Wo befinden sich die Indianer Reservate und könnte man da jederzeit rein und raus oder ist das ähnlich wie ein Gefängnis?

5 Antworten

Wo, guckst Du hier https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Indianerreservate_in_den_Vereinigten_Staaten

Nein, die nicht eingezäunt, wie etwa Gefängnisse, sondern Gebiete mit "Sonderrecht", je nach Staat und Region, meist in Selbstverwaltung und staatlichen Subventionen.
Allen gemeinsam ist, dass diese Gebiete wirtschaftlich nicht betrieben werden können, oder wollen.
Das kann man so oder so betrachten, je nach Blickwinkel durch die Brille.

Den meisten indigenen Völkern ist die westliche Vorstellung von Gelderwerb (Gier) schlicht fremd, eingehergehende Arbeitsideologie ebenso.
Ebenso meist wie oft handelt es sich um Naturvölker, mit einhergehender Naturrelegion.
Sie entnehmen der Natur nicht mehr als ihr Grundbedürfnis benötigt.
Sonstig leben sie in Stammesgesellschaften.
Der Stamm versorgt sozial alle Mitglieder gleich.

Theoretisch kann sich jeder Touri sein Ponny satteln und die dortige Gegend bewundern.
In der Praxis regelt sich das nahezu von selbst, so ganz ganz ohne zivilisatorische Errungenschaften wir Coke und Hamburger.

Vereinzelt verpachten die Indianer ihr Land, mehrheitlich an weiße. Wie in der Gegend um Las Vegas und Reno.
Warum, ist wie beschrieben, sie haben kein Interesse an schnödem Gewinn und Gier, weshalb sie dem Glückspiel nichts abgewinnen können und schon gar nicht wollen.

Das ist in den jeweiligen Staaten anders geregelt, von Autonomie in Kanada, über Eigentumsvorbehalt des Staates in den USA, bis Amazonien, wo niemand genau weiß, wieviele Stämme sich dort überhaupt befinden.
Bei letzteren nutzt auch kein Ponny etwas, mehr so ein Einbaum mit der Hand aus dem Urwald geschnitzt, soweit man das als Touri überhaupt kann.
In aller Regel wird das auch nicht sonderlich gern gesehen, wenn in den Reservaten etwaig Massentourismus entstehen würde.

P.s. Arbeitslager empfehlen sich nicht, siehe beschriebene Eigenschaften der Indianer, Gefängnisse gleich gar nicht.
Ein Gefängnis näher gebracht, am Beispiel Deutschland:

Kosten pro Gefangenen etwa 3.100 €/Monat.
Die Kosten werden zu 40% (je nach Bundesland) aus der Arbeitspflicht der
Gefangenen amortisiert.
Wieder siehe Orientierung der Indianer.
Es kommt dem jeweiligen Staat daher um einiges billiger, die Indianer sich selbstverwalten zu lassen und das untere Existenzminimum zu zahlen (Subventionen).

Wir haben uns mal im größten Reservat (Navajo Nation) verfahren. Es gibt dort keine Grenzen, die man sehen kann. Die Leute dort, eigentlich ganz normale Amerikaner, haben uns dann den Weg gezeigt.

Die Leute sind dort meist arm, viele leben vom Tourismus oder einer kleinen Landwirtschaft.

Teileweise gelten eigene Gesetze und es gibt auch eine eigenständige Polizei. Beispielsweise gab es ein striktes Alkoholverbot auf dem Stammesgebiet.

Gibt es in manchen Bundesstaaten in den USA. Reinfahren kann man schon. Viel gibt es nicht zu sehen, warum auch?

Da wohnen Leute.

Wieso mit einem Gefängnis vergleichen?

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