statikproblems für den Sturz über einem Garagentor. Eine fertige Formel fand ich nicht direkt, weil über dem Garagentor eine Gibelwand war, die, wie wir wissen, in der Mitte Spitz wie ein Dreieck zuläuft. Also nix qlquadrat-achtel-Statik!

In der Gem,einde, in der ich damals wohnte, wurde diskutiert, ob man das Dachgeschoss des Kindergartens für eine weitere Kindergruppe ausbauen solle. Der Gemeinderat verneinte, legte die offizielle Statistik des Bundeslandes vor, und erklärte, nach dieser Statistik, würden die Kinder eh immer weniger, das wäre also Geldverschwendung. Dass man neben dem Schutzbunker im Selben Haus einen Übungsraum für die Musikkapelle eingerichtet hat, der natüßrlich ein Fenster haben musste, war keine Geldverschwendung, denn dass der auf der anderen Strassenseite liegende Dorfweiher Hochwasser führen würde, das dann durch die Kiesschicht unter dem Asphalt den Bunker fluten würde war zu diesem Zeitpunkt völlig undenkbar! Ein paar Tage nach diser Versammlung kam ein Gemeinderat zu mir, und wollte mir klarmachen, dass meine Sichtweise falsch sei. Wir standen an der Haustüre. Zeigte ich quer über die Wiese vor unserem Haus auf eine Baustelle für ein Wohnhaus. Habe kurz zusammengafasst, was der Bürgermeister vor der Versammlung über die Statistik gesagt hatte, und wie der Gemeinderat zu seinem Ergebnis gekommen ist.

Wenn dort in dieses Haus eine Familie mit nur zwei Kindern als Neubürger zuzieht (Das Dorf liegt im Speckgürtel einer deutschen Metropole), könnt ihr diese Statistik in die Tonne treten!

Nun, was ich nicht wusste, die Baustelle war ein Doppelhaus, und in die eine Hälfte zog eine Schweizer Familie mit drei (!!!!!!) Kindern ein! Inzwischen hat der Kindergarten eine zweite Gruppe!

Da könnte ich ewig so weitermachen!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Statistik: (Boxplot, Median, Interpolieren, Ausgleichsgerade um Preise zu vergleichen und Trends zu erkennen.)

Geometrie: (Volumen, Masse berechnen für z.B. Erdaushub)

Das war jetzt nur für Arbeit.

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