Wo erhält man Tips um gerichtlichen Kampf um Erwerbsminderungsrente?

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6 Antworten

Hallo matzevalentin,

"beim Kampf um die Erwerbsminderungsrente" sollten von Anfang an keine halben Sachen gemacht werden.

Der Rentenantragssteller findet sich gegenüber dem riesigen, aufgeblähten Verwaltungsapparat der gesetzlichen Sozialversicherung wie in einem Kampf "David gegen Goliath " wieder.

Es lauern auf dem Weg zur Erwerbsminderungsrente viele Antragsfallen.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen der muß von vorneherein wissen, daß er es nicht nur alleine mit der Rentenversicherung, sondern in der Regel damit zusammenhängend auch mit der Krankenversicherung und mit der Agentur für Arbeit zu tun bekommt.

Der grobe Ablauf ist doch meist so:

Betroffene fühlen sich auf Grund Ihrer gesundheitlichen Verfassung in Ihrer Leistungsfähigkeit dermaßen eingeschränkt, daß Sie Ihr tägliches Arbeitspensum nicht mehr schaffen.

Der Hausarzt wird dann die Beantragung eines Schwerbehindertenausweis beim zuständigen Versorgungsamt empfehlen und ggf. die Stellung eines Renten- oder REHA-Antrages.

Damit einhergehend wird der Hausarzt eine Arbeitsunfähigkeit über einen längeren Zeitraum attestieren müßen.

Bevor jedoch ein Rentenantrag gestellt wird müßen sich Betroffene darüber im Klaren sein, daß mit der Stellung des Rentenantrages stillschweigend mit Hintergrund spezielle Fristen zu Laufen beginnen.

Die gemeinste Frist ist in diesem Zusammenhang die 78-Wochen-Frist bei der gesetzlichen Krankenversicherung.

Warum: Nach einer Frist von gesamt 78 Wochen (einschließlich 6 Wochen Lohnfortzahlung des Arbeitsgeberes) wird man aus der gesetzlichen Krankenversicherung ausgesteuert und erhält keine Krankengeldfortzahlung mehr!!!!

Das kann ganz schnell die Existenz gefährden, wenn keine finanziellen Reserven vorhanden sind.

Bereits nach wenigen Monaten der Arbeitsunfähigkeit wird die Krankenversicherung mittels schriftlichem Ultimatum an die Türe klopfen und knallharte Fragen und Fristen stellen.

Gleichzeitig wird man Ihnen von dieser Seite die Stellung eines Rentenantrages ans Herz legen, meist innerhalb 4 Wochen, mit dem Hinweis, daß bei Nichtbefolgen die Krankengeldzahlung eingestellt wird.

Kommte es nun zur Rentenantragsstellung, wird die Rentenversicherung den Rentenantrag erstmal in einen REHA-Antrag umwidmen und Sie in einer hauseigenen REHA-Einrichtung auf den gesundheitlichen Leistungsprüfstand stellen.

Denn:

REHA geht ganz klar vor Rente!!

In den meisten Fällen werden dann die Rentenanträge abgelehnt und eine noch vorhandene Restleistungsfähigkeit von über 6 Stunden am allgemeinen Arbeitsmart im REHA-Entlassungebericht vermerkt.

Erfolgt die Entlassung zudem mit dem Vermerk "Arbeitsfähig", so ist die Rentenversicherung fürs Erste von der Leistungspflicht frei und Sie erhalten einen negativen, ablehnenden Rentenbescheid.

Hier wiederum eine Widerrufsfrist von 4 Wochen.

Diesen Widerruf sollten Betroffene auf keinen Fall ohne die Hinzuziehung eines kompetenten Rechtsbeistand vornehmen, den darin müßen die Gründe für den Widerspruch juristisch einwandfrei und stichhaltig begründet werden.

Dazu sind jedoch nur ausgebildete Fachjuristen in der Lage, da geht es buchstäblich ans "Eingemachte" und um die Wurst.

Die Beantragung eines Rentenantrages bringt neben dem verwaltunsgtechnischen- auch den medizinischtechnischen Verwaltungsapparat in Gang!

Damit zusammenhängend wiederum das sogenannte medizinische Begutachtungsverfahren!

In diesem medizinschen Begutachtungsverfahren stoßen die Antragssteller ohne profesionelle, rechtliche Begleitung eines kompetenten Rechtsbeistandes bald an die Grenzen der psychischen, physischen und finanziellen Belastbarkeit.

Fazit:

Die Einbeziehung eines kompetenten Rechtsbeistandes wie z.B. dem VDK von Anfang an ist unerläßlich, wenn man seinen Rentenantrag auf die Erfolgsspur bringen will.

Die meisten Frühberentungsverfahren landen heutzutage auf Grund leerer Kassen erstmal vor dem Sozialgericht!

Dann folgen oft mehrere, in sich widersprechende, nicht zusammenhängende Gutachten.

Diesen Gutachten fehlt dann die knallharte Zusammenfassung aller Einzelbewertungen zu einem Ganzen.

Hier wiederum haben dann Betroffene als letzten Ausweg die Möglichkeit eines sogeannten fachübergreifenden Privatgutachtens, welches aber aus der eigenen Kasse bezahlt werden muß.

Außerdem muß die Zulässigkeit eines solchen Privatgutachtens vom zuständigen Sozialgericht akzeptiert und genehmigt werden.

Wer rechtzeitig vor Beginn des gesamten Rentenverfahrens eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat, dem wird die Rechtsschutzversicherung die Kosten dieses Gutachtens auf rechtzeitigen, vorherigen Antrag auf Kostendeckung übernehmen.

Keine REHA antreten ohne den Status "Arbeitsunfähig"!

Bereits im Vorfeld das Büchlein "Füher in Rente" in der Buchhandlung oder bei Amazon beschaffen und gründlich studieren!

Viel Erfolg und beste Grüße

Konrad

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Hallo guten morgen, ich rate dir nur, geh zum VdK und werde dort Mitglied! Die vertreten dich bei alles Sozialangelegenheiten und kennen sich auch besonders gut aus. Auch wenn es vor Gericht gehen sollte, wirst du vom VdK vertreten. Ich selbst hatte schon 3 verschiedene Angelegenheiten, die vom VdK vertreten wurden und bei denen ich dann auch gewonnen hatte. Selber hätte ich das nie hinbekommen. Viel Glück und LG

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Hallo matzevalentin,

schau mal unter: Durchsetzen von Erwerbsminderungsrente

da gibt es eine Menge Tipps!

Bekanntlich mußt Du einen auf Rentenrecht spezialisierten Anwalt einschalten, oft wird ein Gutachten angefordert...

Gruß, Emmy

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Morgen , ich habe fast das selbe problem, und war schon mal bei der Untersuchung des Versorgungsamtes. Ich bin 60% Schwerbehindert mit Ausweiß, habe hochgradig Diabetis, duch einen Arbeitsunfall eine steife Hand , die total Kraftlos wird und die Hand und der Arm immer dünner wird. Dann habe ich es jetzt auch noch mit dem Herz bekommen ,haben einen stick ins Herzkranz ein gesetzt. und seit ca 1 Jahr kippe ich einfach um und bin Bewust los für ca 10 min. Die Ärzte haben es nich nicht raus bekommen , was dafür die ursache ist. Das um kippen ist so kriminel das ich schon zweimal die Treppe runter gesegelt bin. Gott sei dank nur schierfwunden dafon getragen. Aber irgend wann könnte es schief gehn und dann vielleicht sogar Genickbruch oder schwer wiegene folgen. Und die Rentenanstalt sagte mir das meine Erwerbsunfähigkeits Rente duch geht , das wäre nur eine Berechnungssache. Bei der Aok bin ich schon ab gemeldet wurden und Versichert bin ich bei meiner Frau. Nun meine Frage wie läuft es jetzt weiter? Ich will jetzt von Hartz4 weg das ist so wie so nur ein verarscher Laden. Weis irgend jehmand wies jetzt weiter geht?

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Hallo matzevalentin in unserem Forum kannst du zahlreiche Tipps von Betroffenen bekommen und dort gibt es auch eine Linkliste. Einfach kostenlos anmelden.

Auf Wiederlesen ;-) in www.krank-ohne-rente.de Gruss von der Stadtpflanze

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www sozialgesetzbuch de,buzer de

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