Wo auf der Straße hingucken?

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Kenne ich auch.

Im Moloch Berlin kann ich aber unmöglich jedem Einzelnen in's Gesicht schauen, weil das wären dann einige 100 Leute.

Also entscheide ich, wen ich mal kurz ansehe, wenn es mir passt, oder ich neugierig bin.

Ansonsten schaue ich in die Richtung geradeaus, wo ich hinwill, und lasse den Rest einfach außer acht.

Manche Situationen ergeben sich automatisch dadurch, wer links oder rechts geht.

2 Kinderwagen nebeneinander links, also gehe ich nach kurzem Blickkontakt rechts.

Ist aber wirklich eine Sozialwissenschaft für sich und hängt vom Wohnort ab.

Im Dorf grüßt man sich noch, in der Großstadt meidet man eher den näheren Blickkontakt.

Mein persönlicher Tipp: Beschäftige dich mit deinen Gedanken. Ich finde, das merkt man den Menschen an, die an einem vorbeilaufen: Ob sie ganz bewusst "da sind", oder ob sie mit sich selbst beschäftigt sind. Und letzteres ist immer ein bisschen angenehmer und keiner wird verlegen.

Und keine Sorge, beide werden die Begegnung in etwa zehn Sekunden wieder vergessen haben, wenn keiner daran aus irgendeinem Grund festhält (was ja auch so gut wie nie vorkommt).

Ich schaue eigentlich immer auf den Boden. Wenn nicht, schaue ich tatsächlich an den Menschen vorbei, da ich es unhöflich finde, einem fremden Menschen länger als notwendig (zum Grüßen zB) ins Gesicht zu schauen.

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