Wo am Körper werden Messer getragen?

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13 Antworten

ist zwar eine ältere Frage aber ich beantworte sie trotzdem mal als einer der neben den sehr vielen Theorieexperten tatsächlich einen Messerangriff unverletzt abgewehrt und den Angreifer kampfunfähig gemacht hat.

1. Wenn du wegrennen kannst, tu es. Ich hatte damals meine Mutter (58) dabei, die vor dem Angreifer (ca. 30-40) nicht wegrennen konnte.

2. tatsächlich ist sehr vieles was man oftmals an Selbstverteidigungstechniken lernt schwachsinn und tödlich, vor allem die Techniken, bei denen man irgendwie versucht den Arm beim Stich abzufangen.

zu deiner Frage, ein Messer wird dein Angreifer höchstwahrscheinlich in der Hosentasche tragen. meist seitlich wo er es schnell und unauffällig greifen kann. Eher selten kann es auch sein, das ein Messer im Schuh oder den Socken getragen wird.

Wichtigste Regel für dich, in deinem Beruf,was Messer angeht ist

1. Abstand halten wenn eine Situation ungewöhnlich wird

2. so wenig Risiko wie möglich eingehen, wenn es die Möglichkeit gibt rennen

und 3. wenn du nicht rennen kannst, denk an deine Unversehrtheit und nicht an die des Angreifers. Jemanden entwaffnen ohne ihn zu schlagen oder zu verletzen, dass gibt es nur im Film oder wenn der Angreifer ein Chromosom zu viel hat.

hoffe ich konnte helfen.

Wo lernst du deinen Kampfsport?

Hat man dir da auch erzählt, dass ein Messerkampf die schlechteste Idee ist, die man so haben kann?

Wenn du mit einem Messer angegriffen wirst, drehst du dich um und rennst weg. So hast du statistisch die besten Karten.

Bei der Polizei lernt man, dass es nichts schlimmeres gibt als mit einem Messer bedroht und angegriffen zu werden. Wenn ein Polizeibeamter merkt, dass er mit einem Messer bedroht wird und der Angreifer weniger als 7 Meter entfernt ist - und angenommen er wurde gut ausgebildet - dann schießt er sofort ohne das Gespräch zu suchen.

Messerkampf und Messerabwehr macht nur Sinn, wenn du in deinem Dixi-Klo stehst und der Angreifer die Tür blockiert. Sonst gibt es keine Ausreden!

Zieht euch mal im Training weiße T-Shirts an und nehmt als Messer einen dicken roten Edding. Dann freies Training, ohne Absprachen. Ihr werdet lernen, dass es unmöglich ist ein Messerkampf ohne ernste Verletzungen zu bestreiten. Mann kommt immer durch mit dem Messer, immer. Die meisten Verletzungen sind zudem nicht Stiche, sondern laaaange Schnitte. Schon mal gesehen wie so ein Schnitt aussieht? Schräg über Bauch oder Rücken, 1 m Lang und 1 - 4 cm Tief.

Uncool.

Zu deiner Frage:

Am Fußknöchel, an allen Positionen rings um den Gürtel, in den Hosentaschen, in den Jackentaschen, im Rucksack, in der Gürteltasche, in selbst gebauten Schulterholstern, um den Hals als Neckknive.

So jetzt weißt du Bescheid.

Am gürtel oder falls es eine art butterfly ist locker in der jackentasche ;) also immer drauf achten wo der gehner gerade seine hände hat wenn ihr euch gegenübersteht

Petekramer 03.07.2017, 11:26

Butterfly-Messer zählen seit dem Jahr 2008 zu den verbotenen Gegenständen in Deutschland. Wenn du also in Deutschland lebst, so ist bereits der Besitz eines solchen Modells eine Straftat, nicht erst das Führen in der Öffentlichkeit. 

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Justice13 03.07.2017, 11:32

das weiß ich, jedoch haben sehr sehr viele z.b jugentliche oder (möchtegern) ein butterfly....warum auch immer

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Petekramer 03.07.2017, 15:30
@Justice13

"Warum auch immer" kann ich dir gerne erklären: Weil man damit ja so überaus coole "Moves" machen konnte - und jeder Halbstarke plötzlich in der City mit so einem Sch....ding herumfuchteln musste. Und auf einmal hatte jeder Möchtegern-"Expendable" so einen Stecher in der Hosentasche. Das rief die Politik auf den Plan - und dann die Verabschiedung des Paragrafen 42 a. Diesen Unsinn haben wir also genau diesen Messerfuchtlern zu verdanken. 

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ES1956 03.07.2017, 12:33

Genau: Immer auf die Hände achten - dann siehst du den Eierkick nicht kommen.

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Taktisch gesehen trägst du Waffen oberhalb des Gürtels - Am besten Brusthöhe. Wenn du nämlich attakiert wirst dann dürfen deine Arme und Hände nie weg vom Gesicht.

Die Haltung der Arme/Hände muss ungefähr wie bei einem Thaiboxer (Doppeldeckung) sein. Somit schützt du leichter die wichtigsten Regionen - Stiche richtung Herz und Hals.

Was auch wichtig ist: Immer deine Waffe an der gleichen Stelle zu tragen, damit du es auch in der totalen Hektiv her instinktiv greifst anstatt es eine halbe Stunde lang zu suchen.

Ansich solltest du da unbediengt anderster an die Sache rangehen. Zuerst musst du versuchen einen Fluchtweg ausfindig zu machen, das heißt wenn du mit Kranken arbeitest dann musst du deine Umgebung (Türen, Enge Gänge, Gegenstände) kennen. Wenn es keine Fluchtmöglichkeit gibt, dann erst greifst du zur Waffe.

Beispiel: Taktischer Escape

Die Frage kann man nicht pauschal beantworten. Jeder trägt sein Messer wo es ihm am besten gefällt.
Messerangriffe sind zu 95 % tödlich anstatt deine tollen Verteidigungstechniken zu praktizieren solltest du in so einer Situation schleunigst das Weite suchen.

"Wer flieht, kann später wohl noch siegen. Ein toter Mann bleibt ewig liegen" ~ Samuel Butler

EisteeZitrus 03.07.2017, 00:43

Auf welcher Grundlage stellt du die Behauptung mit 95% auf?

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CharliePace 03.07.2017, 11:12

EisteeZitrus, dazu muss man sich nur die Fakten ansehen. Messerangriffe werden kaum überlebt, die, die überleben sind schwer verletzt. Wenn man es schon schafft zu fliehen, ist man schon glücklich, den sowas kommt unerwartet. Die meisten Verteidigungstechniken funktionieren sowieso nicht. Auch Experten sagen, dass Messer Angriffe meist tödlich ausgehen.

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FloTheBrain 03.07.2017, 13:12
@CharliePace

Das ist richtig. Verletzungen aus Messerkämpfen sind tödlicher als Schusswunden. Da gibt es viele Statistiken zu. Ein gutes Buch, mit vielen solchen Zahlen, ist "Kalter Stahl". Da geht es um den Messerkampf mit all seinen Facetten.

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Jede Kampfsportschule, die ihren Schülern heute noch diesen durchchoreografierten Quatsch beibringt, gehört eigentlich geschlossen. Sie sollte erst dann wieder geöffnet werden dürfen, wenn man den "Instruktoren" einmal im Rahmen eines Lehrgangs der Polizei die trüben Augen öffnet.

Und ihnen (gerne auch mit Fotomaterial der Verletzungen) zeigt, wie Messerangriffe tatsächlich vonstatten gehen:

Denn da kommt der Angreifer nicht hübsch mit einem langen Messer daher und macht entweder einen (einzigen) Anriff von oben oder von vorne. Nein, der Angreifer nähert sich dir im Gedränge und holt plötzlich irgendeinen Gegenstand aus der Tasche. Und bevor du überhaupt nur erkannt hast, dass es sich dabei um ein Messer handelt, wurdest du bereits vier- bis sechsmal in hitzig-hektischen und schnellen Bewegungen in den Bauchraum getroffen und blutest wie ein Schwein. Vielleicht hast du es aber sogar noch geschafft, zwei oder drei Stichangriffe mit der blanken Hand instinktiv abzuwehren, so dass du an deiner Hand jetzt ebenfalls zwei tief klaffende Schnittwunden hast - und die rote Suppe noch mehr läuft.

Ist jetzt nicht sofort medizinische Hilfe vor Ort, war es das bald für dich - und du wunderst dich über deine Flügel und die Harfe in deiner Hand!

Mein Neffe (15) war ebenfalls mal in solch einer "Kampfkunstschule" - und ich habe ihm dann einmal kurz mit einem Gummimesser gezeigt, wie ein tatsächlicher Messerangriff aussieht. Ich denke, das hat ihn kuriert. 

Fazit: Hast du Glück - und  s i e h s t  das Messer, dann nimm schleunigst die Beine in die Hand!

   




hourriyah29 03.07.2017, 18:14

Erstens ist das keine Antwort auf meine Frage.

Zweitens lästere nicht über eine Schule, die Du nicht kennst. Du hast keine Ahnung, was man uns dort beibringt, also steht es Dir nicht zu dermaßen zu lästern!

Drittens bringt man uns dort natürlich bei wie man a) solche Angriffe vermeidet b) dass man wenn es irgendwie geht so schnell wie möglich Abstand gewinnt c) wie man den ersten Stichen ausweicht um dann Abstand zu gewinnen

Und Viertens arbeite ich in einem Büro mit nur einer Tür und kann wenn ich Pech habe nicht abhauen sondern nur Zeit gewinnen bis die Kollegen Polizei und Krankenwagen rufen. Da lerne ich lieber ein paar Tricks als völlig unvorbereitet zu sein.

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Petekramer 04.07.2017, 10:32
@hourriyah29

Ich habe oben gelesen was man euch dort beibringt, du schreibst es ja selbst - und solche "Clubs" habe ich leider bereits zuhauf kennen gelernt, da ist traurigerweise der eine Unsinn so gut wie der andere. Wenn man aber nun weiß, dass die dort geschulten "Techniken" zur Messerabwehr in der Praxis leider nicht "die Bohne" funktionieren, ist es auch relativ egal, aus welcher Buxentasche der Angreifer seinen Stecher hervorholt. Fakt ist - wenn er es macht, ist es bereits zu spät.

Das Hauptproblem besteht in der Missverständlichkeit der Bewegung. Der vermeintliche Angreifer holt evtl. nur einen Ausweis aus der Tasche, seine Brieftasche, einen Kamm oder ein Feuerzeug, das weiß man ja zunächst nicht. Ist es aber ein kleines Einhandmesser oder auch ein verbotener Gegenstand wie ein Butterfly oder ein Faustmesser, sieht es der Angegriffene nicht rechtzeitig. Straftäter halten sich meistens nur sehr zurückhaltend an geltendes Recht, daher muss man auch immer von verbotenen Gegenständen ausgehen. Dann und wann werden auch einfache Teppichmesser (absolut gefährlich, da sauscharf!) oder Schraubendreher aus der Tasche gezogen, was wiederum nicht weniger gefährlich ist.    

Wenn du in einem Bereich arbeitst, wo häufiger Publikumsverkehr mit "schwierigen Patienten" (Sozialamt oder Amtsgericht?) zu erwarten ist, gibt es nur einen wirkungsvollen Schutz: Einen Metalldetektor im Eingangsbereich. Die Installation ist nicht ganz billig, aber der Schutz der Mitarbeiter sollte eigentlich vorgehen.

Das ist auf alle Fälle sinnvoller, als zweifelhafte Messerabwehrtechniken durchzuchoreografieren und den Betroffenen damit in trügerischer Sicherheit zu wiegen.

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Beim Kampfsport lerne ich momentan die Verteidigung gegen einen Angriff mit Messer.

Dann habe ich einen guten Rat für dich: Suche dir eine andere Gruppe. Denn kein seriöser Club lehrt so etwas. Gegen Messer gibt es nur eine funktionierende Abwehr: Weglaufen. Alles andere sind allenfalls Methoden, mit denen man, wenn man nicht weglaufen kann, seine Chancen von 0% auf 1% "erhöhen" kann.

Einen Messerangriff bemerkst du genau dann, wenn der Angreifer dir das Messer zehnmal oder zwanzigmal in den Bauch gerammt hat und du sterbend zusammensackst.



Der Griff geht dahin wo das Messer ist.

Bei Rechtshändlern selbstredend  rechts.

Sonst umgekehrt.

Bei Großmeistern am Gürtel, egal, wo!

Kommt drauf an wo er das versteckt. Wenn ich denke wie ich es machen würde. Ich hätte es hinten,vorne oder seitlich am gürtel hängen. Und als zweites evtl Jackentasche.

Meistens werden Klapp-/Springmesser benutzt, ich halte meins immer in meinem ärmler aber ich denke die meisten werden die Hand in der Jackentasche alten und es rausholen wenn die Action losgeht.

hourriyah29 03.07.2017, 18:22

Wenn man es im Ärmel trägt, wie wird es befestigt?

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DavidAnd 07.07.2017, 18:08

An einer Uhr, Armband oder einfach im engen jackenärmel

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Gürtel eigentlich. Bin zwar kein Junge, besitzte aber eines. Von der Marke KA-BAR.

Im Rücken.

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