Wo bewerben wenn bereits 2 Ausbildungen abgebrochen wurden, der Realschulabschluss mit einem Notendurchschnitt von 3,9 nachgeholt wurd und man vorbestraft ist?

9 Antworten

Vielleicht erstmal ohne eine Ausbildung als angelernte Hilfskraft arbeiten. Beispielsweise Verpackungsarbeit am Fließband oder so (hier vor Ort gibts nen namhaften Industriekonzern, der für sowas ständig Leute sucht... und sie ziemlich gut bezahlt). Oder Baustelleneinrichter, HiWi auf dem Bau...

Und das so lange, bis sie sich überlegt hat, was sie im Leben eigentlich will, und ob es sich nicht lohnt, sich dafür ein Wenig zusammen zu reißen.

Wenn kein Gehalt benötigt wird, wäre vielleicht auch ein FSJ oder BFD etwas.

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Ich als Chef (wenn ich einer wäre) würde durchaus jemanden einstellen, der kommt und ehrlich rüberbringt, dass er einige Fehlentscheidungen getroffen und sich damit erstmal aufs Abstellgleis gestellt hat... sich das Ganze aber jetzt ein, zwei Jahre gründlich überlegt und kapiert hat, dass er sich jetzt auf den Hintern setzen muss. Das ist eine sehr wichtige Einsicht! Und ich will dem Menschen in die Augen sehen und erkennen, dass er absolut ehrlich ist.

Jemandem, der weder in der Lage ist, Selbstkritik zu üben, noch den Willen vermitteln kann, es jetzt zu schaffen, dem unterstelle ich von vornherein einfach mal, dass er auch die dritte Ausbildung abbricht oder sich irgendeinen Mist leistet. Sprich: Danke fürs Gespräch, bewerben Sie sich bitte woanders.

Wenn man sich mal deine anderen Fragen so anguckt:

Sorry, aber vielleicht solltest du mal aufhören, dich selbst anzulügen. Es geht um eine Bekannte, ja nee ist klar. Es ist jemand anderes, der Stromschulden hat. Es ist jemand anderes, der mehr eingekauft hat als er sich leisten konnte. Es ist jemand anderes, bei dem der Gerichtsvollzieher klingelt. Ist das ernsthaft deine Strategie, mit deinen Fehlern umzugehen?

Dann erübrigt sich eigentlich die Frage, wo du dich bewerben kannst. Es wird ohnehin nichts.

Der erste Weg, irgend etwas besser zu machen, ist die Selbstkritik! Die Einsicht, dass man Mist gebaut hat. Die Erkenntnis, was man alles falsch gemacht hat. Das Wissen, dass man selbst schuld ist und niemand anderes.

Erst, wenn das stattfindet, besteht Hoffnung dass es besser wird. Erst, wenn man weiß welche Fehler man begangen hat, kann man sich überlegen, wie man sie zukünftig vermeidet.

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Wenn sie eine Ausbildung machen will, braucht sie sich ohne einen "Fürsprecher" nirgends mehr bewerben - sie braucht also solvente und kompetente Unterstützung (oder einen Betrieb mit hohem sozialen Engagement)

Bei Jobs bleiben nur solche übrig, die weniger begehrt sind, kaum Klauriisiko und akuten Mangel an Arbeitskräften haben - Straßenreinigung, Müllabfuhr, Recycling u.ä.

also es spricht ja für sie, dass sie ihren Abschluss nachgeholt hat, aber wenn man klaut will so jemanden natürlich keiner einstellen...muss sie glück haben

Also das bist Du und keine Freundin. Okay.

Ich leite eine Firma und wir stellen auch Azubis ein und natürlich dauerhafte Kräfte. Aber warum sollte ich Dich einstellen, wenn ich die Wahl habe. Klauen geht gar nicht. Aber jede verdient eine zweite Chance. Nur: Bist Du schon so weit? Warum soll ein Arbeitgeber Vertrauen in Dich setzen? Du musst zeigen, dass Du das ernsthaft hinter Dir gelassen hast. Wie tust Du das? Und Du musst es zeigen, nicht versprechen.

Straßenbau, Abfallwirtschaft, Kanalreinigung ...
Bei Jobs halt, die keiner machen will.

Abfallwirtschaft und Straßenbau sind gesuchte Berufe. Die nehmen nicht jede.

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