Wie kann man mittelalterliche Bilder und Renaissancebilder vergleichen?

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2 Antworten

Mittelalterliche Bilder bezeichne ich jetzt mal salopp als "Funktionskunst":
Sie wurde entweder von Mönchen ausgeübt und sollte die christlichen Glaubensinhalte verdeutlichen, oder Gelehrte illustrierten in ihren Büchern die Funktionsweise ihrer Theorien z.B. in medizinischen oder alchimistischen Büchern.
Manche Bilderfolgen sollten die Regeln des höfischen Lebens verdeutlichen und gleichzeitig heraldisch bilden.

Dementsprechend werden Menschen nicht, oder nur vage, als Individuen dargestellt, denn wichtig ist nur ihre Funktion oder ihr Amt.
Daher werden sie auch problemlos in unterschiedlicher Größe dargestellt, auch wenn sie erkennbar nebeneinander stehen.
In diesem Sinn werden sind die Darstellungen fast immer auch in ihrer Realitätstreue eingeschränkt, oft etwa wird auf jeden Schattenwurf verzichtet.

Ein Beispiel für frühmittelalterliche Funktionskunst ist das Mosaik von Ravenna.

In der Renaissance ändert sich die Rolle der Malerei grundlegend, das Bürgertum drängt auf die politische Bühne und verfügt über die finanziellen Mittel, sich selbst darzustellen.
Nun wird eine detailgenaue Abbildung des Portraitierten wichtig, seine gesellschaftliche Funktion zeigt er durch Devotionalien wie etwa eine Amtskette um den Hals oder einen Schlüssel am Gürtel.
Auch in der religiösen Kunst macht sich diese Änderung bemerkbar:
Wurde Jesus im Mittelalter allein durch Körpergröße und Windel erkennbar, während er ansonsten das identische Gesicht wie alle ihn umgebenden Erwachsenen besaß, wird er seit der Renaissance mit einem individuellen Gesicht schon als Säugling dargestellt.
Ebenso die Art und Weise, wie in Maria hält:
Im Mittelalter wird sie auf ihre Funktion als Mutter des göttlichen Sohnes beschränkt, in Darstellungen "hängt" das Jesuskind oft seltsam zusammenhangslos auf ihrem Arm, während sie unbeteiligt nach vorne auf den Betrachter blickt.
In der Renaissance erscheint sie dagegen dem Kind zugewandt, sie scheint es wahrzunehmen und sich mit ihm zu beschäftigen.
Nun wird Maria als das Ideal einer liebenden und fürsorglichen Mutter dargestellt, sie verkörpert Liebe und Reinheit schon in der Art ihrer Darstellung.

Gleichzeitig wird es dem Geldgeber zunehmend wichtig, als Mäzen wenigstens in kleiner Rolle auf dem Auftragsbild dargestellt zu werden, und sei es nur als Hirte in Bethlehem.

In der Renaissance wird also die individuelle Darstellung des einzelnen Menschen wichtig.

Dazu kommt die Entdeckung, wie die Farbperspektive zur räumlichen Darstellung beitragen kann, der Schritt zur korrekten Fluchtpunktperspektive war schon vorher vollzogen, aber bis zu dieser Gesamtentwicklung vernachlässigt worden.

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An der Architektur und der Mode.
Die unterscheiden sich nämlich. Die Renaissance hat nämlich vieles wieder von der Antike geholt, was beim Mittelalter nicht der Fall war (Architektur...Säulen usw wie in Rom und Griechenland).
Bei der Mode sieht man es gut an den Perücken und make up...ach...Google einfach beide Zeitalter ;)

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Kommentar von bubblefisch
18.06.2016, 20:45

Oder warte...meinst du die Kunst?
Ups...xD.
Falls das der Fall ist, was für mich mehr Sinn macht, hättest du das Thema auch wählen sollen, bei deiner Frage -.-

Die Bilder...hmm...Leonardo davinci hat zu dieser Zeit, der Renaissance gelebt. Seine Werke haben andere dazu inspiriert ähnlich zu malen. Sie haben richtige proportionen (des Körper) verwendet. Die richtige Raum Perspektive und sie auch richtig genutzt. Die Bilder waren realistischer, ähnlich wie die Mona Lisa. Und auch die Mode spielt da wieder eine Rolle. Siehe den sonnenkönig "Ludwig XIV". Es gibt da zum Beispiel ein Gemälde, in denen seine Familie auch wie griechische götter aussah, wenn ich mich nicht irre. Die Babys sagen zumindest aus wie dieser liebes Gott. Sie nannte man auch puta oder Pute...keine Ahnung mehr. Sie worden oft auch für Säulen usw. Verwendet.
Bei der mittelalterlichen Kunst haben viele Faktoren nicht gestimmt. Die hatten oft auch etwas mit Religion, Tod, Jesus, Ende der Welt usw. Zu tun gehabt. Zumindest erinnere ich mich an solche Bilder, wenn ich an den Geschichtsunterricht zurückdenke.

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