Wo erfahre ich, ob ein Unternehmen eine Person einstellen darf, die keine Ausbildung absolviert hat?

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9 Antworten

Es gibt keinerlei gesetzliche Grundlage, die es einem AG verbieten würde, einen AN ohne Qualifikation einzustellen. Allerdings liegt es am AG, den AN dann so einzusetzen, dass er keine Aufgaben selbstständig erfüllen bzw. bearbeiten muss, für die er ggfs. nach Maßgabe der Vorschriften bzw. Richtlinien eine vorgeschriebene Qualifikation zwingend benötigt. Aber einstellen darf er ihn schon.

Zumindest darf keine Tätigkeit eigenständig ausgeübt werden, für die Prüfungszeugnisse, Zertifikate etc. notwendig sind, da hier ja offenkundig das Fachwissen angezweifelt werden kann. In diesem Fall muss also immer eine Person im Hintergrund agieren, welche die Arbeiten kontrolliert und "absegnet". Entsprechend könnte einem mangels Nachweises unqualifiziertem Mitarbeiter auch z.B. das Betreten einer Baustelle untersagt werden, da unterstellt werden darf, dass der Mitarbeiter die notwendigen Sicherheitsvorschriften nicht kennt.

Jeder Arbeitgeber kann ungelernte einstellen, wenn er es denn moechte, also auch Leute, die sich was selbst beigebracht haben. Das hat allerdings seine Grenzen, wo gewisse Nachweise einfach vorhanden sein muessen, aus Sicherheitsgruenden. So braucht ein Fernfahrer wohl einen gueltigen Fuehrerschein und wer Gabelstabler faehrt, braucht eine Pruefung hierfuer. Auch einen Architekt kann ich nicht an den Hausbau lassen, ohne entsprechende nachgewiesene Kenntnisse und ein Arzt kann auch nicht einfach Patienten behandeln. Da sind ueberall gewisse Vorschriften, die man einhalten muss.

Es ist jedem Arbeitgeber freigestellt,"ungelernte" Arbeitnehmer einzustellen.

Grundsätzlich kann man auch jemand ungelerntes einstellen. Es geht da nur um das Gleichbehandlungsgesetz bzw. Diskriminierung usw. Also wenn man jemand mit besserer Bildung ablehnt und den ungelernten einstellt muss man sich rechtfertigen und gute Gründe haben.

Man kann alles und jeden einstellen, nur halt nicht als Fachkraft. So werden in Büros zB im Arbeitsvertrag aus "Verwaltungsfachangestellter" einfach mal ein "Büroangestellter". Wie viel Verantwortung man dir überlässt, ist dann aber natürlich wieder eine andere Frage. Es gibt ja auch etliche Leute, die einfach durch ein mehrmonatiges Praktikum übernommen werden und in ihrem speziellen Bereich sich eingearbeitet haben und da bleiben können. Anders ist es natürlich als Arzt, Jurist o.Ä. da geht das selbstverständlich nicht.

Natürlich darf eine Firma das, einzige Ausnahme wären sicherheitsrelevante Dinge, z.B. dürfte man keinen ungelernten als Elektriker zum Kunden schicken. Es gibt aber in Produktionsbetrieben sehr viele Quereinsteiger.

Ich habe schon Akademiker erlebt das waren die grössten Pfeifen und Menschen ohne Studium die so richtig was auf der Pfanne hatten.

Ich als Chef würde mir bestimmt nicht vorschreiben lassen wollen wen ich einstelle und wen nicht.

Im Endeffekt entscheidet jedes Unternehmen selbst, wen es einstellt.

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