wo finde ich die erste episode von richterin barbara salesch wo die faelle auch echt waren

6 Antworten

Aus dem Fernsehlexikon: Gerichtsshow, in der sich Streitende dem Schiedsspruch von Barbara Salesch beugen müssen. In dieser Show war anfangs nichts nachgestellt: Die Klagenden waren echt, Barbara Salesch tatsächlich Vorsitzende Richterin am Landgericht Hamburg - für den TV-Job hatte sie sich zwei Jahre Urlaub genommen - und ihre im Fernsehen gefällten Urteile rechtskräftig. Nach deutschem Recht durften allerdings keine Strafprozesse im Fernsehen übertragen werden. Barbara Salesch konnte somit nur als Richterin eines privaten Schiedsgerichtes über vergleichsweise harmlose Fälle urteilen. Sie klärte solche Fragen wie die, wer für den Schaden eines Rasenmähers aufkommen muss, den der Nachbar sich ausgeborgt und dabei beschädigt hatte. Streng genommen war das "rechtskräftige Urteil" daher ein Schiedsspruch. Als Reporter befragte Hakim Meziani nach der Verhandlung die Betroffenen. Vorbild für die Reihe war die in den USA sehr erfolgreiche Gerichtssendung "Judge Judy". Die deutsche Sendung wurde plötzlich bekannt, als Regina Zindler aus Sachsen gegen ihren Nachbarn Gerd Trommer klagte, weil dessen Knallerbsenstrauch zu nah an ihrem Maschendrahtzaun wuchs, und TV Total-Moderator Stefan R..b aus den sächsisch gesprochenen Wörtern "Maschendrahtzaun" und "Knallerbsenstrauch" einen Nummer-Eins-Hit produzierte. Die Einschaltquoten der deutschen Ausgabe blieben dennoch eher durchschnittlich - zu läppisch und einander ähnlich waren die Fälle, die das deutsche Recht in diesem Rahmen zu verhandeln erlaubte. Sat.1 entschied sich deshalb für ein radikal neues Konzept: Im Oktober 2000 wurde die Show auf 15.00 Uhr verlegt, ihre Sendezeit auf eine Stunde verdoppelt, und nachdem der Sender vorher gebetsmühlenhaft betont hatte, dass die Fälle und die Betroffenen echt seien, nahm er jetzt genau davon Abstand. Nun wurden fiktive strafrechtliche Fälle verhandelt; Angeklagte, Nebenkläger und Zeugen wurden von Laiendarstellern gespielt. Das Konzept ging auf: Richterin Salesch erreichte jetzt hervorragende Marktanteile bis über 30 % und war zu ihrer Sendezeit mit Abstand Marktführer. Es stand außer Frage, dass sie ihre zweijährige Beurlaubung wegen des großen Erfolgs verlängerte. Der Erfolg löste eine Schwemme von Nachahmern aus: Das Jugendgericht, Richter Alexander Hold, Das Strafgericht, Das Familiengericht. Auch Sendungen, die nicht im Gerichtssaal spielten, entdeckten, dass sie durch den Verzicht auf echte Gäste viel härtere, absurdere und dramaturgisch genau planbare Geschichten erzählen konnten. Dazu gehörten z. B. Zwei bei Kallwass, Die Jugendberaterin und Das Geständnis. Im Sommer 2002 verursachte die Berichterstattung zur Fußball-Weltmeisterschaft einen offenen Sendeplatz am Dienstagabend um 20.15 Uhr. Dadurch durfte die Richterin zweimal zur besten Sendezeit antreten und erreichte auch dort ordentliche Quoten. Eine regelmäßige Primetime-Version würde nach Ansicht der Produzentin Gisela Marx allerdings nicht funktionieren. Die Reihe lief zunächst werktäglich um 18.00 Uhr, dann um 15.00 Uhr und errang den Deutschen Fernsehpreis 2002 als beste tägliche Sendung. www.fernsehserien.de/index.php?serie=9067

Hallo SteinbockYZ: da bist Du leider einem Irrtum aufgesessen; der Verfasser des Berichtes über diese Serie schreibt so einen hanebüchenen Unsinn, dass ich mich frage, wie so etwas veröffentlicht werden kann; so einen absoluten Blödsinn wie in dem link "fernsehserien.de" hab ich in meiner über 40-jährigen Erfahrung in und mit Gerichten noch nicht gelesen; es ist im deutschen Recht VÖLLIG ausgeschlossen, dass sich irgendwelche Streitende einem Schiedsspruch der im Fernsehen ausgehandelt wurde, beugen müssen; im übrigen gibt es solche Schiedssprüche mit deutschen RichterInnen nicht. Schon alleine aus der Formulierung - "für den TV´-Job hatte sie sich zwei Jahre Urlaub (kann richtig nur heissen, sie hat sich für zwei Jahre beurlauben lassen)- " zeigt doch eindeutig, dass es sich in keinem Fall um eine im deutschen Zivilrecht vorgesehene Verfahrensart gehandelt haben kann; das ganze war von Anfang an nur was Nachgespieltes; es kann sein, dass die Fälle in der Realität existiert haben, aber im Ergebnis war es nur eine unverbindliche Show.

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@Guppy194

Natalie John
Erschienen Richterin Barbara Salesch - Meine spannendsten Fälle
07/2002 Dino Verlag, Stuttgart 173 Seiten / € 7,95 Es hat sich einiges getan, seit die praktizierende Richterin Barbara Salesch 1999 mit ihrem Schiedgericht die ganz spezielle teutonische Version des Court-TV bei SAT1 gestartet hat: Die ehemalige Vorsitzende am Hamburger Landgericht hat den komfortablen Gerichtssaal mit einem kleinen Fernsehstudio getauscht und als erste Fernsehrichterin in einem Schiedsgericht kleine, aber dafür echte Fälle mit echten Angeklagten und echten Klägern verhandelt.................

Lang, lang ists her. Seitdem ist sie in der Hierarchie aufgestiegen - an ihrer Stelle sitzt nun (allerdings beim ZDF) Richter Guido Neumann über kleine Fälle zu Gericht, Richterin Salesch hat das Strafgericht für sich entdeckt und urteilt werktäglich zwei Fälle ab. Die sind zwar noch der Rechtspraxis entnommen, werden aber von Schauspielern nachgestellt. .......... www.parnass.scram.de/comicdetail.php?nr=1324

Hallo Guppy194, das ist ein Artikel zum Buch s.o., der in der Internetkulturzeitung Parnass 2002 erschienen ist. Es ist sehr wohl so, dass die Fälle anfänglich echt waren, es handelte sich damals nicht um strafrechtliche sondern um zivilrechtliche Auseinandersetzungen und hieß zum damaligen Zeitpunkt "Schiedsgericht B. S.". lg

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Ich weiß das die erste Fälle echt waren. Meine Familie war damals dabei un haben bei Richterin Barbara Salesch einen Familienrechtsstreit geschlichtet, nur finde ich keine Aufnahmen mehr über die ersten Fälle die auch im TV ausgestrahlt wurden.

Ich weiß das die erste Fälle echt waren. Meine Familie war damals dabei un haben bei Richterin Barbara Salesch einen Familienrechtsstreit geschlichtet, nur finde ich keine Aufnahmen mehr über die ersten Fälle die auch im TV ausgestrahlt wurden.

nirgendwo. diese Sendung war komplett gestellt. vielleicht haben sie auf echten Fällen beruht aber sie wurden im Fernsehen komplett nachgestellt.

  1. Ich weiß jetzt nicht was hier passiert ist, aber meine Antwort lautete:
  2. Die ersten Fälle waren auf Grund von Gerichtsurteilen nachgestellt, also tatsächlich passierte Dinge.
  3. Ich muß mich etwas berichtigen, lest mal uner Wikipedia nach.

so ernst ist wikipedia auch wieder nicht. habe zum bespiel ein paar sachen da gelesen bezüglich meiner heimat, dass dir die haare zu berge stehen. soviel zur glaubwürdigkeit von wikipedia...

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@kikkerl

Das ist schon richtig, aber in diesem Fall stimmt es, weil ich sie mir auch öfter ansehe, so als Zeitvertreib beim Bügeln, Handarbeiten, Kaffeetrinken usw.

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