Wisst ihr zu welchen Waffen die Kugel und die Hülse in der Mitte Gehörn?

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3 Antworten

die obere hülse gehört zu einer "30-06" gewehrpatrone, vermutlich jagdlich oder militärisch(ami-mun aus dem krieg), kommt auf den bodenstempel an...

die mittlere ist eine .308 platzpatrone die noch heute bei den ami's benutzt wird. ob die noch "aktiv" ist, kann ich leider nicht sagen. waffe ist das "M60" maschinengewehr.

das untere stück ist ein "50 BMG" geschoß, das schon abgeschossen aber mit einer silbernen farbmarkierung immer noch sehr gefährlich ist weil dies dann ein brand-spreng geschoß wäre. ich kann leider keine farbmarkierung erkennen, deswegen betrachte ich dieses geschoß als "nicht vertrauenswürdig". von diesen geschossen gab es auch bleikern, stahlkern und deren kombinationen in leuchtspur. 


frasierfan 08.05.2017, 18:27

Ich kenne mich mit LW-Munition zugegebenermaßen nicht besonders aus, aber aufgrund eines Fotos zweier oxidierter Hülsen und eines Geschosses - ohne jegliche Maßangaben oder Vergleichsmöglichkeiten - die Kaliber 30-06, .308 und .50 so präzise zu bestimmen, scheint mir doch zumindest verwegen. Zumal die Hülsenmünder der beiden Hülsen (auf meinem Display) um locker 5 mm voneinander abweichen, wogegen die von dir angegebenen Kaliber 30-06 und 308  - auch wenn Letztere unter der Bezeichnung 7,62x51 geführt wird - beide! einen Geschossdurchmesser von 7,85 mm aufweisen.

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Das ist ohne die Abmessungen und mit nur einem Bild nicht zu sagen, da die Bauart der randlosen Hülse mit Ausziehrille in mehreren Kalibern und damit bei vielen Waffen zum Einsatz kam. Vielleicht lässt sich noch die Einprägung am Hülsenboden lesen. Die mittlere sieht mir eher wie eine Exzerzierpatrone aus. Das untere Geschoss ist grösseren Kalibers und wurde bereits aus einer Waffe mit gezogenem Lauf abgefeuert. Könnte aus einem schweren Maschinengewehr, etwa Bordwaffen, stammen. Der Kopf ist angestaucht, es hat irgendetwas getroffen.

kevin1995x 28.08.2014, 20:25

Ok Dankeschön :)

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Akiba1907 02.09.2014, 22:01

Wunderbare Antwort...hätte ich selbst nicht besser schreiben können! Und du hast absolut recht...die mittlere Patrone hat ein "Holzgeschoss" das kenne ich von alten Jägern und Schützenvereinen die bei uns im Geschäft auftauchen...beim Wiederladen verwenden Sie abgerundete Holzstifte damit es einfach schön kracht.

Findet man bei uns in der Region sehr viele.

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akiba, die ami's hatten keine holzgeschosse, das ist eine speziell fuer platzpatronen verlaengerte huelse die nur mit einer pappscheibe verschlossen ist(wenn sie noch gefuellt sein sollte). wenn jetzt welche meinen, eine pappscheibe haette nicht die kraft, die gase so zu verdaemmen dass es knallt so sage ich dort ist ein spezielles pulver eingefuellt das extrem schnell verbrennt.dann wurde der geschossdurchmesser mit 7,85mm angegeben, das ist bei einer 7,62er patrone normal weil das geschoss sich ja beim eintritt in den lauf etwas zusammenwuergen muss damit es keine pulvergase vorbeilaesst, d.h. keine leistung verloren geht.die kaliberangabe ''7,62mm'' bezieht sich in diesem falle auf die waffe, nicht auf die munition.es gibt noch ein beispiel bei dem das nicht so genau gehandhabt wurde: die ''8x57 IS'' und die ''8x57 I''. die erstere hat ein geschossdurchmesser von 8,20mm, die zweite hat einen durchmesser von 8,05mm. das war ein deutscher sonderweg der bei der einfuehrung dieser patrone gemacht wurde und gefaehrlich war denn in der uebergangszeit zur ''8x57 IS'' gab's laufsprengungen wenn eine ''IS'' patrone in ein ''I'' gewehr gesteckt wurde, andersherum war's gefahrlos weil die pille ja duenner als vorgesehen war, aber die leistung in diesem falle herabfiel.(nur so am rande: ich war frueher buechsenmacher..).

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