Wo am besten Literatur(wissenschaft) studieren?

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4 Antworten

ich war in Tübingen an der Uni. Die hat einen ziemlich guten Ruf, es gibt gute Profs und außerdem gibt es viele Veranstaltungen außer den Seminaren/Vorlesungen (z.B. Poetik-Dozentur). Da müsstest du dann erstmal den Bachelor in Germanistik und einem weiteren Fach machen (Philosophie, Geschichte, Romanistik, Anglistik....) und danach den Master in Deutscher Literaturgeschichte oder in Vergleichender Literaturwissenschaft. Während dem Bachelor kannst du dich dann schon auf mittelalterliche oder neuere Literatur spezialisieren und die Linguistik "abwählen".

ach ja, außerdem ist Tübingen echt schön und hat kulturell und auch sonst echt viel zu bieten :)

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Ich habe in Bochum Germanistik studiert. Der Vorteil dort ist, dass Bochum als eine der ersten Unis nach der Bologna Reform auf das Bachelor/Master System umgestellt hat. Deswegen gehört insbesondere die Studienstruktur und -organisation zu einer der modernsten in Deutschland. Nachteil: Es ist ne Massenuni - wie Dortmund übrigens auch. Im Hörsaal musste man nicht selten auf der Treppe Platz nehmen. Die Betreuung der Studenten ist jedoch vergleichsweise gut. Ich bin inzwischen in Oldenburg, einer von der Studentenzahl her eher kleinen Uni und die Dozenten dort kriegen es trotzdem nicht auf die Reihe, mehr als eine Sprechstunde pro Woche anzubieten. Da war Bochum fortschrittlicher. Angenehm ist auch das VSPL-System, d.h. keine Papierscheine mehr, was eine ungemeine Erleichterung ist.

Zum Studienfach: Ich würde dir, wenn es schon unbedingt eine Sprachwissenschaft sein soll, eher zur Germanistik raten als zur Literaturwissenschaft. LitWi ist einfach zu speziell und die Jobaussichten sind ohnehin schon nicht besonders gut. In der Germanistik kannst du dich später wenigstens noch auf Medienwissenschaft oder Kommunikation spezialisieren, womit man in der freien Wirtschaft noch einigermaßen was anfangen kann. Literaturwissenschaftler sucht keiner - es sei denn du studierst das als Nebenfach und nebenbei etwas gefragtes. Da LitWi ein Teilbereich der Germanistik ist, wirst du nicht viel vermissen. Informiere dich allerdings vorher genau über das Studienfach. Es ist nicht so, dass man dort den ganzen Tag liest, über Bücher diskutiert und Gedichte schreibt (letzteres macht man übrigens überhaupt nicht). Beide Fächer sind - gerade am Anfang- sehr trocken und man muss viele Daten und Fakten auswendig lernen. Siehe auch hier: http://www.gutefrage.net/tipp/wie-informiere-ich-mich-umfassend-ueber-einen-studiengang

Und informiere dich auch über Jobaussichten und Berufsfelder.

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Ich würde mal in den Vorlesungsverzeichnissen recherchieren und auf den Mitarbeiterseiten. Dann kannst du herausfinden, welche Themen schwerpunktmäßig an den Instituten behandelt werden und dich danach entscheiden, welche dich am meisten interessieren.

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Mit dem Nennen von Universitäten ist dir kaum weiter geholfen, schließlich berufhen diese auf subjektiven Erfahrungen, die nichts mit deinen Präferenzen zu tun haben müssen.

Von daher ist für dich wichtig deine Präferenz für den Litwisser-Studiengang aufzuschreiben. Wie ich entnehme ist für dich die Nähe zu deinem bisherigen Wohnort eine Prämisse. Dann wäre evtl. auch ein Studium in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hessen denkbar.

Die Literaturwissenschaft hat verschiedene Ausprägungen (Romanistik, Amerikanistik, Slawistik etc.). genauso unterschiedlich sind auch die einzelnen Studiengänge organisiert. Einblick darüber bekommst du nur über die Webseiten der Hochschulen / Fakultäten / Seminare, die Studien- und Modulordnungen. Dabei bekommst du heraus, wo die Schwerpunkte im Studium gesetzt werden und was dir entgegenkommt und was nicht. Zudem studierst du z. B. Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt als 2-Fächer-Bachelor. Du suchst dir also noch ein zweites Fach an der Uni raus und studierst beide Parallel. Damit wirst du kein fachidiot und erweiterst dein Wissen in einem anderen Fach, das womöglich einen deiner weiteren Interessenschwerpunkte abdeckt.

Nicht zu vergessen natürlich auch noch die anderen weichen Faktoren: Stadtgröße, Partytauglichkeit, Campusuni, Bibliotheksausstattung etc. Da gibt es eine ganze Menge.

Was ist denn für dich ein guter Dozent: Ist der weltbekannt oder kann er einfach gut lehren, also den Stoff vermitteln und dich mitreißen?

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