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Personifikationen fett gedruckt:

1 Der Potsdamer Platz in ewigem Gebrüll 2 Vergletschert1 alle hallenden Lawinen 3 Der Straßentrakte: Trams2 auf Eisenschienen, 4 Automobile und den Menschenmüll.

5 Die Menschen rinnen über den Asphalt, 6 Ameisenemsig, wie Eidechsen flink. 7 Stirne und Hände, von Gedanken blink, 8 Schwimmen wie Sonnenlicht durch dunklen Wald.

9 Nachtregen hüllt den Platz in eine Höhle, 10 Wo Fledermäuse, weiß, mit Flügeln schlagen 11 Und lila Quallen liegen – bunte Öle;

12 Die mehren sich, zerschnitten von den Wagen. – 13 Aufspritzt Berlin, des Tages glitzernd Nest, 14 Vom Rauch der Nacht wie Eiter einer Pest.


Die Personifikationen lassen das Bild einer unruhig bewegten Stadt entstehen, der der Dichter aber echte Lebendigkeit abspricht; im Gegenteil, er beschreibt sie als lebensfeindlich. Die einzige Tätigkeit, die den Menschen selber zugesprochen wird, ist "rinnen" (hier müsste man einen Gegenausdruck für "Personifikation" finden, denn "rinnen" verwendet man ja eigentlich nur für Flüssigkeiten). Zu diesem schaurig-schönen, aber letztendlich negativen Bild von Berlin passt die Schlussaussage: "Aufspritzt Berlin ... wie Eiter einer Pest".

also die einzige die ich gefunden hab ist:

V8: "schwimmen wie sonnenlicht durch dunklen wald."

da wird das sonnenlicht vermenschlicht also personifiziert, denn sonnenlicht kann ja bekanntlich nicht schwimmen.

Weißt du auch, welche Bedeutung dieser Satz für das Gedicht hat?

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