Wo gibts vegane Leckereien?

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11 Antworten

Du kannst viele (im Grunde sogar alle) tierischen Bestandteile eines Rezeptes durch pflanzliche Alternativen ersetzen.

Die klassische vegane Sauce schlechthin, ist die Tomatensauce - die anstelle mit Sahne auch mit Sojasahne verfeinert werden kann

Eine "Rahmsauce" muss nicht zwingend mit Rahm gemacht werden - stattdessen geht auch Kokosmilch oder pflanzliche "Sahnen".

Ersetze die Butter im Gebäck durch Margarine (achte darauf, dass sie ohne Milchbestandteile ist) und Eier durch Ei-Ersatz.

Seitan hat für mich eine "fleischigere" Konsistenz als Tofu.

Die Gerichte unterscheiden sich bei mir nicht viel von meinen früheren Fleischgerichten.

Eis ist auch möglich, indem du es mit Reisdrink machst z.B.

Ansonsten gibt es Onlineshops für vegane Lebensmittel.

Also meine Mom macht immer veganen Apfelstrudel, Zupfkuchen, Amerikaner und und und :) Und die Behauptung Soja schmecke "scheußlich" ist sicherlich ne Geschmackssache. Ich finde Fleisch auch scheußlich, obwohls der Großteil der Menschheit mag.

500 g Möhren
½ Sellerieknolle
½ Bund Staudensellerie
500 g Kartoffeln
1,5 l Gemüsebrühe
200 g getrocknete Berglinsen
2 TL Johannisbrotkernmehl
Salz, Pfeffer
Gewürze:
2EL Kümmelsamen
2EL Fenchelsamen
7 Wacholderbeeren
5 Lorbeerblätter
1 Sternanis
Kräuter:
Petersilie
Dill
Kresse
Kerbel
Schnittlauch
Sauerampfer
Borretsch
Pimpinelle
oder aber ½ Becher „8 Kräuter“ aus dem Tiefkühler

Zubereitung:

Linseneintopf mit Gemüse

Möhren und Sellerie putzen und würfeln. Staudensellerie längst halbieren und in Streifen schneiden. Alle Gewürze in einen Teebeutel tun und zuknoten.

Teebeutel mit Gewürzen

Etwa 5 EL Öl im Topf erhitzen, Möhren, Sellerie und Staudensellerie etwa 5 Min. darin andünsten und mit heißer/warmer Gemüsebrühe ablöschen.

Wenn das Gemüse aufkocht, die Hitze senken und den Gewürzteebeutel hineingeben. Auf mittlerer Hitze dünsten lassen.

In der Zwischenzeit die Kartoffel schälen, in grobe Würfel schneiden und zu dem Gemüse geben. Wenn es aufkocht die Linsen hinzugeben und auf mittlerer Hitze 30 Min. köcheln lassen.

Danach 2 TL Johannisbrotkernmehl in kaltem Wasser auflösen, 2-3 EL von der Kochflüssigkeit dazugeben und klumpenfrei rühren. Das aufgelöste Johannisbrotkernmehl in die Gemüsesuppe rühren, somit wird die Suppe verdickt. Wenn sie etwas zu dickflüssig wird etwas Wasser dazugeben.

Den Linseneintopf aufkochen lassen, mit gehackten oder tiefgekühlten Kräutern würzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

waskannstdudenndannnochessen??? :-)))

Kennst Du die gleichnamige Seite? Sehr appetitlich. Und veganwelt.de ist immer gut für eine Entdeckungstour, wenn man gern kocht. Außerdem finde ich die Suchfunktion sehr nutzerfreundlich.

http://www.waskannstdudenndannnochessen.de/waskannstdudenndannnochessen/Fast_nix_-_mit_Rezept.html

LG

Atair 30.01.2013, 21:34

VeganWelt by Ullrykka http://www.veganwelt.de/

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Atair 30.01.2013, 21:37
@Atair

Sehe jetzt erst, dass der Link hier schon aufgetaucht ist. Sorry, die Diskussion war so lang, dass ich nicht alles gelesen habe :)

Guten Appetit jedenfalls!

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Ich bin auch laktoseintolerant. Dagegen gibt es Medikamente, die nicht schaden, und dazu führen dass man nicht zu Vegetarier-Food greifen muss. :D

Flupp66 28.01.2013, 21:45

Das wäre ja auch sehr schlimm.^^

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du findest überall im Internet vegane Rezepte, z.B. von Attila Hildmann und Björn Moschinski, aber auch von Hobbyköchen. Außerdem gibt es vegane Onlineshops, in denen du so gut wie alles bekommst, was du suchst.

Rezepte gibt es genug.

"Leckereien" wirst du darunter aber mit Sicherheit keine finden! Der ganze Soja-Kram schmeckt einfach nur scheusslich.

Am besten sind noch reine Gemüse-Gerichte, da man hier am wenigsten auf Ersatzstoffe angewiesen ist.

Paschulke82 28.01.2013, 21:43

Da scheint ja mal wieder jemand null Ahnung von veganem Essen zu haben, aber groß rumtönen zu müssen ^^

Soja ist ein Lebensmittel, das genau so vielfältig zuzubereiten ist wie Getreide. Nur weil du einmal Mehl gelöffelt hast oder keinen Apfelkuchen magst, heisst das noch lange nicht, dass dir kein Getreideprodukt schmeckt ;)

Abgesehen davon isst bei weitem nicht jeder Veganer Soja ;)

https://www.youtube.com/watch?v=aH6RpZDeuPQ

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Centurio42 29.01.2013, 02:03
@Paschulke82

Solidarität scheint unter Veganern ziemlich klein geschrieben zu werden.

Denn jedesmal, wenn ich von Vorfällen berichte, wo Veganer mir freudestrahlend vegane "Köstlichkeiten" kredenzt haben, um meine "offensichtlichen Vorurteile" gegen die "ausgesucht schmackhaften Spezialitäten" der veganen Küche Lügen zu strafen und ein für allemal zu zerstreuen und wo sodann deren erwartungsvoller Gesichtsausdruck stets einer Art von "eingeschlafenem Grinsen" wich, als ich den dargebotenen "Elendsfrass" auch als solchen deklarierte und ausführte, welche Zutaten oder Zubereitungsschritte hier IMHO fehlen würden, um zu einem "gourmettechnisch" wenigstens akzeptablen Minimalresultat zu gelangen, in all diesen Fällen also wurde mir sofort entgegengehalten, dass es sich dabei wohl um Veganer gehandelt haben müsse, die "null Ahnung" von der "einzig wahren und richtigen" Zusammenstellung und Zubereitung veganen Essens gehabt hätten, und die als "nicht in die veganen Küchengeheimnisse eingeweihte Dilettanten" bloss dem Ruf der Veganen Community insgesamt schaden und diesen unnötig untergraben würden.

Auf meinen Einwand, wonach es doch ziemlich unwahrscheinlich sei, dass ich bisher ausschliesslich "komplette Nieten" der Veganen Kunst und unfähige "Küchenversager" angetroffen hätte, reagierte die eine Hälfte meiner veganen Gesprächspartner in zunehmend unfreundlichem Ton mit schroffer Zurückweisung und die andere Hälfte bot mir zukünftige, selbst kreierte Kostproben von nunmehr endlich "richtig" zubereiteten veganen Speisen an.

Um meinen Frust zu verstehen, muss man wissen, dass die Geschichte mit Absatz 2 (Denn jedesmal,...) ihre Fortsetzung findet und somit gleichsam zyklisch abgespult werden kann.

Auch ist die vegane Küche oft relativ reich an Hülsenfrüchten, die, auch in der "normalen Küche", an sich schon nicht gerade zu den kulinarischen Highlights zählen. Es gibt aber - um gerecht zu bleiben - durchaus leckere, vegane Gemüsevariationen, die ihren vollen Wohlgeschmack, nach meinem Empfinden jedenfalls, als Beilage zu einem knusprigen Braten mit Sauce oder Steak und Folienkartoffeln mit Kräuterdip erst so richtig entfalten würden.

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Paschulke82 29.01.2013, 02:18
@Centurio42

Merkwürdig.. Ich sehe Veganer meist als sehr solidarische Menschen an.

Es mag natürlich sein dass DU einen sehr eignen Geschmack hast und alles was zu sehr vom Gewohnten abweicht als unangenehm empfindest.

Deiner Ausführung nach bin ich mir allerdings sicher, dass bei dir in erster Linie die Vorurteile aus dir sprechen. Würdest du ein für dich neues Gericht einmal in veganer und einmal in einer Variante mit Fleisch probieren, würdest du es vermutlich nicht so einfach haben dich zu entscheiden ;)

Fakt ist, dass viele Mischköstler die heutigen Fleischalternativen teilweise nicht mal vom echten Fleisch unterscheiden können... https://www.youtube.com/watch?v=E2Kx1mtdwi8

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Centurio42 29.01.2013, 05:28
@Paschulke82

Willst Du mich veräppeln? Bei dem sogenannten "Test" im Video sind Voll!d!oten angetreten, die sich nicht mal sicher waren, ob es denn nun "Rind" oder "Huhn" gewesen wäre.

Einer schwankte auch zwischen "Fisch" und "Huhn". Aber das kommt davon, wenn man die "Generation Junkfood" befragt. Diese Spa€ken denken ja auch, das minderwertige Separatorenfleisch in diesem elenden "Chicken-McBite"-Frass von McD$$$$ wäre "saftige Hähnchenbrust". Und auf der Pizza - oder dem "Papp" aus der Tiefkühltruhe, den sie für "Pizza" halten, merken sie keinen Unterschied zwischen diesem ekeligen Schleim namens "Analogkäse" und bestem Mozarella, wie auf der betrügerischen Verpackung abgebildet.

Eine echte Steinofenpizza mit Büffelmozarella, frischen Kirschtomaten und Kalamata-Oliven an dieses Pack von "allesfressenden Schweinen" zu verschwenden, wäre ohnehin fast ein "Sakrileg", weil die den von Analogkäse gar nicht mehr unterscheiden könnten. So, wie Kinder echtes, edles Vanilleeis aus Tahiti-Vanille und Sahne meist verschmähen und nur bei dem chemischen Brei aus dem Automaten ein lachendes Gesicht "aufsetzen".

Wer z.B. richtig zubereiteten Fisch zu schätzen weiss, kann locker Zander von Scholle oder Wolfsbarsch unterscheiden, aber dazu muss ein echter, frischer Fisch erstmal überhaupt nach Fisch schmecken - und nicht nur "weiss", wie Fischstäbchen aus der Tiefkühltruhe.

Ausserdem ist beim Thema "Vegan" ja längst nicht nur die Frage, ob Fleisch oder kein Fleisch relevant, aus "vegetarisch+Fisch" lässt sich immerhin eine Menge zaubern, aber "braune Butter" zum Fisch aus Raps-"Motorenöl" zu zaubern, das gelingt nur, wenn man sich beim Essen - ala "Dschungelcamp" - die Nase zuhält. Und ohne Käse zum Gratinieren, Sahne, Milch und vor allem Eiern, da wird's dann wirklich eng. Bariumsulfatbrei als Röntgenkontrastmittel schmeckt jedenfalls erprobtermassen auch nicht ekeliger als Sojamilch.

Aber wer eine Wein-Safran-Sauce für Muscheln noch nie mit Eigelb gebunden hat oder eine echte "Sabayon" gar nicht kennt, ja nicht mal weiss, wie lecker ein gebratenes Spiegelei wirklich schmecken kann, der lässt sich vielleicht auch von irgendeinem pflanzlichen "Ei-Ersatz-Pulver" mit gelber Farbe verarschen.

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Paschulke82 29.01.2013, 11:33
@Centurio42

Ist halt irgendwas dazwischen ;)

Aufrund deiner weiteren Ausführungen bin ich mir jetzt sicher, dass du den Geschmack voreingenommen bewertet hat.

Wie gesagt: Vegetarier essen grundsätzlich keinen Fisch. Wie du im ersten Video sehen konntest, lässt sich auch vegan vieles zubereiten.

Du scheinst wirklich wenig Ahnung zu haben welche Kniffe die vegane Küche so kennt, aber dir das zu erklären wäre vergebene Liebesmüh...

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Centurio42 29.01.2013, 13:20
@Paschulke82

Natürlich bin ich voreingenommen, in dem Sinne, als ich die traditionelle Küche kenne und deren optimale Ergebnisse - und nicht Misslungenes oder Industrie-Billigfrass - als Vergleichsbasis heranziehe. Ich weise jedoch schärfstens zurück, lediglich Altbekanntes gelten zu lassen und Neuartiges prinzipiell abzulehnen.

Beispielsweise schmeckt mir Mexikanische Küche im allgemeinen überhaupt nicht, ich empfinde sie als oftmals mehlig-breiige, trotz Schärfe vielfach geschmacklose Einheitskost, während ich z.B. fernöstliche Einflüsse, etwa aus der traditionell Chinesischen oder vor allem der Thai-Küche sehr schätze, vor allem auch die gewürzorientiert-pikante Abrundung der Geschmacksnoten, von angenehmer Säure, leicht scharf-süsslicher Note und auch unerwarteten Aromen.

Von der Veganen Küche habe ich tatsächlich wenig Ahnung - und will auch gar keine haben, solange die von deren angeblichen Kennern dargebotenen Kostproben im Geschmackstest - und darin bin ich wirklich versiert - derart jämmerlich gegen die traditionelle Küche "abstinken". Ich sehe daher keinerlei Grund, Leckeres und Bewährtes gegen geschmacklich um Klassen schlechtere, vegane "Pfusch-Lösungen" einzutauschen, gelobe aber, jedes vegane Gericht, das mir besser schmeckt als vergleichbare Traditionsgerichte sofort in meinen Speiseplan aufzunehmen. Und da kommt, wenn auch bisher ausschliesslich aus anderen Quellen, laufend Neues hinzu.

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Paschulke82 29.01.2013, 17:09
@Centurio42

Was der Bauer nicht kennt...

korrigiere:

Leckeres, was Umwelt, Klima, Regenwald, Welternährung, Gesundheit und Mitgeschöpfe belastet, gegen geschmacklich um Klassen bessere, vegane Köstlichkeiten einzutauschen ist eine feine Sache ;)

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Centurio42 29.01.2013, 17:53
@Paschulke82

Ich weise jedoch schärfstens zurück, lediglich Altbekanntes gelten zu lassen und Neuartiges prinzipiell abzulehnen.

 ...

Was der Bauer nicht kennt...

Ich geb's auf! Sinnentnehmendes Lesen gehört offenbar wirklich nicht zu Deinen Stärken.

gegen geschmacklich um Klassen bessere, vegane Köstlichkeiten

ROTFL!! Wo sind sie, wo? Und wer, ausser Dir, soll diesen jämmerlichen Selbstbetrug glauben? Aber die "sektiererischen Spinner", die den "Wachturm" verteilen, haben ja als einzige auch alle Recht, nur der "einfältige Rest" der Menschheit will und will es halt nicht begreifen. Schönes Leben noch!

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Paschulke82 29.01.2013, 17:57
@Centurio42

ich wollte diese Konversation bereits vor einigen Posts beenden.

Mir war klar, dass es in erster Linie deine Verbohrtheit und Voreingenommenheit ist, die aus deiner Sicht auf vegane Köstlichkeiten sprechen.

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Albatroesser 29.01.2013, 19:23
@Paschulke82

Natürlich bin ich wie Paschulke der Meinung, dass es sehr leckere vegane Gerichte gibt, aber ich kann mir auch gut vorstellen, dass du, Centurio, davon vllt noch nicht soviel mitgekriegt hast- denn Veganer und Vegetarier entwickeln nicht selten andere Geschmacksvorlieben. Ich bin jetzt seit 10 Jahren Vegetarierin und gehe lieber zum Koreaner essen als ins gutbürgerliche Restaurant, einfach weil die Auswahl viel größer ist. Genauso esse ich auch zu Hause oft Gemüsegerichte mit exotischem Einschlag, mit denen ich dich wahrscheinlich nicht hinter dem Ofen hervorlocken könnte (naja, eine Gemüsepfanne mit Reise oder Nudeln ist wohl für die wenigsten eine Strafe, aber eben nicht für jeden ein Highlight). Ich kenne viele Vegetarier und Veganer, die überhaupt nicht traditionell kochen- es gibt aber auch welche, die genau das tun. In meiner Antwort habe ich ja Björn Moschinski erwähnt, einen veganen Koch aus Berlin. Der ist großer Fan der traditionellen Küche, aber eben vegan. Er sagt: Es ist nicht das Fleisch, auf das so viele von uns stehen (denn wer möchte schon gerne in ein rohes Steak beißen?), es sind die Röstaromen. Die kann man mit Fleisch natürlich viel leichter erzeugen als mit anderen Lebensmitteln, aber es geht auch vegan. Dafür braucht man aber ein bisschen Übung und Vegetarier und Veganer wie ich, die gar nicht so sehr auf sowas stehen, lernen das einfach nicht und können dir dann auch nicht das bieten, was dir schmecken würde. Ich war vor Weihnachten mit meiner Familie- alle große Fleischesser- im Köpps, dem Restaurant von Moschinski. Dort gibt es viele Fleischersatzgerichte, zu denen ich nichts sagen kann, wir haben nämlich alle Petersilienwurzelsuppe, Polenta mit Pilzen und Mohnmousse gegessen... die Suppe konnte ich nicht essen, weil sie so stark nach Fleisch geschmeckt hat, dass ich sie am liebsten gleich wieder ausgespuckt hätte. Meine Familie war begeistert. Der Hauptgang war eben ganz ohne Fleisch ausgewählt, aber trotzdem deftig (Mandelmus kann tolle Sahnesaucen ergeben). Und beim Nachtisch hat man auch nicht geschmeckt, dass keine Milchprodukte enthalten waren... das ist nicht immer so. Es gibt viele Leute, die Tofu nicht zubereiten können und bei denen das dann- für meinen Geschmack zumindest- nach altem Tapetenkleister schmeckt. Aber es gibt eben auch ein paar Künstler- vor allem die Asiaten (aber wenn du auf sowas nicht so stehst, dann hat das keinen Zweck), aber eben auch ein paar Gourmetköche, die mit Lebensmitteln ganz anders umgehen können. Ich finde, dass die vegane Küche was traditionell deutsche Gerichte angeht noch in den Kinderschuhen steckt- das liegt aber nicht daran, dass es nicht funktioniert, sondern dass es zu wenige ausprobieren.

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Centurio42 30.01.2013, 05:24
@Albatroesser

eine Gemüsepfanne mit Reise oder Nudeln ist wohl für die wenigsten eine Strafe, aber eben nicht für jeden ein Highlight)

Da bin ich bei Dir, aber z.B. mit einem knusprig an der Haut gebratenen Zanderfilet "Müllerin" kann sie vom Mittelmass durchaus zum Highlight avancieren. Und ich sehe weit und breit keinen stichhaltigen Grund, auf dieses "upgrade" zu verzichten. Wer mir einreden will, dass Zander aus heimischer Zucht und unseren mittlerweile wieder recht sauberen Flüssen ungesund wäre oder gar ein erhebliches Gesundheitsrisiko gegenüber veganer Ernährung darstellen würde und womöglich noch von hier aus den Regenwald in Brasilien schädigen würde (was dortige Verbrecher durch Brandrodung ganz alleine schaffen, zum Teil sogar, um "euer" besch..eidenes Soja anzubauen), den kann ich nur auf direktem Weg an das nächstgelegene Irrenhaus verweisen.

es sind die Röstaromen.

Da sind wir nun wirklich am zentralen Punkt angekommen. Sie sind tatsächlich das um und auf eines gelungenen Hauptganges und der entscheidende Bestandteil jeder klassischen, gehaltvollen Sauce, meinem absoluten Liblingsthema. Auch ein Gurkendip auf Joghurtbasis mit Knoblauch und Limette schmeckt erfrischend und lecker, kommt aber nicht annähernd an eine gekonnt reduzierte Bratensauce heran. Auch die kann man, etwa mit Ingwer, Orangenabrieb, etwas Sauerrahm und Sherry noch verfeinern - aber ohne kräftigen Bratenrückstand wird das samt Gewürzen kein Highlight mehr. Und selbst klassische Desserts wie "Kaiserschmarrn" bleiben ohne Röstaromen ein trauriger, bleicher "Papp".

Der Hauptgang war eben ganz ohne Fleisch ausgewählt, aber trotzdem deftig

Nochmals, Fleisch oder nicht Fleisch, das ist nicht unbedingt das Problem. Ich habe z.B. ein Pfifferlingsgulasch im Repertoire, das manche Freunde schon als "zum Niederknien" eingestuft haben, und bis auf die Rinderbrühe (da ginge zur Not auch kräftige Gemüsebrühe) und den Sauerrahm wäre das sogar ein veganes Gericht - aber dazu braucht es zur Krönung unbedingt gehaltvolle, flaumige Semmel- oder Serviettenknödel. Und die sind ohne Milch und reichlich Eier (sogar Zwiebel, Knoblauch und Petersilie werden vorher noch in brauner Butter angeschwenkt, und es ist vom Ergebnis nicht dasselbe, würde man hier Rapsöl oder Margarine verwenden, da diese eben keine Röststoffe erzeugen) eben nicht annähernd gleichwertig hinzukriegen.

Und mit trockenen, geschmacklosen "Kanonenkugeln" oder Semmelknödeln aus irgendeiner Fertigpackung wäre das "Sterne-Pfifferlingsgulasch" praktisch ruiniert.

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Annemaus85 30.01.2013, 13:42

Die Dikussion ist mir ein wenig zu lang, um mit einzusteigen.

Eines frage ich mich dennoch: inwiefern glaubst du, dass du diese Frage hilfreich beantworten konntest? Willst du jetzt ernsthaft über Geschmack streiten oder darüber, dass man keine süßen Leckereien wie Eis und Gebäck vegan und köstlich zubereiten könnte? Tut mir leid, das ist doch lächerlich. Ich hab neulich das erste Mal Nusseis gegessen, dass kann man auch selbst machen (Attila Hildmann ist dafür bekannt, er macht dies bspw. aus Cashews bzw. Cashewmus). Und es war sooo köstlich. Man sollte natürlich Nüsse mögen. Ansonsten hat das wenig Sinn. Aber darüber zu streiten, ob das nun schmecken kann oder nicht, finde ich reichlich bekloppt. Das hat auch teilweise was mit eigenen Erwartungen zu tun. Und nicht zuletzt damit, ob man für die wie du wahrscheinlich sagen würdest weltbesten Semmelknödel unbedingt damit einverstanden ist, Tiere zu töten und oftmals leiden zu lassen. Da lasse ich diesen "Genuss" lieber sein und wähle einen anderen. Semmelknödel mag ich auch, keine gekauften. Aber ich sehe nicht ein, dass man die mit tierischen Produkten machen muss.

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Centurio42 30.01.2013, 15:42
@Annemaus85

Wie Du Dich oben überzeugen kannst, habe ich die Frage kurz und knackig in 5 Zeilen beantwortet (Rezepte massenhaft, wirkliche Leckereien: keine). Ich habe das auf Hauptgerichte bezogen, denn von leckerem Sorbet oder Obst alleine kann man nicht leben.

Die lange und ermüdende Diskussion wurde mir von anderen sozusagen "aufs Aug gedrückt", sachliche Gespräche, wie z.B. mit "Albatroesser" führe ich aber gerne.

Hingegen beginnst Du schon wieder einen Ausflug ins vollends Absurde! Erklär' mir doch mal bitte, wieso wegen ein paar Hühnereiern, etwas Milch und Butter für meine Semmelknödel jetzt Tiere getötet werden müssen? Meinst Du vielleicht Mehlwürmer? Oder gehörst Du gar zu jenen, die die "armen Zwiebeln" immer so laut schreien hören, wenn sie geschnitten werden? ;-)

Und gegen Massentierhaltung darfst Du gerne auftreten, dafür bin ich auch nicht. Schon aus eigenem Interesse kommen in meine Semmelknödel nur extragrosse Bio-Eier aus Freilandhaltung und nicht mit beta-Carotin-gefärbten und dennoch geschmacklosen Dottern. Und auch beim Melken für Milch und Butter fallen am Bauernhof die Kühe nur ganz selten vor Schreck tot um. ;-)

Als "Diamant-Fragantin" könntest Du eigentlich wissen, dass eine gute Milchkuh keiner des Fleisches wegen schlachten würde, das ergäbe nur altes und zähes Fleisch für die Suppe.

Ich ersuche Dich daher, Dich durch absurden Fanatismus hier nicht selbst lächerlich zu machen und rufe zu sachlicher Diskussion auf, aber eher ein andermal, dieser thread ist wirklich schon ermüdend lang.

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Annemaus85 30.01.2013, 18:49
@Centurio42

In der Eier- und Milchproduktion sterben immer Tiere. Das beginnt bei der Legehennenzucht, bei der die männlichen Küken das erste Abfallprodukt sind (egal welche Haltungsform, die Hühner stammen heutzutage fast alle aus so einer Tiererzeugung (Lohmann z.B.)), und auch die Hühner werden auf dem schönsten Bauernhof irgendwann geschlachtet, wenn sie nicht mehr "genügend" Eier legen. Ausnahmen mag es geben, aber das ist schlicht unwirtschaftlich und wer davon leben muss, kann keine Henne und keine Milchkuh geschweige denn die männlichen Küken oder die Kälber der Milchkühe alle bis zu ihrem Lebensende mit durchfüttern wenn sie keine Leistung in Form von Eiern oder Milch erbringen. Wegen des guten Fleisches schlachtet man die sicher nicht (Legehennen enden ja als Suppenhuhn), aber sicher ergeben die Kühe noch prima Tierfutter... mal abgesehen davon, dass die meisten Rassen heutzutage derart auf Leistung gezüchtet sind. Kein Huhn in der Natur legt 300 Eier im Jahr, kein Säugetier gibt 10mal so viel Milch wie ihr Kind eigentlich bräuchte. Das Resultat sind häufigere Erkrankungen wie Eileiter- und Euterentzündungen. Und in der Milchwirtschaft werden die Kälber außerdem meist nicht bei ihren Müttern gelassen, was für Mutter und Kind eine schlimme Trennung bedeutet.

Manche Menschen mögen das übertrieben finde, andere haben eine tiefere Bindung zu Tieren. Ich finde es schlicht und ergreifend nicht richtig, dass wir Tiere nutzen, wie es uns passt. Bevor ich verhungere angel ich mir auch lieber einen Fisch. Aber ich sehe keine Notwendigkeit dafür...

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Centurio42 31.01.2013, 03:12
@Annemaus85

Ja, akzeptiert, das gibt jetzt alles wenigstens Sinn, bleibt aber natürlich eine Frage des Standpunktes. Und meiner ist es definitiv nicht. Denn am Ende unseres Lebens sterben wir nun mal alle. Das ist so und dagegen anzukämpfen, hat vielleicht aufschiebende Wirkung, ist aber letztendlich vergeblich. Natürlich ergäbe es zum Unterschied von den Tieren einen Aufschrei, würde das Leben von Menschen am Ende ihrer Wirtschaftlichkeit einfach gewaltsam beendet.

Aber ich gehöre da zu jener Gruppe, die es kategorisch ablehnt, alle Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier, auf die gleiche Stufe zu stellen - und wenn Du es genau wissen willst, halte ich sogar das "gebetsmühlenartig verordnete Mantra" von der (zwar nicht Gleichartigkeit, aber) Gleichwertigkeit aller Menschen für eine hilflose Lebenslüge, doch das gehört nicht hierher.

Und da ich Tieren auch keine "Seele" zubillige (diese wäre übrigens, sollte ich mich irren, dann ohnehin unsterblich), und auch keine besondere emotionale Bindung zu Tieren aufbauen möchte, kann ich mit deren sachgerechter Nutzung, von absichtlichem Quälen mal abgesehen, eigentlich prima leben. Eine moralische Grenze würde ich da erst bei Menschenaffen und Delfinen ziehen, während ein richtig zubereitetes Haifischsteak mir sogar die zusätzliche Genugtuung verschaffen würde, dass diese Bestie keinem Schwimmer mehr das Bein wegbeissen wird. Sobald aber auch die Haie "vegan" geworden sind und aus moralischen Gründen ebenfalls keine Menschen mehr anfallen, wäre ich allenfalls bereit, meinen Standpunkt neu zu überdenken. Bis dahin aber lasse ich der Evolution ihren Lauf, die uns Menschen zu Jägern gemacht hat, bekanntlich schon 1/2 Mio Jahre bevor die ersten, zaghaften Versuche unternommen wurden, Nutzpflanzen auf stationären Anbauflächen zu kultivieren.

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klar doch,nämlich hier:

http://www.veganz.de/

mein absoluter lieblingsladen in sachen vegan!die schoko-vanille-dattel-kugeln musst du mal probieren!so lecker!da gibt es eine menge an süssigkeiten!viel spaß beim stöbern! :-) lg

am besten schaust du mal im online-versand: www.vegan-total.de

& ansonsten empfehle ich dir die seite von rezeptefuchs.de dort gibt es eine produktgalerie sowie ganz viele rezepte... du wirst überrascht sein, wie einfach veganes kochen mit der zeit wird & vor allem auch, welche produkte im üblichen supermarkt vegan sind =)

weiterhin wurden hier auch bereits etliche fragen zu veganen themen beantwortet, benutz einfach mal die suchfunktion rechts oben für mehr infos

Salamander68 28.01.2013, 22:02
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Salamander68 28.01.2013, 22:16
@Salamander68

Und hier noch ein Buch aus dem umfangreichen Angebot an amerikanischen veganen Kochbüchern: "Have Your Cake and Vegan Too: 50 Dazzling and Delicious Cake Creations": http://www.amazon.com/Have-Your-Cake-Vegan-Too/dp/1569759200/ref=sr_1_21?ie=UTF8&qid=1359407524&sr=8-21&keywords=vegan+bakery Hier lohnt sich auch ein Blick auf die Rubrik, was Kunden, die dieses Buch kauften, sonst noch so ergatterten, den sie führt durch zu lauter weiteren veganen Backbüchern. Mit den amerikanischen cup-Maßen zu kochen ist übrigens sehr einfach und nur erfordert nur minimale Umstellung.

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