Wo gibt es mehr Liebe? Koran oder doch Bibel?

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22 Antworten

Liebe wird meist als eine auf Freiheit gegründete Beziehung zwischen zwei Personen gesehen, die ihren Wert nicht im Besitz der anderen Person sieht und findet, sondern sich im austauschenden Miteinander zwischen den Liebenden entfaltet. Die Liebenden erkennen sich wechselseitig in ihrer Existenz an und fördern sich, zueinander ausgerichtet, in Herz, Seele und Leib. Liebe bedeutet: Das höchste Wohlsein des anderen aktiv wollen - und auch tun! Liebe braucht also ein Gegenüber um sich definieren zu können. Liebe, die nur ins kalte Weltall gepustet wird, und sich in irgendwelchen schwarzen Löchern und der Unendlichkeit verirrt, und letztlich sich auflöst, ist so sinnvoll und erbaulich, wie großer Reichtum, ohne Aussicht sich je etwas kaufen zu können. Liebe, die nicht erwidert wird, verliert ihre Bedeutung und kann einen kaputt (sündig) machen bzw. bleiben lassen - darum gehen Menschen auch leider verloren. Man kann als Mensch alleine sein und dennoch geliebt - weil es Gott gibt.

Gott ist das Substantiv der Liebe (1. Johannes 4,8). Niemand kann Liebe weitergeben ohne Gottesbezug (selbst wenn ihm das gar nicht bewusst ist). Liebe ist von Gott (1. Johannes 4,7) - Er hat sie quasi erfunden, indem ER Menschen schuf - zu seinem Bilde (1. Mose 1,26). Und Gott hatte daran gefallen und fand es ''sehr gut'' (1. Mose 1,31). Der Teufel hat bis heute damit ein Problem. Ohne Liebe ist alles irgendwie sinn- und bedeutungslos. Die Bibel drückt es so aus: ''Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so daß ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze'' (1. Korinther 13, 1-3).

Liebe zeigt sich in Taten, aber eine Tat muss nicht zwangsläufig immer mit Liebe zu tun haben. Allen Besitz den Armen zu geben, scheint sehr liebevoll und uneigennützig zu sein, aber man kann das, wie der Text sagt, auch ohne Liebe tun! Moralischer Fanatismus ist keine Liebe! Der Mensch braucht Erlösung - Gottes Liebe ermöglicht es, alles andere geht an der befreienden Wahrheit vorbei. Liebe hat in seiner Substanz (Gott) nichts mit Hormomen und Chemie zu tun. Sie ist auch keine Krankheit wie die Sünde, vielmehr wird durch die Liebe Gottes unsere Krankheit (Sünde) in Person Jesu Christi geheilt, wie in Jesaja 53, 4-5 geschrieben steht: ''Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt''.

Die Liebe kam zu uns (nicht wir zu ihr) und wir würden auch nie etwas von echter Liebe wissen, wenn Gott sie uns nicht gezeigt hätte, bevor wir danach fragten - Römer 5,8: ''Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren''. Die Agape-Liebe ist die göttliche Liebe. Diese gründet sich auf einen Willensentschluss! Sie ist in der Lage auch da noch zu lieben, wo wir keine Sympathie, keine guten Gefühle mehr haben. Sei es in Bezug auf den Nächsten, den Bruder, die Schwester oder selbst gegenüber Gott. Agape, göttliche Liebe liebt die, die Liebe nötig haben. Darum hat Gott auch die Welt geliebt (Johannes 3,16). Alles Gute!

Das ist einfach. Du ladest hier (http://www.islamisches-zentrum-muenchen.de/PDF/quran01.pdf) das PDF des Korans herunter und speicherst dieses auf deinem PC ab. Danach lässt du das Pdf mit der Suchfunktion (ich verwende PDF Experte9) "Ausgangsprodukt/ Textsuche" nach liebe durchforsten. Ich kam auf 42 Ergebnisse, die du am besten selbst beurteilst. Im Adobe Reader suchst du unter "Bearbeite/suchen".

hi, Physo, es gibt verschiedene Bedeutungen des Begriffes Liebe in der Bibel. Eine starke Hingezogenheit, eine innige Beziehung , zu einem Freund, zu den Eltern oder zu einem Kind; eine gefühlsbetonte seelische Bindung, ferner die wohlwollende Zuneigung Gottes zu seinen Geschöpfen; auch das starke leidenschaftliche Gefühl der Zuneigung zu einem Menschen des anderen Geschlechts. Abgesehen davon spricht die Bibel auch von einer "auf Grundsätzen beruhenden Liebe" , wie der Gerechtigkeitsliebe oder der Liebe zu Feinden. Das wäre dann schon eine selbstlose Hingabe und ein starkes Interesse am Wohl anderer Menschen. In den Christl. Griechischen Schriften werden hauptsächlich Formen der Wörter "agâpé "und " philia" verwendet, sowie zwei Ausdrücke, die von "storgé" abgeleitet werden. "agâpé" kommt am häufigsten vor. Sie ist eine von Grundsätzen geleitete Liebe. Diese Liebe ist sehr stark am Wohl des anderen Menschen orientiert und "fragt" nicht in erster Linie nach dem eigenen Vorteil. Jesus gebot in Matthäus 5:44:"Fahrt fort, eure Feinde zu lieben." Wie diese Liebe im einzelnen aussieht, wird in 1.Korinther 13 beschrieben (hier auch schon in anderen Kommentaren ausgeführt). Du schreibst, daß du nach "Wahrer Liebe" , speziell auch zwischen Mann und Frau suchst. Das Glück und die Zufriedenheit zweier Menschen gründen sich nicht auf materiellen Besitz oder Karrieredenken. Sie kommen "von innen heraus" und können durch Gottes Wort gefestigt werden. "Jeder wache beständig, wie er baut - 1.Korinther 3:10) trifft also auch auf eine Partnerschaft zu. Damit ein Haus nicht baufällig wird, muß es systematisch gepflegt und in stand gehalten werden. Wenn sich Partner in ihren Zielen konsequent unterstützen und sich gegenseitig Ehre und Respekt erweisen, kann ihre Verbindung stabil bleiben. Es kommt kein Egoismus auf und evtl. aufkommender Zorn wird unter Kontrolle gehalten. Der Apostel Paulus gab Männern den Rat:"Ihr Männer , liebt eure Frauen weiterhin, und laßt euch nicht gegen sie erbittern " (Kolosser 3:19). Dieser Grundsatz gilt auch für Frauen. "Agâpé"-Liebe hilft, die Launen zu beherrschen und nicht auf Konfrontationskurs zu gehen. Paulus gab den Rat: "Werdet gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend" (Epheser 4:32) Handelt es sich um etwas nicht so Gravierendes, kann man es "mit Liebe zudecken" (1.Petrus4:8)

alles Gute

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