Wo beantrage ich das Unterhaltsvorschuss

6 Antworten

das ist eine zustehende leistung, wenn man keinen geregelten unterhalt bekommt. beantragt man beim jugendamt und birgt keine nachteile (warum auch?) der andere elternteil kann evtl. in die lage kommen, die uV-leistungen zurückzahlen zu müssen.

Man beantragt UV beim Jugendamt, am besten vorher anrufen, was man braucht. Ich brauchte eine Sammelmeldebescheinigun, um zu sehen, wer im Haushalt gemeldet ist.

Man erhält Leistungen, wenn man mit dem Vater nicht zusammen lebt und nicht (erneut) geheiratet hat und zwar für höchstens 6 Jahre und bis höchstens zum 12. Geburtstag des Kindes. Das Amt versucht dann, das Geld vom Vater zurück zu bekommen, falls das möglich ist. Weist er aber nach, dass er nicht leistungsfähig ist (Hartz IV, Einkommen unter 1000 Euro), dann muss für dies Zeit nichts zurück erstattet werden. Man selbst tritt seine Ansprüche an das Amt ab.

Der UV ist eine wirklich tolle Möglichkeit, wenistens etwas Unterhalt zu bekommen, wenn vom Vater nichts zu holen ist. Ich selbst habe 2 mal 6 Jahre UV erhalten. Leider ist die Zeit des Bezuges auch schnell vorbei und man steht ohne das Geld da.

Ist es aber sicher, dass der Vater zahlen kann, dann sollte man vielleicht gerade bei einem kleinen Kind überlegen, ob man nicht besser nur eine Beistandschaft errichtet, die ja auch den Titel erwirkt und dann den Kindsvater pfändet, um noch einige Jahre UV später gut zu haben, falls nichts mehr kommt.

Man muss die UV Stelle unterrichten, wenn man neue Informationen über den Kindsvater hat (Umzug, neuer Job), aber auch, wenn man z.B. heiraten wird. Dann wird der UV eingestellt, weswegen man sich das gut überlegen sollte mit der Heirat.

Das Einkommen der Kindsmutter spielt hingegen beim UV keine Rolle, das wird nicht überprüft. Und die Kindsmutter muss auch nichts zurück zahlen, sofern sie nicht falsche Angaben macht oder wichtige Mitteilungen absichtlich versäumt, die den Anspruch auf UV betreffen.

Wenn der Unterhaltsverpflichtete keinen Unterhalt zahlt oder zahlen kann,weil er zu wenig Einkommen hat,dann kannst du als Unterhaltsberechtige Person für das Kind Unterhaltsvorschuss beim zuständigen Jugendamt beantragen !

Diesen Unterhaltsvorschuss würdest du max.für 72 Monate bekommen,längstens jedoch bis zum 12 Lebensjahr des Kindes. Du musst diesen Unterhaltsvorschuss nicht zurück zahlen,das müsste dann der Unterhaltspflichtige machen,wenn er denn leistungsfähig ist,also Unterhalt zahlen könnte,es aber nicht macht.

Hast du bzw.ihr auch nicht genügend Einkommen,das ihr euren Unterhalt nach dem SGB - ll decken könnt,würde sogar ein Anspruch auf ALG - 2 Leistungen vom Jobcenter bestehen,besser bekannt als Hartz - lV.

Die würden dann auch den Unterhaltsvorschuss für dich beim Jugendamt geltend machen,wenn du das nicht schon selber gemacht hast,denn dieser Unterhaltsvorschuss ist eine vorrangige Leistung,die dann auch beantragt werden muss,bevor es zusätzlich eine ALG - 2 Aufstockung gibt.

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