Wisst ihr ob der Häftling das gesamte Geld das man ihm zukommen lässt?

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1 Antwort

Mit Genehmigung der Anstalt, darfst du einem Gef. anstatt eines Paketes, den vierfachen Tagessatz der Eckvergütung zukommen lassen.
Je nach Bundesland sind das aktuell zwischen 45 und 50 Euro.
In Niedersachsen darf ein Gef. maximal dreimal im Jahr, aber nur einmal im Monat dieses Geld, oder eben ein solches Paket empfangen.
Dieses Geld welches dann auf dem Hausgeldkonto gebucht wird, hat der Gef. dann zur freien Verfügung und kann davon z. b. seinen Einkauf tätigen.

Alles was dem Gef. an nicht genehmigten Geld überwiesen, oder per Post geschickt wird, wird auf seinem Eigengeld gebucht. Über dieses Geld kann der Gef. zunächst nicht frei verfügen, da zunächst sein Überbrückungsgeld voll angespart werden muss.
Aktuell beträgt dieses Ü-Geld je nach Bundesland zwischen 1450 und 1550 Euro.
Dieses Überbrückungsgeld muss der Gef. mit dem erarbeiteten Geld aus der JVA selber ansparen.

Falls der Gef. aufgrund seiner kurzen Haftzeit es nicht schafft sein Ü-Geld voll anzusparen, wird ihm das Eigengeld bei seiner Entlassung ausgezahlt. Wenn das Ü-Geld vom Gef. voll angespart wurde, hat er sein Eigengeld zu freien Verfügung. Dieses Eigengeld wird dann genau so behandelt wie das Hausgeld von dem er seine Einkäufe tätigt.

Das klingt zunächst etwas verwirrend, ist aber notwendig um allen Gef. die gleichen Chancen zu ermöglichen, für ihren Einkauf Geld zu erarbeiten und nicht Gef., die aufgrund von Faulheit den "Liegevollzug" vorziehen zu bevorteilen, wenn diese vermögende Angehörige haben.

Wie du siehst, hat der Gef. zunächst nichts von dem nicht genehmigtem Geld. Von daher soll sich dein Bekannter, oder wer auch immer, sich vorher eine Genehmigung einholen.

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