Wo finde ich noch Menschlichkeit?

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93 Antworten

Freundlich und höflich bleiben oder Alternativen suchen wie weggehen, Leute nicht ansprechen, wenn man befürchtet, dass das nichts bringt.

Aber: Freundlich bleiben, lächeln, Komplimente machen, höflich sein, sich bedanken, Höflichkeitsfloskeln verwenden.

Man muss mit gutem Beispiel vorangehen, sonst ändert sich ja nichts!!

Es ist auch nicht jeder verbittert, aber immer öfter wird die Haltung gelehrt (bewusst oder durch Nachahmung/ Vormachen), dass es sinnvoll ist, möglichst Menschen schlecht zu behandeln, zu provozieren, zu ignorieren, zu kränken, zu übervorteilen. "Hol dir, was dir zusteht!" statt "Versuche, alle so zu behandeln, dass sich alle inklusive dir wohlfühlen!"

Diesen Kreislauf - ich werde schlecht behandelt, behandele andere schlecht, die dann wieder einen Grund haben, mich schlecht zu behandeln  - kann man nur durchbrechen, indem man selbst mit gutem Beispiel vorangeht.

Dazu gehört neben den reinen Verhaltensweisen auch die Haltung, dass grundsätzlich mal alle Menschen nett sind oder sein können und eigentlich keiner den anderen bewusst verletzen möchte. Ausnahmen wird es immer geben. Aber wenn man vom Schlechtesten ausgeht, erzieht man die Menschen dazu, das auch zu tun und sich aus Selbstschutz schlecht zu verhalten.

Wenn man aufgebrachten Menschen freundlich begegnet, werden sie oft selbst ruhiger. Wenn man wütende Menschen anlächelt, beruhigen sie sich oft. Wenn man Verständnis zeigt, bekommt man oft eine freundlichere Antwort oder auch Verständnis zurück. Eine Portion Humor und Selbstironie - nicht von der schädlichen, selbstzerstörerischen Art - schadet auch nicht.

Man muss sich öfter mal fragen: Schadet das mir? Ist das wirklich schlimm?

Oft regen sich Leute über Dinge auf, die gar keinem schaden, z.B. vor ein paar Jahren (eher als heute) über andere, die im Bus telefonierten. Warum sollte mich das aufregen? Warum muss ich mir die Wut darüber antun? Warum mache ich das zu meiner Sache, warum kann ich sie nicht telefonieren lassen?!

Ich halte jemandem die Tür auf, weil er viel zu tragen hat. Mir hält keiner die Tür auf. Stört mich das? Ich kann ja noch selbst die Tür öffnen, und wenn keiner da wäre, müsste ich das auch. Beim nächsten Mal wird mir auch einer die Tür aufhalten. 

Also immer denken: Dieser Mensch hat einen Grund für seine schlechte Laune. Sie mag anerzogen sein, oder er ist im Stress, hat Versagensängste, ist überfordert, oder ihm fällt gar nicht auf, dass er schlecht gelaunt ist und andere anpöbelt. Wenn man zurückpöbelt, schaukelt es sich hoch. Reagiert man gelasse und freundlich, beruhigt er sich oft auch.

Es bringt also gar nichts, sich darüber aufzuregen. Man steht zu seinen Grundsätzen - die hoffentlich "begegne jedem freundlich, mit Respekt und Verständnis und sei hilfreich" heißen und nicht "Beute und nutze jeden aus, so weit es geht!" - und geht davon aus, dass die meisten anderen Menschen ebenso denken. Wenn es der eine oder andere nicht tut, gibt es noch viele andere, die es tun. Und vielleicht hat man dem Ersten, der verbittert war, so doch demonstriert, dass es auch anders geht und er denkt mal über sein Verhalten nach.

Ich weigere mich z.B., einfach "Hallo?!!" zu schreien, wenn ich jemanden ansprechen möchte oder er mir im Weg steht. Das macht aber heute fast jeder. Stattdessen bestehe ich auch "Entschuldigung, bitte!" und habe damit meist viel mehr Erfolg. Die "Hallo!?"-Opfer sind nämlich gekränkt, dass sie so angeschrien wurden und reagieren deswegen oft noch stur und ignorieren die "Aufforderung" um Aufmerksamkeit. 

Also: Mit Freundlichkeit und Höflichkeit kommt man weiter und im besten Falle kann man diese auch noch verbreiten. 

Mit Provokation, Sturheit, Herablassung und Aggression oder Schadenfreude kommt man manchmal auch weiter, aber selten und man verbreitet auch diese Verhaltensweisen.

Möchte man das?

So verbreitet man ja die Verbitterung...

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Kommentar von KatzenEngel
27.08.2016, 13:07

Danke für Deine ausführliche Antwort :)

1

Der Gegensatz  "sensibel - verbittert", den du in deiner Frage aufstellst, ist kein wirklicher Gegensatz. Es sind gerade sensible Menschen wie du, die leicht verbittern. Unsensiblen Menschen sind die Probleme anderer egal, so können sie den fröhlichen Konsumenten spielen.

Aus deinem Fragetext ist schon auch Verbitterung zu spüren. Aber du willst sie nicht hinnehmen und thematisierst sie. Dafür können wir dir dankbar sein.

Die eigentliche Frage für sensible Menschen wie dich und mich ist : Wie können wir unsere Sensibilität schützen und bewahren? 

Die Gefahr der Verbitterung liegt im Entweder-Oder-Denken. Zu glauben, dass wir uns ein-für-alle-Mal entscheiden müssen zwischen Sensibilität und Verbitterung.

Wir öffnen uns für die Probleme anderer, bis wir davon überflutet werden und es nicht mehr aushalten. Dann wählen wir für den Rest des Lebens die Verbitterung und verschließen uns vor der Welt und unseren Mitmenschen.  

Unser sensibelstes Organ ist das Auge. Nicht ohne Grund hat es Augenlider zu seinem Schutz, zum Verschließen, wenn es zuviel wird. Aber auch zum Wiederöffnen, um den Kontakt zur Umwelt nicht zu verlieren.

Der Anspruch, immer offen, sensibel und ansprechbar zu sein, ist nicht haltbar. Er überfordert uns und führt deshalb zu seinem Gegenteil, der Verbitterung. Es mag paradox klingen, aber für die Erhaltung meiner Sensibilität brauche ich gerade die verfemten Eigenschaften Ignoranz und Gleichgültigkeit.

Es ist unmöglich, nichts zu ignorieren und allem gegenüber nicht gleichgültig zu sein. Aber ich kann meine Aufmerksamkeit lenken, ich kann wählen, was ich ignoriere und was mich gleichgültig lässt. 

Ignoranz und Gleichgültigkeit erlauben meiner Sensibilität, sich immer wieder zu erholen. Für das, was mir wirklich wichtig ist.

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Kommentar von KatzenEngel
31.08.2016, 17:29

Danke für Deine aussagekräftige Antwort :)

2

Hallo KatzenEngel !


Immer häufiger muss ich leider feststellen, dass "Menschlichkeit" vom Aussterben bedroht ist.



Immer mehr Menschen auf Erden und trotzdem immer weniger Menschlichkeit.....  ;-)))

Selbst bist du ja auch verbittert, trägst dies in dir, weißt aber nicht recht, wie damit umgehen.
Ich glaube, darin liegt das wahre Übel. In diesem Nicht-umgehen-können.

Ob man es nun gegen sich selbst oder gegen Andere richtet, diese eigene Unzufriedenheit, bringt wohl beides nichts, wie ich meine.....  ;-)

Aber wie du schon schreibst, du bräuchtest Lösungen und Antworten, die es dir erlauben, vor allem zunächst mal mit deiner eigenen Verbitterung und Unzufriedenheit umzugehen, damit klar zu kommen, in Frieden damit zu kommen.

Was lässt dich / uns verbittern, unzufrieden sein?
Unerreichte Ziele? Unerwiderte Liebe? Niederlagen? Unmenschliches?
Genauer kann dies wohl jeder für sich benennen....
Was genau lässt dich verbittert und unzufrieden sein?

Alle haben wir ja so unser Päckchen zu tragen, da kommt wohl keiner aus.
Entscheidend ist meiner Ansicht nach der Umgang damit, wie du ja schon sagst auch.....

Wie aber reagieren wir häufig auf Niederlagen.......?
Setzen wir uns intensiv damit auseinander, beleuchten sie, erkennen wir sie als Chance zu einer Änderung, akzeptieren wir unser Scheitern, lernen wir aus unseren Fehlern.....?
Oder...
verdrängen wir sie, schieben sie weg, um sie bloß nicht mehr sehen zu können, vertuschen wir sie, lenken wir uns davon ab?

Glauben wir am Ende, nichts tun zu können und den Umständen ausgeliefert zu sein?
Das wäre wohl sehr ungünstig...;-)))
Denn unsere Überzeugungen sind sehr mächtig und sobald wir an etwas glauben, beginnt dieser Glaube zu steuern, was wir sehen und fühlen!

Wenn wir schon mal einen neuen Weg ausprobieren, unser Bestes geben und dennoch unser Ziel nicht erreichen, haben wir oft Angst, es noch einmal zu versuchen, weil wir alle bestrebt sind, Schmerz zu vermeiden - und ein zweites Mal zu versagen, ist schmerzhaft!  ;-)

Deshalb glauben wir nach nur wenigen Enttäuschungen, dass nichts funktioniert, dass wir hilflos sind.
Und das finde ich sehr fatal und als einen Irrtum.
Was aber nichts daran ändert, dass unsere Überzeugungen nun mal sehr mächtig sind.
Was wohl denkt es so in dir?  ;-)))

Also ich denke:

Dass es immer die Möglichkeit gibt, die Dinge zum Besseren zu wenden, wenn ich mich wirklich ernsthaft bemühe.

Dass es im Leben eigentlich gar keinen Misserfolg, kein Versagen gibt, solange ich aus meinen Fehlern lerne, bin ich erfolgreich!!!!

Dass meine Vergangenheit nicht zwingend meine Zukunft sein muss.

Dass unsere Entscheidungen.weniger unsere Lebensumstände, unser Schicksal bestimmen.

Und dass eine wirkliche Entscheidung darin besteht, alles andere auszuschließen.  ;-)))


Liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, zu entscheiden, was uns am wichtigsten ist, und dann Tag für Tag entschlossen darauf hinzuarbeiten, auch wenn es anfangs nicht zu funktionieren scheint?

An alle sensiblen User: Wie geht Ihr mit solchen verbitterten Leuten um?

Na so wie du natürlich!!!
Wir stellen Fragen, um Antworten und Lösungen zu bekommen!!!!  :-)))

Du hast hier ganz tolle Antworten und somit sicherlich weiterführende Anregungen erhalten.
Ist das nicht einfach wunderbar?  :-)))




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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 12:30

Danke für Deine aufschlussreiche Antwort :)

Du hast hier ganz tolle Antworten und somit sicherlich weiterführende Anregungen erhalten.
Ist das nicht einfach wunderbar? 

Ja, da hast Du Recht.

Schönen Sonntag :)

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Kommentar von taunide
29.08.2016, 10:21

...eine sehr schöne Antwort.

Ich möchte noch hinzufügen, dass Menschlichkeit im Sinne von Achtung, Respekt, Wertschätzung, Liebe, Mitgefühl, Verständnis etc. in unserer heutigen Welt mit dem bei uns herrschenden Wirtschaftssystem (Ellenbogengesellschaft) wohl nicht mehr viel Platz findet.

Daher finde ich umso wichtiger, das sich Menschen darüber Gedanken machen, Fragen stellen und die Situation verbessern wollen.

Wachstum muss nicht immer in Euro oder Dollar messbar sein. Ein großer Gewinn wäre für unserer Gesellschaft mehr Menschlichkeit.

Danke für die Frage.

5
Kommentar von wotan38
26.09.2016, 11:35

Für diese großartige und fundierte Antwort würde ich als Fragesteller den Stern vergeben (hilfreichste Antwort). Gut, dass es Menschen gibt, die das können.

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Ich würde mich selbst als sensibel bezeichnen.

Heißt, dass mich solche verbitterten Dinge, wie du sie nennst, sehr treffen. Meine Mutter bezeichnent mich manchmal ironisch als "Weltretter" weil ich einfach hilfsbereit bin und möchte, dass es jedem gut geht.

Ich finde, mal als aktuelles Beispiel, dass bei der Flüchtlingskrise oft Leute vergessen, dass es sich hierbei um Menschen handelt und nicht einfach "Ware" ist, die von einem Ort zum anderen weggeschoben werden kann. Mich schockiert es, dass diese Menschen keine oder kaum Empathie haben, um zu begreifen, wie sich diese Menschen fühlen müssen...

Doch die Menschlichkeit ist nicht verloren, sie zeigt sich in kleinen Dingen, wenn der Freund für einen da ist, wenn Mama mal das Lieblingsessen als Trost kocht und oder in der Schule wenn der Lehrer mal ein Auge zudrückt und die bessere Note ins Zeugnis einträgt. Solche kleinen Dinge sind wirklich sehr menschlich :)

Menschlichkeit ist nicht ausgestorben, wir müssen sie nur wieder in den kleinen Dingen des Lebens sehen und schätzen lernen, verbitterte Menchen gibt es viele, doch von denen müssen wir uns nicht beeindrucken lassen ;)

LG

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 12:12

Danke für Deine Antwort :)

Ja, Menschen - nicht nur Flüchtlinge - werden oft wie "Ware" behandelt, da gebe ich Dir vollkommen Recht.

Schade, bei mir in der Schule hat nie ein Lehrer ein Auge zugedrückt, aber ja, das ist sehr menschlich, wenns doch passiert :)

Schönen Sonntag :)

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Ich kenne noch herzliche Menschen.

Das sind die, die einen achtsamen Umgang mit ihren Kindern pflegen und nicht dem Erziehungsmainstream folgen.

Ja - für mich gehören Menschlichkeit und Achtsamkeit (Respekt) schon bei Neugeborenen zusammen.

Bei dem, was hier - und anderorts - manche so im Umgang mit Kindern empfehlen, wundert es mich nicht, dass Menschlichkeit oft klein geschrieben wird.

Eltern und andere Erwachsene haben es in der Hand, ob die Kinder auch später noch menschlich sind oder zu totalen Egoisten werden.
Krankheit bedingte Egoisten lasse ich da mal außen vor.

Ich denke, dass sich die Menschen nicht rein in "sensibel" und "verbittert" unterteilen lassen.
Für mich gibt es mehr Mischformen.

In sensibleren Phase frage ich (mich), was den anderen zu seiner Reaktion gebracht hat. Grabe da auch gerne etwas tiefer.
Bin ich wegen etwas verbittert, kann es sein, dass ich sarkastisch reagieren.

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 11:47

Danke für Deine Antwort und Deine Erläuterungen :)

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Ich weiß jetzt nicht, wo ich mich einreihen / einordnen soll .... Ich bin so (un)sensibel, wie es die Situation erfordert....

Ich kann auch nicht bestätigen, dass die  Menschlichkeit vom Aussterben bedroht ist ... Ich kann für mich nur sagen, dass ich sie jeden Tag sehe -   in kleinen Gesten, in einem freundlichen Lächeln u.ä.

Was mir an deinem Text aufgefallen ist, ist jene Passage:

Ich treffe kaum noch ECHTE Menschen, Menschen, die herzlich sind, die
sich auch mal einen Standpunkt einer sensiblen, menschlichen Person
anhören und dadurch ihren Standpunkt überdenken.

Vllt. ist ja dein "Problem" eher ein anderes - z.B. deine Erwartungshaltung an andere Menschen ...?

Will sagen, treffe ich auf einen Menschen, dessen Sensibiltät anders fokussiert ist als die meine und ich höre der Person zu und überdenke beide Standpunkte (meinen und den des anderen) und komme dann nicht überein, heißt dies ja noch lange nicht, dass ich unsensibel bin.

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Kommentar von KatzenEngel
31.08.2016, 17:17

Danke für Deine Antwort :)

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Und es gibt sie doch.

Die Guten unter uns Menschen. :)

Nach meiner Erfahrung sind sie überall zu finden, aber oft nicht da, wo man es gedacht hätte.

Wenn man offenes Auges durch die Welt geht, wirkt sie manchmal Dunkel und schlecht- trotzdem findet man auch Sonnenschein und diesen sollte man immer wieder suchen und bei sich behalten.

Wenn du stets schlecht gelaunte, Pessimistische Menschen kennst/ Kennen lernst, dann solltest du dich spätestens ab dem Zeitpunkt, dass sie sich schlecht auf dich auswirken, fallen lassen und nach angenehmeren suchen und 'festhalten.

Vergiss aber nicht, dass du selbst, wenn du so schlecht über alles denkst, kaum als herzlich gesehen wirst., denn negatives Denken, färbt auf einen ab.

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 15:41

Danke für Deine Antwort.

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Ergänzung zu meinen biologischen Ausführugen:1946 war der Nürnberger Prozeß. Dort sagten auch viele KZ-Häftlinge aus. Die alliierten Geheimdienste erforschten verdeckt, weshalb tausenden Menschen in den KZs von den anderen Menschen keine Hilfe zuteil wurde:Antwort eines KZ-Häftlings: "Wie wurden Opfer und ins KZ gesperrt nicht etwa aus politischen Gründen. Nein. Dieser Gedanke ist völlig falsch. Wir landeten im KZ wegen des Mangels an Empathie bei der Mehrheit des deutschen Volkes."In dem deutschen Spielfilm "Das weiße Band" führt man die mangelnde Empathie bei den Deutschen auf falsche Erziehung in der Vornazizeit zurück.Aber auch dies ist nur eine Folge eines biologischen Phenomens.1965 wurde an der Humboldt-Uni in Ostberlin dazu geforscht, geheim unter dem Deckel der Staatssicherheit. Denn man wußte schon, daß Menschen trotz tiefgründiger Erziehung sich nachhaltig streuben, den Sozialismus als aktzeptable Weltanschauung anzunehmen.Man fand heraus, daß nur 20 % Empathie für andere empfinden, der Rest geht seiner (egoistischen) Freiheit nach. Eine Mutter, die ihr Kind schon im Mutterleib haßt, weil ihr geliebter Freund, so gnadenlos verließ, bildet während der Emryonalphase keine Synapsen für Empathie aus, da die Natur erkannt hat: Das Baby muß ohne menschliche  Wärme groß werden. Die Natur bereitet das Baby darauf vor, bevor es geboren wird. Deswegn sing Heimkinder empathielos, denn niemand kümmerte sich um sie.Auch von Eichmann dem Nazimörder weiß man, das er ein jüdisches Kind in der Babywiege mit einem Revolver ohne zu Zucken erschoß - aus Spaß aufgrund der Forderung seiner kaltherzigen Ehefrau.

Robert Kempner, Ankläger von Nürnberg: "Die Welt kann diesen Massenmord der Nazis nicht links liegen lassen. Die Welt muß die wahren Hintergründe erforschen, denn eine Wiederholung darf es nicht geben. Eine Wiederholung würde das Ende der Menschheit bedeuten."

Nur weil der Mainstream von diesen Fakten nicht berichtet, heißt das nicht, das diese Fakten nicht existieren.

Die Staatssicherheit der DDR hat deshalb das Entstehen der feindlich-negativen Haltung zum sozialistsichen Staat vorbeugend durch "Zersetzungsmaßnahmen" verhindert. Lieber im Vorfeld psychologisch auf Menschen einwirken, als sie dann wegen staatsfeindlichen Handlungen einzusperren. Die westlichen geheimdienste sind  nach 1990 durch Aktenlektüre diesen Frorschungsergebnissen für die eigene Arbeit nachgegangen. Alles, was Erdogan derzeit macht basiert auf Erkenntnissen des KGB und des MfS.

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Kommentar von KatzenEngel
31.08.2016, 17:20

Danke für Deine - teils - geschichtlichen Erläuterungen, passt sehr gut. Und ja, den Film, den Du ansprichst "Das weiße Band" kenne ich...

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Hi Katzenengel,

Jeder Mensch trägt 'nen Wolf in sich. Die Menschlichkeit ist denen, die den Wolf früh erkennen und ihn mühsam beseitigen (auf egal welche Art und Weise). Oder man lebt mit dem Wolf und lässst ihn wachsen und stärker werden. Nach und nach gewinnt er die absolute Kontrolle über uns und die folgen sind verheerend...

Mit der Zeit, die vergeht "erlernen" wir, durch den immer wachsenden Wolf: Verbittert zu sein, werden negativ, Gierig, fangen an zu hassen und vergessen Empathie und Freude und noch viel mehr gutes, die tief im inneren eigentlich zu unseren Ureigenschaften zählen und schon längst vorhanden sind :)

Durch einwenig Achtsamkeit erkennen wir sehr leicht, zu welchen negativen Gedanken wir neigen. Und die Kunst liegt einfach darin, genau in diesem Augenblick auf diese ständig uns aufsuchenden negativen Gedanken NICHT einzugehen und einen guten schönen Gedanken in unserer Denke "einzupflanzen" und jeden Tag zu begießen.

Spazier mal in die Stadt und beobachte dich wie du auf die verschiedensten Menschen reagierst und versuche die Gedanken, die dir auffallen durch einen besseren Gedanken zu ersetzen, du wirst sehen es ist unglaublich schwer, aber machbar! Und die Kunst liegt darin, das jeden Tag, jede Minute zutun, bis es eine natürliche Gewohnheit wird nur positiv zu sein :)

so erkläre ich mir in meiner Welt die Menschlichkeit und das Gegenteil davon (ich will das Wort nicht mal Schreiben :) )


Quellbrunnen 

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Kommentar von KatzenEngel
31.08.2016, 17:24

Danke für Deine Antwort, das mit dem Wolf ist gut :) Ich glaub, ich lege mir so einen "Wolfsmantel" zu, also andre beseitigen ihn mühsam und ich wünsche mir jetzt einen, ich glaube, damit wäre das Leben leichter.

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Menschlichkeit findest du da, wo du deine Augen und dein Herz öffnest - in den kleinen, unscheinbaren Dingen....

Was man aussendet, kriegt man zurück - ich finde in dieser Welt  zunehmender Kälte und Gedankenlosigkeit dennoch oder erst recht genug Menschlichkeit, um weiterleben zu können und die Hoffnung nicht zu verlieren...

Viele Menschen legen sich eine Art Schutzpanzer an oder bauen Mauern, um sich vor weiteren Verletzungen zu schützen - diese Mauern kannst du einreissen !

Darum: Geh mit offenen Augen durch dein Leben - du findest dabei mehr, als du dir erhoffst und zu träumen wagst... :)

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 12:09

Danke für Deine Antwort :)

Menschlichkeit findest du da, wo du deine Augen und dein Herz öffnest...
Mein Herz ist weit geöffnet (meine Augen auch), nur macht es mich traurig, wenn ich sehe bzw. mitbekomme, dass es bei andern so verschlossen ist. Ich wünschte manchmal, ich fände den Schlüssel, um meines auch zu verschließen, dann bliebe mir vieles erspart.

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Hallo, liebe/r Katzenengel.

Die Menschlichkeit steht an jeder Ecke und erwartet dich freundlich.

Der Schülerlotse, welcher die Kurzen rüberleitet

Der Mann, der aus dem Wagen hechtet, um einer Entenmama mit ihrem Kinderschwarm über die Autobahn zu helfen

Frau hilft einer alten Dame, die kreislaufschwach an ihrem Rollator hängt, sich nicht mehr reinhieven könnend, um gleich einen ganzen Kreis an Mithelfern (keine Gaffer!) zu animieren

100te Leute, die einen U-Bahnwaggon wirklich halb aus dem Geleis stemmen, damit ein darunter gerutschter Mensch geborgen werden kann.

Im I-Net findest du 100te Vids dazu, und würdest du mit mir zusammen arbeiten, hätte ich sicher auch in der Freizeit ein offenes Ohr für dich, denn ich weiss, wie traurig es ist, keinen zu haben, mit dem man sich mal richtig aussprechen kann - wobei der Mund gegenüber anderen so fest wie eine Auster in Dreckwasser verschlossen ist.

Grins, deswegen konnte meine Mamusch mich auch zum Geschenkeeinkauf für die Familie zu Weihnachten mitnehmen: nichts brachte mich dazu, etwas zu verraten.

Da konnte meine Schwester bohren wie sie wollte.

Auch das ist Menschlichkeit - wenngleich ich als Kind nur wusste: wäre gemein, da ja die Überraschung verdorben...

Dauerhaft verbittert ist aber kaum jemand sondern meist gestresst.

Gestern war eine Kundin bei mir, die eben ihren Wunsch äussern wollte, als wer sie anrief, den sie Job gemäss natürlich annahm, um mir zu zu nicken als ich ihr eine Kaswurst zeigte.

Also bekam sie die serviert, beendete den Anruf und marschierte mit ihrem Tablett zu einem Sitzplatz, ganz vergessend, dass noch zu zahlen war.

Ich sah ihr baff nach und wanderte hinterher, baute mich neben ihr auf und sagte leise: Ähem, ich hätte das noch was zu bekommen...

Da sah sie mich erstaunt an und erschrak ehrlich: Hab vergessen, Entschuldigung, der Anruf..., worauf ich lächelte: Versteh ich doch, hab ja gesehen..., um die Paycard zu erhalten und das Geschäft abzuschliessen.

Manche Leute errichten aber auch aus Selbstschutz Mauern, um nicht ständig verletzt zu werden - wie etwa ich, meinem Sternbild Krebs gerecht werdend.

Allerdings schaue ich seit ein paar Jahren sehr oft mal aus meinem Schneckengehäuse und lernte sehr viel über die menschliche Spezies - sehen bildet enorm, auch ohne Worte, lG.

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Ich würde mich weder als sensibel noch als verbittert bezeichnen!

Gemeinhin habe ich als Gemütsmensch eine sehr hohe Hemmschwelle - auch als Privatmann oder beruflich im RL - aber wer diese erstmal erreicht, der kriegt alles in voller Ladung zurück. Aber nicht durch Pöbeleien oder auf gleiche Art, denn Feuer mit Feuer bekämpfen ist nicht mein Stil!

---------> wenn mir jemand erst mal richtig frech, arrogant und rotzig kommt, mache ich den auf eine Art klein, durch die er erst hinterher merkt, wie sehr er da eben eigentlich verletzt worden ist. Das tut noch viel mehr weh als ein locker dahergeredetes Schimpfwort!

Solche Übergriffe sind immer Situationsgebunden, aber immer sehr anstrengend & gerade aus rhethorischer Sicht sehr anspruchsvoll. Zum Glück muss ich das nur selten tun, weil ich eine sehr hohe Hemmschwelle habe & die Leute, die mich wirklich kennen bzw. mich mal "weniger gediegen" erlebten auch wissen, dass man sich mit mir nicht anzulegen braucht. 

Ansonsten habe ich den Ruf vom "lieben Onkel", der sich Zeit nimmt, für seine Leute da ist, im Zweifel auch unbequeme Anliegen regelt und niemanden hängen lässt ;) Zumindest sagen das andere von mir ;)

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 15:46

Danke für Deine Antwort :)

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Hallo KatzenEngel!

Interessante Frage, die du hier gestellt hast!
Ich vermute mal, dass du sehr empathisch veranlagt bist und du dir im Allgemeinen viele Gedanken über weitaus sinnvollere Dinge machst, als die meisten Menschen.
Das finde ich sehr lobenswert und ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass in der Welt da draußen eben doch noch Menschen existieren, die nicht nur oberflächlich sind!

Als großer "Freund" vom "Kleinen Prinzen" freue ich mich natürlich auch, dass du offenbar das Buch von Antoine de Saint-Exupéry verinnerlicht und daraus gelernt hast.
Ich selbst habe es auch schon mehrmals gelesen.., und ich liebe es!

Meiner Meinung nach ist ständige Ablenkung ein Hauptproblem unserer Gesellschafft!
Der Leistungsdruck, der überall aufgebaut wird und die ständige Reizüberflutung hindern zu viele Menschen daran, mal in sich zu kehren und über bestimmte Dinge zu reflektieren.
Kaum jemand nimmt sich noch Zeit für eigene Gedanken und gerade das empfinde ich als sehr wichtig.

Dadurch geht die von dir vermisste Menschlichkeit verloren.
Es werden überall die falschen Werte vermittelt und das Gefühl verbreitet, man müsse ein Egoist sein, um seine Ziele zu erreichen.
Fast keiner nimmt sich noch die Zeit dieses Verhalten zu hinterfragen.
ABER.., zum Glück gibt es Ausnahmen!

DU tust es und die Antworten zeigen, dass es noch Menschen gibt, die ähnlich denken!
Das sollte dir Hoffnung machen, dass die Menschlichkeit eben NICHT ausstirbt.
Es ist nur sehr schwer, sie zu finden, da sie im Alltag nur selten anzutreffen ist.
Aber es gibt sie!!!

Liebe Grüße und denk positiv!

Ps: Noch eine kleine Buchempfehlung für dich:

"Ein Tag mit der Liebe" von Mohsen Charifi!
Dies ist ein fantastisches Buch und wird dir gefallen.
Versprochen :-)

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 15:55

Danke für Deine interessante Antwort.

Ja, ich liebe den "Kleinen Prinzen", habe leider festgestellt, dass viele das Buch überhaupt nicht kennen. Schön, dass Du es kennst :) Und danke für Deine Buchempfehlung, dafür bin ich immer offen, werde mich gleich mal bei Amazon danach umsehen ;)

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Einige Zeitlang war ich auch enttäuscht. Hatte das Gefühl es gibt keine guten Menschen mehr.

Aber jetzt sehe ich es wieder anders.

Seit ich sozial tätig bin in mehreren Bereichen erlebe ich schöne Sachen. Eine Freundin sagte vor ein paar Tagen: tue Gutes und Dir geschieht Gutes. Und das kann ich nur bestätigen. Ich bin glücklich, weil ich helfen kann. Und gleichzeitig erlebe ich auch selber Gutes. Ein geben und ein nehmen. Meist kommt das Gute von anderer Stelle. Aber es gleicht sich wirklich aus.

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Kommentar von KatzenEngel
09.09.2016, 10:16

Danke auch noch für Deine Antwort :)

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Solange es auch nur einen Menschen mit einer menschlichen Einstellung gibt, ist die Menschlichkeit auch nicht am Aussterben.

Verbitterung hat ihre Gründe und hat mit Unmenschlichkeit nichts gemeinsam.

Du meinst, dir reichen Gesten, um einen verbitterten Menschen auszumachen? Dann darf ich dir sagen, dass du dich da in mir schwer irren würdest.

Nur weil ich nicht mit einem Dauergrinsen durch die Kante laufe, gehöre ich zu den Menschen, die noch aufstehen, wenn ein älterer Mensch einen Sitzplatz braucht, der anderen die Türe aufhält, die ein offenes Ohr für fast jedes Thema und Problem und oft einen guten Rat für Hilfe haben, der hilft, ohne dafür die Hände aufzuhalten und der sich gegen Ungerechtigkeiten stark macht.

Höre einfach auf, nach einem Gesichtsausdruck zu urteilen. Ich nagle zugegebenermaßen in Gedanken viele Leute an die Wand und habe definitiv auch Grund dazu. Aber wer mich nicht kennt, kann sich auch kein Urteil bilden.

Gehe lieber mal auf einen Menschen mit ernstem Gesichtsausdruck zu und frage ihn, was er hat. Nicht immer nur darauf warten, dass dich einer versteht.

Und wenn er dir was erzählen würde, was dich runterzieht, dann denke deinerseits mal darüber nach, ob es auf der anderen Seite nicht nach "Unmenschlichkeit" aussieht, sprich, Unverständnis, wenn du sowas wie in deinem Text schreibst, dass du damit nicht umgehen kannst.

Wer für sich Verständnis, Entgegenkommen und ein offenes Ohr wünscht, sollte auch fähig sein, Selbiges zu geben.

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 15:35

Leider scheinst Du meine Frage nicht richtig gelesen bzw. nicht richtig verstanden zu haben. Es geht nicht nur um den Gesichtsausdruck sondern auch um ein Gespräch...-

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Ich war schon in beiden Phasen. In der verbitterten und in den sensiblen. Deshalb denke ich verstehe ich solche Menschen sehr gut.

Verbitterte Menschen haben also oft ein falsches Weltbild. Glauben an eine Sache und sind davon überzeugt das durch diese Sache ihre Wünsche erfüllen. Wenn das dann nicht der Fall ist, werden sie verbittert denn sie machen ja alles "scheinbar" richtig.

Die Blondine mit ihren Silokon Doppel-D Dingern die immer nur körperlich ausgenutzt würd, da sie sich nur auf ihr Äußeres konzentriert aber kaum charakterliche Vorzüge hat. Der Typ der täglich ins Fitness Studio geht, ausschaut wie Arnold in seinen besten Tagen und trotzdem keine Dame abbekommt, weil er vielleicht total ungebildet oder unsensibel ist. Oder der Mensch der den ganzen Tag brav arbeiten geht, Überstunden macht und Ende einfach keine Zeit mehr für seine sozialen Kontakte findet. Klar das da was fehlt.

Um mal eine Sache die doch häufig zutrifft zu erklären...

In München graust es mir da manchmal, wie schnell beispielsweise viele Leute beim Kennenlernen auf ihren Beruf zu sprechen kommen. Wie toll sie doch verdienen und solche Dinge. Das ist für mich eher abstoßend. Total uninteressant. Wenn ich dann frage, was für Hobbys diese Menschen haben, dann fehlt nur noch das Grillenzirpen im Hintergrund um die perfekte Atmosphäre zu schaffen. Das bei so einem Leben Menschen verbittert sind ist kein Wunder.

Die Menschen die es gut finden wenn jemand gut verdient (beispielsweise Damen die Sicherheit bei einem Mann suchen), finden das böse Erwachen später wenn Er auf einmal keine Zeit mehr für sie hat.

Ich selbst meide solche Menschen. Wenn sie mir wichtig genug sind, mache ich eine forsche und strenge Ansage. Sag was meiner Meinung nach falsch läuft. Auch wenn es im ersten Moment scheinbar oft nichts bringt und ich diese Person vielleicht nie wieder sehe, so wird die Ansage vielleicht etwas bei dem Menschen bringen. Und sei es nur mal das Konzept seines Weltbildes in Frage zu stellen.

Wir leben in einer Zeit wo wir eh von Medien und Plakaten einen Eindruck vom perfekten Leben vermittelt bekommen. Was aber totaler Blödsinn ist. Da wird eine Werbung gezeigt, bei dem ein Typ ein geiles Cabrio hat, eine tolle Frau mit den richtigen Rundungen und zwei tolle Kinder. Und das alles nur weil er Geld hat. Und alle lachen sie... Und das entspricht nicht der Wahrheit. Die wenigsten Menschen können so viel Geld verdienen, ohne das sie dafür viel Arbeiten müssen.

Ein Freund sagte mir mal: "Ich verstehe Menschen nicht, die jahrelang studieren um am Ende deutlich mehr arbeiten zu müssen..."

Natürlich gibt es auch andere Gründe für Verbittertung. Erstaunlich ist es aber doch, wie oft genau der Fall den ich hier beschrieben habe der Kern des Übels ist.

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Kommentar von Malavatica
27.08.2016, 10:56

Stimme dir zu. Der Wert eines Menschen wird oft über seinen Beruf definiert. Alles ist noch viel oberflächlicher geworden. Es ist viel wichtiger heute gut auszusehen,gestylt zu sein, geschminkt nach der neusten Technik. Der Mensch dahinter interessiert niemanden mehr. Mit solchen "Werten " kann ich auch nichts anfangen. Ich möchte normal, wie ich bin rumlaufen und akzeptiert werden. 

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Kommentar von KatzenEngel
27.08.2016, 11:09

@JesterFun: Danke Dir für Deine ausführliche Antwort :)

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Es ist leider immer zunehmender dass es langsam keine Menschlichkeit mehr gibt.

Auch wenn ich erst 19 Jahre alt bin musste ich viel bemerken.

Seien es hochnäsige junge Schüler die ältere Schüler mobben, sei es ein Kunde im Laden der sich nicht mal für seine Sauerei die er gemacht hat gerade steht oder sogar die eigenen besten Freunde die einem von hinten ins Herz reinstechen.

Die Veränderung geht mit der Menschheit mit, die Menschlichkeit verschwindet leider immer und immer mehr. Gutes Beispiel von früher und heute im Vergleich: früher hat man sich auf einem Dorffest kennengelernt, hat sich näher kennengelernt und geheiratet, eine Familie gegründet die bis heute besteht und heutzutage sieht man leider immer noch kaputte Beziehungen und im Zusammenhang ungezogene Kinder.

Mein Fazit der Geschichte und was ich auch selbst anstrebt:

Schätze die die nett und höflich und all das zu dir sind und lass die anderen Links liegen :) 

LG Nikii97

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Kommentar von KatzenEngel
31.08.2016, 17:26

Danke für Deine Antwort :)

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Hallo!

Ich verstehe deine Ansicht nur zu gut. Vor kürzester Zeit hatte ich dasselbe Bild und habe es ganz einfach gelöst. Doch dazu gleich mehr.

Im Laufe der Zeit verändern wir Menschen uns einfach. Die Zeit nimmt ihren Lauf. Dass beispielsweise nur noch seltener Kinder auf dem Bolzplatz anzutreffen sind, sondern stattdessen heute auf Minecraftservern oder in Battlefield anzutreffen sind. Das Verdanken wir teils der Technik, aber am Ende liegt es immer am Menschen selber.

Ich erkenne den beschriebenen, selten Charakter nur teils an meiner Oma wieder. Eine nette, reine, herzliche Persönlichkeit.

Das Wort "Kind aufziehen" wird sehr unterschätzt. Welches Verhalten man abschaut, nachahmt oder in die Wiege gelegt bekommt, in welchen Umständen man aufwächst und welche Bezugspersonen man hat, sind alles sehr relevante Faktoren.

Würde ich explizit auf die Aussagen eingehen und alles im Text wörtlich nehmen, dann wäre der Text schwachsinnig. Vielleicht kennt ihr ja das Zitat „Immer macht es schlimm." (bekannt durch die Serie How I Met Your Mother). Denn, jeder Mensch hat ein Stück Herzlichkeit, Sensibilität & Menschlichkeit. Doch dann kommt die Frage: Wie viel besitzt eine Person davon?

Doch auch zu viel ist nicht immer von Vorteil. Ein gesundes Mittelmaß ist wie immer angebracht. 

Und wie viel einer davon besitzt, hängst von der Persönlichkeit ab. Und wir Menschen haben viele, verschieden Persönlichkeiten. Persönlichkeit kommt vom lateinischen Persona, also Maske. Jeder Mensch verhält sich anders zu anderen Personen, die zu einem eine andere Verbindung haben. Zu Freunden ist man ja anders als zur eigenen Mutter oder zur Polizei.

Ein wichtiger Begriff ist auch neben Sympathie, die Empathie. Jemand, der sich wirklich gut in eine andere Person hineinversetzen kann, der hat in meinen Augen eine echte Superkraft.

Sehr viel hängt auch von dem ersten Treffen ab. Dazu kommen dann noch Vorurteile und die hat nun mal jeder, zumindest der überwiegende Großteil der Weltbevölkerung. 

Unser Gehirn entscheidet in wenigen Sekunden schon, ob wir eine Person sympathisch finden oder nicht. Sowas hängt dann aber auch teils von den eigenen Ansichten ab.

Nun muss man aber erst mal aufmerksam dafür werden und realisieren, dass wirklich jeder verschieden ist.

Denke beispielsweise mal an die Natur. Wir Menschen sind beispielsweise nicht gut. Wir zerstören jenes, dass uns erschaffen hat. Alles was aus Menschenhand stammt, kann nur irgendeinem Schaden. Und es ist Tag für Tag die Natur, die von den Menschen geschädigt wird. Dabei ist die Natur etwas Gutes. Nämlich das, was uns Tieren bisher am Leben gehalten hat.

Ja, in meinen Augen sind auch wir Menschen "Tiere". Wir leben, lieben, atmen, schützen, essen, trinken, sowie unsere engsten Anhänger. Wir haben jedoch den Fluch des übernatürlichen Fortschritts. Ein Elefant wäre niemals in der Lage sowas auf die Beine zu stellen, gar ein Delfin. Wir Menschen haben eben die passenden Vorgaben und noch unser ausgeprägtes Gedächtnis.

Wenn man sich das mal in Gedanken ruft, merkt man, dass all die Probleme nur vom Menschen erschaffen wurden.

Sollte jemand Interesse an dem gerade Erklärten haben, der muss sich nur über Spiritualität erkundigen.

Wie du das Problem schlussendlich gelöst bekommst: Halte dich an die seltenen, reinen Leute und lasse die Falschen links liegen.

Danke für die Aufmerksamkeit.

Und viel Glück auf deinem Lebensweg! 

- Einer, der dich wirklich gut verstehen kann.

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 12:24

Danke für Deine sehr aufschlussreiche Antwort :)

Halte dich an die seltenen, reinen Leute und lasse die Falschen links liegen.
Danke für den Tipp, die Falschen lass ich schon links liegen, nur die reinen Menschen zu finden, gestaltet sich schwieriger :/

Und viel Glück auf deinem Lebensweg! 
Danke, Dir auch :)

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Ich kann keine Gedanken lesen deswegen versuche ich einfach mal meine Sichtweise zu schildern, da ich auch nach außen hin eher gehässig, abweisend, herablassend (was auch immer) bin. Ich bin extrem misstrauisch und mit mir selbst nicht zufrieden, folglich ziemlich unsicher. 

Ich wurde in meiner Kindheit und Jugend oftmals bloß gestellt und vorgeführt. Ich war auch immer ein sensibler Mensch und habe mir tatsächlich alles zu Herzen genommen, was je zu mir gesagt wurde. Zu keinem Zeitpunkt hätte ich jemals sagen können dass ich keine Freunde habe, ich wurde nie ausgegrenzt oder gemeidet, aber es war eben immer etwas peinlich mit seinen Freunden (unter Männern, Jungen) darüber zu reden, da man um keinen Preis irgendwie wehleidig oder so wirken wollte.

Obendrein habe ich eine äußerst pessimistische Grundeinstellung die auch zu meinem Misstrauen führt. Ich vertraue so gut wie niemandem da ich selbst von meinen eigenen Eltern früher oft hintergangen wurde. 

Worauf ich hinaus will ist nicht weshalb jetzt genau ich so bin, sondern ich will dir einfach mal vor Augen führen dass wir in einer Gesellschaft leben in der wir zwar alles haben, uns aber trotzdem nur verrückt machen. Irgendwie ist doch meiner Meinung nach jeder dritte unzufrieden mit seinem Leben und hat was zu meckern, dass merke ich schon an meinen Mitarbeitern. Dieses pessimistische und negative ist ansteckend. 

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 15:31

Danke für Deine Antwort. Ich gebe Dir vollkommen Recht, eigentlich haben wir alles, doch die meisten sind unzufrieden...das triffts...und das Negative ist ansteckend, leider :/

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Also ich bin früher oft nach polen gefahren zu einer zeit als die mauer noch stand und die polen noch richtig arm waren mit zucker gutscheinen und auch für salz haben sie coupons bekommen. Also richtig arm. Diese armut hat die leute aber zusammen geschweist. Jeden abend hat sich die ganze nachbarschaft zurammen gesetzt und den abend gemeinsam genossen. Es wurde viel gelacht.
Jetzt wo jeder alles hat und niemand mehr jemanden braucht um an irgendwas heran zu kommen gibt es das nicht mehr. Was will ich damit sagen. Heute hat jeder alles und man braucht keinen um zu überleben. Das was du meinst ist eine krankheit der reichen länder glaube ich. Zivilisation macht unabhängig, unabhängig macht egoistisch und egoismuss macht unmänschlich. Je reicher jemand ist um so weniger scheren ihn die anderen.

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Kommentar von KatzenEngel
28.08.2016, 15:39

Danke für Deine aufschlussreiche Antwort.

Heute hat jeder alles und man braucht keinen um zu überleben

Oh, das hört sich hart an, aber es trifft zu. Schade, nur, "wenn ich Hilfe brauche, gehe ich auf andre zu, ansonsten juckt mich der andre nicht" - so hört sich das für mich an. Ich finds schlimm und traurig :/ aber es entspricht der Realtität, leider :/

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