Wisst ihr was bei leichten bis mittelschweren Depressionen hilft?

10 Antworten

Es gibt leider keine "leichten" Mittel gegen Depressionen und Panikattacken (ausg. Johanneskraut-Extrakt bei Depressionen). Meistens sind diese leichten Mittel pflanzlichen ursprungs und kommen (leider) nicht mal ansatzweise an den Wirkungsgrad der chemischen heran.

Es hängt also davon ab, wie stark deine Beschwerden tatsächlich sind. Ich persönlich bin absolut dagegen, dass Menschen mit leichteren Beschwerden einfach Medikamente verschrieben bekommen. Auf der anderen Seite empfehle ich Menschen mit starken Beschwerden durchaus es mit Medikamenten zu versuchen.

Panikattacken können durch Medikamente sehr gut behandelt werden, bei Depressionen ist es schwieriger. Oft müssen da mehrere Medikamente durchprobiert werden bis eines hilft oder man eines verträgt. Wenn du also auf ein Medikament nicht angesprochen hast, heisst dies lange noch nicht, dass du auf ein anderes auch nicht ansprichst. Jede Person reagiert ein wenig anders auf Antidepressiva (welche sowohl zur Behandlung von Panik- wie Depressionszuständen verwendet werden).

Was ich dir auf jeden Fall empfehle ist eine Psychotherapie zu machen. Eine Psychotherapie ist ein hoch effektives Verfahren (wenn man sie richtig macht) und mit keinerlei Nebenwirkungen verbunden. Das Problem einer solchen Therapie ist einfach, dass es oft Monate, wenn nicht Jahre braucht bis sie wirkt.

Des weiteren kannst du Sport machen. Gemäss wissenschaftlichen Studien ist Sport bei leichten Depressionen sogar effektiver als Antidepressiva. Bei mittelschweren Depressionen etwa gleich wirksam und nur bei schweren Depressionen sind Medikamente wirksamer. Auch gegen Panikattacken soll Sport helfen, da man so ein besseres uns selbstsichereres Selbstgefühl bekommt. Voraussetzung sind gemäss wissenschaftlichen Studien mind. 3-4 Trainingseinheiten an mind. 20-30min Ausdauersport die Woche. Bis eine Wirkung spürbar ist vergeht rund 1 Monat (so die Studien).

Ich persönlich habe eine schwere Depression mit Panikattacken (inkl. Agoraphobie), beides diagnostiziert. Bei mir geht es leider nicht ohne Medikamente, doch auch mir hilft Sport extrem gut (sofern ich den Antrieb dazu habe). Bei den Medikamenten machte ich irgenwann einfach reine Buchhaltung (denn auch ich bin kein Fan dieser Tabletten): was ist schlimmer? Die Beschwerden oder die Nebenwirkungen der Antidepressiva? Diese Frage kannst auch du dir Stellen und wie gesagt, mache unbedingt eine Psychotherapie (und zwar eine richtige und nicht oberflächliche Gespräche).

Mehr zu Depressionen, Angststörungne und deren Behandlungmethoden findest du hier: http://deprimed.de/ (empfehlenserter Link)

Alles gute...

Ich mache schon eine Psychotherapie aber da führen wir nur Gespräche 1 Stunde lang und der Arzt erklärt mir zB wie ich besser schlafen kann weil ich Schlaf Probleme habe und ja wie ich es schaffen kann alleine raus zu gehen. Also es sind nur Gespräche und Aufklärungen. 

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@Mustikemal

Dein Depressionen sind glaube ich bei mir eher leicht bei mir sind es wirklich die Panikattacken. 

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@Mustikemal

Wenn du starke Panikattacken hast würde ich es nochmals mit Medikamenten probieren. Panikattacken können medikamentös sehr gut behandelt werden.

Meistens werden Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI und SNRI dafür gebraucht. Konkret zugelassen sind Citalopram, Escitalopram, Paroxetin, Sertralin und Venlafaxin. Sertralin z.B. gilt als Panikkiller, doch die SSRI haben auch Nachteile. Unter anderem kann sich die Angst in den ersten 4-6 Wochen der Einnahme verschlimmern bevor das Medikament angstlösend wirkt. Desshalb werden für den Notfall (und nur für dann) auch begleitend Benzodiazepine verschrieben, die kennst du sicher wenn du Panikattacken hast. Lorazeapam bzw. Tavor oder Temesta ist ein solches, es gibt jedoch noch viele weitere.

Hier findest du eine Übersicht über alle SSRI's und SNRI's: http://deprimed.de/ssri-ssnri-sndri-nari/ inkl. Fachinformationen.

Wenns ohne Medikamente geht umso besser, doch wenn die Beschwerden zu stark sind würde ich es versuchen.

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@samm1917

Also ich habe schon sertralin ausprobiert und direkt bei der Einnahme hab ich schon bemerkt da stimmt was nicht. Nach paar Stunden kam erstmal der Horror. Die Nebenwirkungen holla die Wald fee, zum Glück hatte ich welche benzodiazipine. Ich habs auch mal mit lyrica ausprobiert die Wirkung an sich war super hab mich wie mein "altes" ich gefühlt aber ab dem 2 Tag ging garnicjts mehr hatte Atemnot hals Probleme usw. Es geht mittlerweile ohne Tabletten aber so wirklich alleine raus traue ich mich nicht da hab ich noch kein glaube an mir das ich das schaffe. Und ja gestern kam wieder ne Attacke die ich lange nicht mehr hatte. 

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@Mustikemal

Wie gesagt, Sertralin wirkt zu Beginn der Einnahme eher kontraproduktiv bevor es angstlösend anfängt zu wirken. An deiner Stelle würde ich es mit einem anderen Antidepressiva (z.B. Citalopram) ausprobieren. Auch da musst du mit starken Nebenwirkungen zu Beginn rechnen, doch ist man davon meist nicht so völlig angetrieben und innerlich angespannt wie bei Sertralin.

Diese Nebenwirkungen zu Beginn der Therapie sind ja genau das Problem dieser Medikamente. Mit Lyrica habe ich es auch versucht, doch da hatte ich noch mehr Nebenwirkungen als bei den Antidepressiva.

Den meisten bleibt nichts anderes übrig als mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Die ersten Wochen einfach Augen zu und durch und wenns nicht anders geht ein Benzodiazepin nehmen. Zudem sehr langsam aufdosieren.

Es gibt theoretisch noch ein älteres Antidepressivum welches nicht diese Nebenwirkungen hat und hoch effektiv ist: Opipramol. Doch hat es andere Nebenwirkungen die für Trizyklika (ältere Antidepressiva) typisch sind. Mehr zu Opipramol hier: http://deprimed.de/opipramol/

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Ich war in einer aehnlichen Situation (1x einen Monat lang Medis genommen, bzw die Johanniskrauttabletten verschrieben bekommen) ..immer wieder zum Arzt, weil ferit...habe das mehrer jahre so durchgezogen..von Hochform zum Absturz, wieder aufbauen, weitermachen, absturz, hochform, absturz...usw...

Ich habe versucht herauszufinden seit wann das so ist, wann es ist und wann es nicht so ist (in welchen Situationen etc..). Am Ende habe ich (und mein Hausarzt) fuer mich festgestellt dass das alles bei mir kurz vorm Burn Out war und habe die Reissleine gezogen (mich kuendigen lassen). Das ist nun sicherlich keine Jedermannsloesung...fuer mich persoenlich aber war es DIE Loesung. Durch meine Doppelbelastung (Vollzeit arbeiten, bzw 24/7 fuer die Arbeit da sein und immer  die Gedanken und dem 'struggle' bei meinem Studium, zu meiner Abschlussarbeit die schon vor Jahren haette fertig sein sollen und dem eigenen Erwartungsdruck, selbstgemachtem Druck von aussenstehenden, schwindendes Selbstbewusstsein, inkl Geldsorgen etc...da hat sich in der Sorgen-Kette eineiges reingeschmuggelt). 

Heute geht es mir super. Ich konzentriere mich gerade voll auf meine Abschlussabreit und habe es geschafft all den negativen Stress von mir zu loesen. Allein das Kuendigungsgespraech hatte bei mir so viele Steine vom Herzen fallen lassen. 

Bei mir war das so, dass ich im Juni eine Stelle bekommen hätte. Ich hab die auch bekommen aber in der Ferienzeit ist aus dem nichts passiert. Zuerst hatte ich ein Unwohlsein Gefühl im Magen und leichte Panikattacken. Das haben wir dann mit pipamperon sehr gut in den Griff bekommen bis es nicht mehr so gut geholfen hat. Ja dann kam die Zeit mit den anti depressiver aber die waren so schlimm am schlimmsten war sertralin es hat null geholfen. Ich hatte eins was sehr gut geholfen hat sogar bei der ersten Tablette habe ich bemerkt das es mir endlich sowie früher geht. Es war lyrica aber bei der 2 Tablette ging garnichts mehr hab immer Atemnot bekommen einen engen Hals und ja seit dem ist das mit dem engen Hals geblieben. Hab dann lyrica abgesetzt und dann doch wieder ne Chance gegeben aber es war wieder das gleiche. Zum Glück gibt es benzodiazepine die haben mir sehr geholfen. Ja und seit August nehme ich garkeine Tabletten mehr außer wenn garnichts geht dann Tavor. 

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@Mustikemal

Einer Freundin hilft zusaetzlich ein geordneter Tagesablauf. Feste Dinge auf ihrem Plan. Immer wieder, wenn moeglich, Ruecksugsmomente einplanen. 

Sie nimmt auch ein Medikament. weiss abe rnicht welches. Sie versucht aber ohne Medikamente klar zu kommen. Ihre Depression  ist chronisch...sie hat die schon seit ihrer Jugend. Mal geht hoch, mal runter. Sie laesst nicht alles an sich heran und hat fuer sich klare Grenzen gezogen. 

Zu deinen Medis kann ich leide rnichts sagen, außer, dass du am Besten mit deinem Arzt darueber reden kannst. Im Zweifel kannst du dir woanders eine andere Meinung einholen. 

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Achja und dieses johanniskraut hilft es ? Sind die Nebenwirkungen stark ? 

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@Mustikemal

Ich habe das Johanniskraut einen Monat lang genommen. Soll man auch mindestetens. Da sich dann erst die Wirkung bemerkbar macht. Ja, es hat geholfen! Absolut. Mein Gemuet war viel leichter, meine trueben Gedanken wieder heller bis bunt und weg. Das zeug hat meinen Serotoninhaushalt wieder geordnet und was weiß ich..

Vitamin D und Johanniskrauttee (zB vom Rossmann) helfen auch. Das kannst du auch ohne Rezpt ausprobieren, sei aber bitte geduldig. 

Nebenwirkungen hatte ich nur, dass man sensibler auf die Sonne reagiert (Sonnenbaden ist zB keine gute Idee und ich empfand es draußen heller als sonst aber nicht so sehr stark ausgepraegt)

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Du willst keine Medikamente aber frägst nach welchen und willst nicht zum Arzt weil du bereits in Behandlung bist? Sry verstehe leider nicht ganz wie ich dir helfen kann als wirkliche effektiver Form der Medikation bleiben dir nur Antidepressiva, di oder Trizyklische, natürlich verschreibungspflichtig was wiederrum nur über einen Arzt funktioniert.

Ansonsten können Hausmittel helfen: z.B.: Baldrian bei Panikattacken, heisse schokolade oder der gleichen in den phasen in denen man "in seinen schlechten Gefühlen versinkt".

Ansonsten setze dir Ziele, kleine die dich freuen z.B. "am WE gehe ich in die Stadt ein Eis essen" nehme den Termin bewusst und freue dich drauf sie es als twas spezielles und genieße den Moment bewusst.

Auch so "psychotricks" wie Zettel die man selbst mit eigenen positiven eigenschaften vollschreibt können helfen. Den Zettel erstellen und für einen gut sichtbar anbringen (z.B. an einem Spiegel).

Also ich wollte keine Medikamente nehmen weil ich ja welche ausprobiert habe und deren Nebenwirkungen zu krass waren. Ich spiele mit den Gedanken vllt welche wieder zu nehmen. Vielleicht hat ja jemand genau das selbe und nimmt Tabletten die mir auch helfen könnten. Und hä ich hab doch nicht gesagt das ich nicht zum Arzt gehen will, ich gehe doch zum Arzt nur einpaar Erfahrungen oder Empfehlungen könnten nicht schaden.

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@Mustikemal

oh das mit dem Arzt habe ich falsch verstanden... sry ich habe ebenfalls erfahrung mit den Tabletten und v.a. mit deren Nebenwirkungen. Ich verstehe wenn du die nicht nehmen magst, auch wenn es mir geholfen hat. Ich hoffe du kannst wenigstens was mit meinen anderen Tipps anfangen ;-)

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@X3rr0S

Hattest du den auch leichte bis mittelschwere Depressionen ? Und welche Medikamente haben dir geholfen ? 

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@Mustikemal

sagen wir mal etwas in die richtung gehendes ;-) Butriptylin wurde mir damals verschrieben, das ist ein trizyklisches antidepressivum.

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