Wo finde ich Menschen, die anders denken?

8 Antworten

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Das, was du vermutlich meinst, nennt sich Synästhesie.

Allerdings finde ich deine Asdrucksweise falsch und komisch. Es gibt kein "normal" oder "nicht normal". Bei mir sind das Alphabet und Zahlen bunt und haben eine zweidimensionale Anordnung. Das ist für mich normal. Wie du Zahlen in deinem Kopf siehst, weiß ich nicht, aber das ist für dich normal.

Ich finde es immer komisch, wenn Leute meinen "So sehen die und die Menschen die Welt". Really? Ich sehe die Welt eben, wie ich sie sehe. Ich denke, wie ich denke und etwas anderes werde ich vermutlich nie kennenlernen. Es ist saumäßig schwer, jemand anderem zu erklären, wie man die Welt sieht und wie man denkt, weil man eben nichts anderes kennt.

Das, was du erwartest ist ein wenig so als sollte jemand, der 4-dimensional sehen kann, die 4. Dimension einem Menschen erklären, der eben nur 3-Dimensional wahrnimmt. (Wenn du nicht verstehst, was ich meine, empfehle ich dir den Film Flatland)

Den Film habe ich glaubs schon mal gesehen 😉.

Mir ist aber klar, dass ich das wahrscheinlich nicht verstehen werde. Ich will nur wissen, was für Phänomene dadurch enstehen können. Ausserdem ist mir auch klar, dass es kein "normal" gibt. Allerdings haben die meisten Menschen eine ähnliche Sichtweise. Diejenige der Menschen, die ich suche, haben allerdings eine komplett andere und mich interessiert auch, was für Formen es alles gibt. Ich hoffe mal, das war das, was du meintest.

Allerdings interessiert mich noch, dass du sagtest, dass du Zahlen bunt siehst ... kannst du mir sagen, wie genau du das meinst? Waren die Zahlen bunt, als du sie in der Schule kennengelernt hast?

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@Sleacen

Als ich das erste Mal. Im Kindergarten bis 100 gezählt habe (das war damals so ein battle zwischen mir und ein paar anderen), waren sie einfach bunt und so angeordnet. Beim ABC war es genau so. War einfach schon immer so in meinem Kopf. Das nennt sich Synästhesie. Ich wusste bis ich mal ein Buch von Daniel Tammet gelesen habe, nicht einmal, dass es einen Namen hat und überhaupt irgendetwas ist. Für mich war es bis dato einfach so. Eine Zahl, mitder ich rechne, hat eine Farbe. Punkt. Bis dahin hatte ich mir nie darüber gedanken gemacht.

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Es ist saumäßig schwer, jemand anderem zu erklären, wie man die Welt sieht und wie man denkt, weil man eben nichts anderes kennt.

Dem kann ich nur widersprechen. Doch werden mir nur Menschen zustimmen, die beispielsweise wissen, dass man so ziemlich alles verifizieren kann, weiß man, dass Wahrheit einfach nur das ist, was sich ereignet. Was davon wahrgenommen wird, kann freilich auch was ganz anderes sein. Doch lassen sich viele brauchbare Wahrnehmungen durchaus mit einem „Qualifizierten Konsens“ einer sehr hohen Zuverlässigkeit zuordnen, die sogar noch jene übersteigt, die entsteht, wenn eine Gruppe von Möbelkäufern feststellt, dass ihr diese rote Couch besser gefällt als der daneben stehende grüne Sessel. Für vieles 🎈💊🔨📞 haben wir ja längst genug 🎺 Übereinstimmung entwickelt. Und was sich nicht kondensieren lässt, eignet sich hervorragend für Ungerechtigkeiten, mit dene wir andere über den Tisch ziehen oder uns übervorteilen lassen ...

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Nachdem es erst zwei Monate her ist, dass Du diese interessante Frage gestellt hast, würde ich noch gerne was dazu sagen:

Wie wir die Welt sehen ist Ergebnis unserer individuellen Wahrnehmung, Wertung, Erinnerung und Erwartung, die der Einfachheit halber gerne egoistischer ausfällt als für andere bekömmlich. Das ist so, weil mehr Altruismus für uns mit viel Aufwand verbunden ist. Es war schon immer schwer, sich in die Gefühlswelt anderer zu versetzen. Defakto läuft ja alles über Gefühle. (Es gibt da ein Angst- und Panikzentrum und eines für Belohnung in unserem Hirn. Sogar Mikroben haben mit dem Folgen positiver Zustände und dem Meiden belastender ein gewisses Hirn entwickelt.)

Was wir in unserem Denkrefugium abspeichern, unterscheidet sich durch positive und negative Zuordnung, für die vor allem das limbische System zuständig ist. Dort werden Erinnerungen festgehalten mit positiven oder negativen Markierungen. Und dieses limbische System ist auch eine Warneinrichtung, die oft für uns entscheidet, wie wir uns verhalten sollen. Erstaunliche Sache! Es trickst unser übriges Hirn mit einer zusätzlichen Denkschleife (messbare Verzögerung im Denk-Entscheidungsprozess) aus, um uns das Gefühl zu geben, wir hätten selbst über etwas nachgedacht und entschieden. Dabei sind wir ständig „mächtig fremdbestimmt vom eigenen Ich“ ...

Die jeweils dann in den Köpfen verankerten Weltbilder können dementsprechend unterschiedlicher sein als die, die Mäuse und Elefanten in ihrem Hirn produzieren.

Jetzt kommt der Clou: Weil vieles schon allein deshalb nicht den Tatsachen entspricht, weil wir nicht alles wahrnehmen können, was sich ereignet hat (am besten noch davor, damit wir Ursache und Wirkung miteinbeziehen können, was ja immer sehr wichtig ist), täuschen wir uns gerne selbst über Wahrnehmungs-, Wertungs- und Erinnerungseinschränkungen, mit denen wir dann Erwartungen entwickeln, die sich oft nicht erfüllen. Uns enttäuschen.

Hat man das Wissen im Kopf, worum es letztlich allen geht, womit alle dieses Ziel erreichen, und weiß dann auch, wie dieses erstaunliche „Vehikel“ funktioniert und warum, schafft man es immer öfter und immer schneller, sich ein den Tatsachen entsprechendes Bild der Wahrheit zu machen. Und wird sich dann auch nicht mehr wundern, wenn die vielen anderen Menschen sozusagen noch im Sandkasten hocken, sich gegenseitig in ihre Sandburgen pinkeln, Schäufelchen auf den Melle patschen und nach der Mama rufen.

Dass beispielsweise auch Menschen wie Richard David Precht noch im Sandkasten sitzen, macht mich inzwischen doch recht traurig angesichts der vielen Schwierigkeiten, die auf die Menschheit zukommen. Was könnte dieser Mensch alles für andere tun, die nicht so sprachgewandt sind, würde er das Prinzip kennen, das die Evolution zur erfolgreichsten und friedlichsten Veranstaltung aller Zeiten machte ...

Beim Informieren der sehr verehrten Christiane von Boehm, CEO des Produktionsunternehmens, das u. a. die ZDF-Reihe „Precht“ herstellt, dass ich das hier veröffentlicht habe, will ich noch schnell nachschicken, dass unser deutscher Vorzeigephilosoph (keine Abwertung!) Richard David Precht sich einer Promotion und einer Habilitation erfreut, was er allerdings wie immer mehr Kollegen nicht an die große Glocke hängt.

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Hi,

Es gibt viele "anders denkende" Menschen.

Es gibt zum Beispiel Menschen, die Auren sehen können, besonders die von Menschen. Die sehen und spüren den Charakter und alles, was ein Mensch noch so ist, in Farben etc.

Außerdem gibt es welche, die Musik und Töne in Farben, Mustern und sowas alles räumlich sehen.

Es gibt auch welche, die Stimmungen, Gefühle und Emotionen anders wahrnehmen, zum Beispiel in Tönen oder Farben.

Oder auch Menschen, die Zahlen Farben und sowas zuordnen.

Lg von der LeuchtturmMoewe :)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Geh auf die Straße und sprich die Menschen an. Es ist persönlich, direkt und nah. Versuch es.

Klar gibt es auch normale Menschen, die das so sehen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Betroffen

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