Wo befindet sich dieses Loch im Herzen?

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5 Antworten

Moin,

das sogenannte Foramen ovale ist eine kleine Öffnung im Vorhofseptum (Septum interatriale cordis), also der Wand zwischen den beiden Vorhöfen. Diese Öffnung besteht während der pränatalen Entwicklung des Fötus im Mutterleib. Da der Fötus nicht eigenständig atmet und so das Blut mit Sauerstoff anreichert, erhält er oxygeniertes Blut über die Nabelschnur von der Mutter. Daher wird der Lungenkreislauf bis zum Einsetzen der eigenen Atmung unmittelbar nach der Geburt mit dieser Öffnung (und dem Ductus arteriosus Botalli) umgangen. Für gewöhnlich verschließt sich diese Öffnung unmittelbar nach der Geburt und verwächst dann, sodass das Septum fortan dauerhaft geschlossen ist.

Es gibt einen Zustand, der als Foramen ovale persistens (PFO) bezeichnet wird. Hier hat sich die Öffnung nicht wie erwartet verschlossen und es besteht z.T. eine Vermischung von Blut aus linkem und rechtem Vorhof. Die Flussrichtung dieses sogenannten Shunts wird maßgeblich durch die Druckdifferenz zwischen rechtem und linkem Vorhof beeinflusst und kann u.a. auch atemabhängig in Richtung und Stärke variieren. Normalerweise macht ein PFO keine Symptome und es ist mehr ein Zufallsbefund, z.B. bei einer transösophagealen Echokardiographie (TEE), im Volksmund auch als "Schluckecho" bezeichnet. Verursacht ein PFO massive Beschwerden und stellt ein Gesundheitsrisiko dar, so kann es chirurgisch verschlossen werden.

Demgegenüber steht der Ventrikelseptumdefekt (VSD). Hinter diesem Begriff verbirgt sich ebenfalls eine Öffnung, in dem Fall allerdings zwischen rechter und linker Herzkammer. Ein VSD ist grundsätzlich pathologisch, also krankhaft, kann allerdings ebenso wie ein PFO auch asymptomatisch bestehen. Auch diese können bei Bedarf chirurgisch verschlossen werden. Ich denke allerdings nicht, dass du in deiner Frage auf einen VSD, sondern auf ein PFO hinaus wolltest.

By the way: Es gibt, meist nach Herzinfarkten, auch die Möglichkeit, dass eine Herzwand ein sogenanntes Aneurysma, also eine Ausstülpung der Wand nach außen ausbildet. Geht ein solches Aneurysma kaputt entsteht eine sogenannte Herzbeuteltamponade, bei der Blut in den Herzbeutel (das Perikard) eintritt und so auf das Herz drückt. Dies ist in der Regel der Fälle tödlich. Derartige Vorfälle sind allerdings vergleichsweise selten; ich habe Aneurysmen jetzt nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Konnte ich deine Frage soweit zufriedenstellend beantworten oder ist noch etwas offen? In dem Fall frag gern nochmal nach.

Lieben Gruß ;)

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Das Herz hat kein "Loch", es hat höchstens Öffnungen, die die rechten und linken Kammern jeweils mit den Vorhöfen verbinden, bzw. Öffnungen, durch die das Blut ein oder ausströmt, ... die sind aber alle nicht offen, ... sondern durch Taschenklappen bzw. Segelklappen geschlossen.

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Meinst du das jetzt wörtlich oder im übertragenden Sinne wie in "Das Loch in meinem Herzen geht nie wieder zu"..?

Wenn wörtlich: Im besten Fall - also bei Lebenden - sollte keines vorhanden sein. Es sei denn du meinst so Dinge wie Schlüsselbeinarterie, Herzrohe, Lungenarterie..

Wenn übertragend: Nirgends. Es ist ein Sinnbild. Damit ist eine emotionale Leere gemeint.

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Meinst du zufällig den sogenannten Ventrikelseptumdefekt? 

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Wie bitte???

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