Wissenslücken als Beweis für Gott?

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16 Antworten

Dafür spricht einiges, wenn man die Entwicklung des Glaubens über die letzten 3500 Jahre verfolgt. Dieser erlebte eine Evolution insofern, als er ständig dem wachsenden Wissen angepasst wurde und Gott immer genau dort angesiedelt wurde, wo Erklärungslücken bestanden.

Zu Abrahams Zeiten war er noch dafür verantwortlich, ob der Rauch beim Feueropfer senkrecht oder waagrecht aufsteigt. Luftströmungen wurden noch nicht berücksichtigt.

Den größten evolutionären Sprung machte er 1755 anlässlich des großen Bebens in Lissabon, siehe hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben\_von\_Lissabon\_1755

Eine weiter Anpassung erfolgte durch die Erkenntnisse Darwins. Bis dahin hatte Gott jede einzelne Art persönlich geschaffen. Nachdem das nicht mehr aufrecht zu halten war, gab sogar der Vatikan zu, dass es Evolution gibt und Gott eben der Verursacher der Evolution sei.

Ähnlich beim ganzen Universum. Bis 1920 dachte man, das Universum sein hinter der Milchstraße zu Ende und es sei komplett so von Gott geschaffen worden. Hinter der Milchstraße wäre dann der Wohnort Gottes und der Himmel als Aufenthaltsort der Toten. Seit Edwin Hubble aber bewies, dass das Universum viel größer ist und hinter der Milchsstraße kein Gott wohnen kann, wird der Himmel nicht mehr als realer Ort sondern als Zustand der Gottesnähe verkauft.

In den letzten rund 70 Jahren kam dann die Urknalltheorie auf und prompt hat Gott nicht mehr das Universum direkt geschaffen sondern ist nun nur noch für den Urknall verantwortlich, weil die Wissenschaft noch nicht genau sagen kann, was vor während und unmittelbar nach dem Urknall geschah.

Seit wissenschaftlich gezeigt wurde, dass der Geist des Menschen nicht mehr wie ursprünglich behauptet dem Meschen durch die Nase von Gott eingehaucht wird, sondern ein Ergebnis der Hirntätigkeit ist, gibts jede Menge theologische Versuche, Gott doch noch irgendwo betreffs Geist und Seele unterzubringen.

Um dieses ganze peinliche Theater nicht noch weiter treiben zu müssen, sind die Theologen nun auf einen ganz neuen Dreh gekommen, indem sie nicht mehr wie seit Jahrtausenden behaupten, die Bibel sei Gottes Wort sondern nun ist die Bibel nur noch göttlich inspiriert und dürfe auch nicht mehr wörtlich verstanden werden.

Persönlich bin ich schon wahnsinnig gespannt, was die Theologen aus diesem Lückenbüßergott machen, sollte außerirdisches Leben gefunden werden. Aber auch für den Fall wird ihnen sicherlich wieder etwas pseudoschlaues einfallen, und es wird dann wahrscheinlich auch immer noch Gläubige geben, die auch diese neuerliche Wendung mitmachen und nicht vom Glauben abfallen.



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Kommentar von FouLou
01.08.2017, 17:30

Ist das eigentlich der sinn von theologie? Die Religionen an das wissen der Menscheit anzupassen? XD

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Kommentar von Fanta421
02.08.2017, 23:38

wirklich viele gute und konstruktive Antworten in dieser Frage

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Es gibt ein ganz klare Korrelation zwischen Unglauben an Gott und Bildung. Deshalb liegt genau diese Vermutung nahe, die du äußerst.

Menschen möchten Antworten auf Fragen, die die Wissenschaft aktuell nicht beantworten kann oder auch nie beantworten wird. Einen führsorglichen Schöpfer zu postulieren ist sicherlich für sehr viele eine angenehme Art sich einzureden, dass alles seinen Grund hat.

Mein Unglaube basiert aber nicht unbedingt auf umfangreicher Bildung, sondern darauf, dass es nicht einen Beleg dafür gibt, dass ein Gott existiert. Ein bischen Logik und Skeptizismus. Mehr hat es bei mir nicht gebraucht. Nagut... Ich wurde auch nicht von meiner Familie aus religiös indoktriniert.

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Kommentar von Fanta421
01.08.2017, 21:05

interessante Aussage und Antwort, Danke

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Unter anderem. Der Glaube an gott oder anderen übernatürlichem kram erfüllt auch noch andere dinge.

Ersteinmal: Wissenslücken sagen nichts über die Existenz eines gottes aus. Die korrekt antwort auf eine wissenslücke ist nicht "gott wars" sondern "ich weiss es nicht"

Nur fällt das manchen menschen schwer. Weil der mensch sich die welt erklären will. Gerade bei den schwierigen fragen bei denen wir derzeit keine antworten haben muss zwingend eine erklärung hin.

Interessanter weise hat die geschichte gezeit das diese schwierigen fragen immer und immer wieder von uns ohne einen gott erklärt werden konnten.

Sachen wie: Blitze, gewitter, erdbeben, fluten, Sterne am himmel, die jahreszeiten, die bewegung von sonen und mond, krankheiten.

Alles dinge für die Früher als erklärung "gott wars" genommen wurden. und es gibt noch einige beispiel mehr.

Was macht es also sinvoll weiterhin die erklärung "Gott wars" in diese lücken einzusetzen?

Was unterscheidet diese art der erklärung von denen die alle 5 Jahre den weltuntergang vorhersagen und obwohl sie seit unzähligen malen falsch lagen immer noch weiter und weiter machen mit immer neuen daten und erklärungen?

Ein Glaube kann neben diesem Aspekt auch den Aspekt eine trostes erfüllen. z.b. "Ich sehe meine geliebten verwandten nach meinem tod wieder" oder "meine verwandten oder freunde beschützen mich als engel auf der erde"

Oder um kontrolle zu bekommen. z.b. "Ich bete und dann wird mir was gutes passieren" oder "ich lerne diese energien und chakren zu steuern und es wird mit gut gehen"

Wissen ist nicht immer schön und gewisse sachen nicht zu wissen auch nicht. Daher ist Glaube eine gute art dieses wissen zu ersetzen um sich dann wieder gut zu fühlen.

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Kommentar von Hamburger02
01.08.2017, 17:28

Dazu gibts nen schönen Spruch:

Was wahr ist, ist oft nicht schön und was schön ist, ist oft nicht wahr. Wissenschaftler suchen nach dem Wahren und Gläubige suchen nach dem Schönen.

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Hallo Fanta421,

ganz sicher sind es nicht Wissenslücken, die einen Beweis für die Existenz Gottes darstellen. Da die Existenz Gottes nicht im Sinne der Wissenschaft "bewiesen" werden kann, haben sich einige dafür entschieden, nicht an ihn zu glauben. Es ist einfach ihre Überzeugung, dass es ihn nicht gibt, wofür sie jedoch ebenfalls keinerlei Beweise haben. Es gibt also ebenso wenig einen wissenschaftlichen Beweis, dass Gott nicht existiert, wie dafür, dass er existiert.

Wenn man sich also an die Fakten hält, dann sollte man vorsichtig damit sein, feste Behauptungen aufzustellen, so als seinen diese unantastbar. Dieser Fehler wird oft auf beiden Seiten gemacht; sowohl von den Befürwortern des Glaubens an Gott als auch von Gegnern des Glaubens. Wer hat denn nun recht?

Viele wissenschaftlich denkende Menschen glauben, das Vorhandensein von Materie und Leben sei auch ohne einen Gott erklärbar und so sind verschiedene Theorien und Denkansätze entwickelt worden. Beruhen diese jedoch auf unumstößlichen Beweisen, die keinen Widerspruch dulden? Sicher nicht! Sämtliche wissenschaftlichen Theorien im Hinblick auf dieses Thema sind im strengen Sinne nicht beweisbar. Im Grunde steckt auch in jedem Wissenschaftler eine bestimmte Weltanschauung, von der er sich in seinem Denken und in seinen Schlussfolgerungen leiten lässt. Es hat daher nichts mit Wissenschaft zu tun, wenn jemand behauptet, die Existenz Gottes sei durch Fakten widerlegt. Solch eine Behauptung entspricht eher eine Art Glaubensaussage.

Auch wenn uns der wissenschaftliche Fortschritt viel Gutes gebracht hat und Dinge möglich gemacht hat, die früher als undenkbar galten, kann Wissenschaft eines nicht: uns alles erklären. Manche Dinge liegen einfach außerhalb des Zugriffs der Wissenschaft. Hier ein einfaches Beispiel: Ich könnte niemals wissenschaftlich beweisen, dass mich meine Frau liebt, obwohl ich aufgrund vieler Erfahrungen und Eindrücke felsenfest davon überzeugt bin. Sollte ich aber an der Liebe meiner Frau zu zweifeln beginnen, weil mir der wissenschaftliche Beweis fehlt? Das wäre sicher lächerlich, nicht wahr?

Wie schon gesagt, ist natürlich auch die Existenz Gottes nicht zu beweisen, jedenfalls nicht nach rein wissenschaftlichen Kriterien. Die Frage "Gibt es Gott oder nicht?", lässt sich also nicht anhand wissenschaftlicher Beweise beantworten. Es gibt jedoch eine Menge Fakten, die die Wissenschaft zutage gefördert hat, die man unterschiedlich bewerten kann. Je näher man sich mit diesen Fakten (z.B. aus der Biologie oder Chemie) beschäftigt, umso eher hat man eine Entscheidungsgrundlage zur Beantwortung der Frage, ob Gott existiert.

Ich möchte ein Beispiel aus der Genetik herausgreifen, das für mich persönlich eine Menge an Überzeugungskraft dafür liefert, dass die Existenz des Lebens nicht das Produkt ungerichteter Abläufe sein kann.

Nehmen wir einmal die Gene einer "einfachen" Zelle. Die darin gespeicherten Baupläne enthalten eine solche Fülle an Informationen, dass, würde man sie aufschreiben, ca. 850 Buchbände von je 1.000 Seiten entstünden! Ist es vernünftig anzunehmen, eine solche umfangreiche "Büchersammlung" mit äußerst sinnvollen Informationen könne das Werk blinden Zufalls sein?
Ein einzelnes Gen enthält ca. 27.000 Buchstaben. Das Genom besitzt die gigantische Informationsfülle, die in etwa 3 Milliarden Basenpaaren abgespeichert sind. Um sich die Informationsdichte noch besser vorstellen zu können: Nur ein Gramm DNA enthält bereits so viele Informationen, wie auf einer Billion CD`s. Noch plastischer wird das Ganze, wenn man sich einmal klar macht, dass man auf einem einzigen Teelöffel die DNA der aktuellen Weltbevölkerung 350 mal unterbringen könnte!

Kein von Menschen entwickelter Datenträger kann auch nur annähernd eine solche Kapazität erreichen. Ist es logisch anzunehmen, dass eine einzelne CD einen intelligenten Konstrukteur benötigt, die gerade beschriebene hoch komplexe DNA jedoch nicht? Wenn man sich klar macht, welche Arten von Informationen in der DNA abgespeichert sein müssen, wird das Ganze noch beeindruckender. Sie enthält nämlich u. a. Informationen für den Bau, die Wartung und die Reparatur komplizierter "Maschinen".

Allein die DNA-Verpackung im Zellkern ist eine technische Meisterleistung. Dazu ein Vergleich: Man müsste einen 40 km langen, sehr dünnen Faden in einen einzigen Tennisball unterbringen, wobei dieser Faden in einer ganz bestimmten Weise angeordnet sein muss. Das wäre in etwa so, als ob in einem riesigen Shop mit Millionen von Artikeln alles derart sinnvoll angeordnet wäre, dass man alles sofort findet. Würde man wohl jemals auf die Idee kommen, dass sich ein solcher Shop selbst organisieren könnte?
Bleiben wir noch einen Moment bei der DNA. Diese muss sich ja zigmal replizieren, damit die Zellteilung stattfinden kann. Dieser Vorgang ist hoch komplex . Z. B. müssen komplizierte molekulare Maschinen die DNA kopieren, lesen und Fehler berichtigen. Das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden.

Diese kurze Exkursion in die Genetik lässt mehr als deutlich klar werden, dass hier Intelligenz auf höchster Ebene im Spiel ist.Solcherlei Beispiele lassen sich aus allen möglichen Fachgebieten der Wissenschaft entnehmen. Ob es um den Aufbau hochkomplexer molekularer Maschinen in lebenden Organismen geht oder um genial konstruierte Organsysteme - alles verrät ein großes Maß an Intelligenz. Intelligenz setzt meiner Überzeugung nach jemanden voraus, der denken, planen und konstruieren kann, eine Person also.

Zu diesem Thema möchte ich noch eines anmerken: Um an Gott zu glauben brauche ich nicht irgendwelche Beweise oder Hinweise aus dem Gebiet der Wissenschaft. Gott hat sich meiner Überzeugung nach nicht nur in den Werken seiner Schöpfung geoffenbart, sondern auch in dem "Buch der Bücher", der Bibel. Sie trägt eindeutig den Stempel göttlicher Urheberschaft.
Der britische Archäologe William Foxwell Albright sagte einmal über die Bibel: "„Jedenfalls überragt die Bibel im Gehalt alle frühere religiöse Literatur; und in der Einfachheit und Direktheit ihrer Botschaft und der Universalität ihrer Wirkung auf Menschen aller Länder und Zeiten überragt sie ebenso eindrucksvoll alle nachfolgende Literatur.“ ( History, Archaeology, and Christian Humanism, S.  294—296).

Aus meiner Sicht liefert die Wissenschaft außerdem keine zufriedenstellenden Antworten auf die Entstehung des Lebens mit all seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Man hat zwar eine Vielzahl von Erklärungen und Theorien aufgestellt, denen es jedoch an substanziellen Beweisen fehlt. Wären diese tatsächlich vorhanden, dann wäre Gott widerlegt und man könnte ihm allenfalls einen Platz im Museum zuweisen. Doch weit gefehlt!

LG Philipp

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Kommentar von earnest
04.08.2017, 07:30

Mal wieder viel Gewese, um "hintenrum" dann quasi zu "beweisen", dass es Gott doch wohl geben dürfte.

Es ist völliger Unsinn, zu behaupten, die Bibel trage "eindeutig den Stempel göttlicher Urheberschaft".

Dies ist eine unehrliche Methode, erst so zu tun, als sei man objektiv, indem man korrekt anführt, dass es keine Beweise für oder gegen Gott gebe - um dann genau das Gegenteil zu versuchen: "hintenrum" den Lesern eine unterschwellige Art von "Gottesbeweis" vorzugaukeln.

Ein Manipulationsversuch wie er im Buche steht.

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Fanta421,

Weil die Griechen in der mykenischen Zeit keine Ahnung hatten woher die Blitze kamen, haben sie angenommen, daß Zeus sauer war und "Bitze vom Himmel/Olymp schleuderte".

Das haben die Juden/Christen für die unbekannten Naturgewalten auch angenommen, bis dann böse Wissenschaftler kamen und erklärten, daß es dafür auch ganz natürliche Erklärungen gäbe.

Diese Wissenschaftler wurden, wenn sie Glück hatten, nur mit Hausarrest und Publikationsverbot bedroht - mit weniger Glück durfte man sich auf den Scheiterhaufen stellen - "Zur höheren Ehre Gottes und um die Seele zu reinigen"

Das System funktionierte natürlich nur, weil die Menschen sich das haben gefallen lassen. Mit der Aufklärung änderte sich das. Die Kirchenfürsten haben sich aber nicht aus Einsicht von ihren Positionen getrennt, sondern weil sie keine Chance hatten. Bezeichnenderweise hat der Pabst erst 500 Jahre später zugegeben, daß das Urteil gegen Giordano Bruno  nicht "ganz korrekt" gewesen sei.

Heutzutage sollten aufgeklärte Menschen, ganz egal, ob sie an Gott glauben, das Selbstbewußtsein haben die Sprüche des Pabstes zu ignorieren.

Und außerdem - welche Autorität hat der denn überhaupt? Er war lediglich der Bischof von Rom, nicht mehr. Und jahrhundertelang spielte er gegenüber dem Patriarchen von Konstantinopel sowieso nur die 2.Geige!

Gruß

PS: Wissenslücken werden wir immer haben, aber durch konsequente Forschung können wir unsere Erkenntnisgrenzen immer weiter hinaus schieben - mit Religion hat das nichts zu tun!

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Kommentar von zetra
01.08.2017, 21:43

Ein kluger Kopf sagte, wenn wir nicht schon einen Gott haetten, dann muessten wir einen neuen Gott erfinden !

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Das Konzept nennt man "God of gaps" und es ist der heute gebräuliche Weg den praktisch alle Religionen eingehen um die Absurdität ihrer Lehren mit der Reakität zu vereinen. Dabei werden die ursprünglichen Lehren  Lehren der Religion an den momentanen Stand der Wissenschaft halbwegs angepasst und etwaige Lücken werden mit Göttern gefüllt.

In meinen Augen ist das Verhalten nach wie vor kindisch, aber immer noch besser als an den absurden Märchen festzuhalten wie es religiöse Fundamentalisten tun. 

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Kommentar von earnest
01.08.2017, 19:22

So ist es.

Und der Kreationismus ist der wohl letzte verzweifelte Versuch, so zu tun, als ließe sich Glaube mit Wissenschaft vereinen.

Leider erkennt nicht jeder Gläubige die Lächerlichkeit des Kreationismus - und damit auch die Lächerlichkeit eines solchen Versuchs.

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Ich würde es keinen Beweis nennen, aber es erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit.
Mit der Zeit gewann die Menschheit immer mehr an Wissen und es wird immer unplausibler, dass es einen Gott gibt.
Es ist sogar erwiesen, dass sich die Entwicklung eines Landes antiproportional zur Religiosität verhält, heißt, unterentwickelte Länder glauben eher an einen Gott.
Das alles ändert trotzdem nicht das Schicksal derer, die Gott ablehnen ;)

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Kommentar von Fanta421
02.08.2017, 18:09

das ist erwiesen? Hast du eine Quelle dazu?

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Kommentar von Alaegz
03.08.2017, 13:10

Es reicht, wenn man den HDI mit der Säkularisierung vergleicht, natürlich gibt es einige Ausnahmen, aber allgemein kann man die Tendenz ziehen. Ich muss aber an der Stelle sagen, dass auf diese Frage sehr viele gute und detaillierte Antworten gegeben wurden, was sehr selten ist

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Es gibt Menschen, die aufgrund von Wissenslücken an Gott glauben...kann man nicht gerade als ernsthafte Gottgläubige bezeichnen...

Es gibt aber auch Menschen, die aufgrund eigener Erkenntnisse und Erfahrungen zu einer Gottesüberzeugung gekommen sind - trotz (oder gar wegen) angeblich geschlossener Lücken...

Gott ist nur auf einer subjektiven Ebene erfahrbar, nicht auf einer rationalen Ebene...

Gruß Fantho

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Kommentar von Fanta421
01.08.2017, 22:35

Stimmt.

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Dass wir Gott als Lückenbüßer verwenden, sich aber nach und nach viele Lücken schließen, wird als Argument gegen einen Gott verwandt. Natürlich wird das nie ein letztgültiges Argument sein. Es ist vielmehr ein Indiz.

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Kommentar von Fanta421
01.08.2017, 17:12

Gott als Lückenbüßer, klingt gut.

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Es gibt keine Beweise für die Existenz Gottes, weil es eben eine Glaubensfrage ist. Entweder du glaubst an (einen) Gott, oder eben nicht.

Das ist deine persönliche Sache.

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Kommentar von Fanta421
01.08.2017, 17:51

Erzähl das mal einem Gläubigen, der wird dir aber was blasen

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Die Menschen haben überhaupt damit angefangen um Dinge erklären zu können, dass kannst du selber merken, denn wenn man dich nach etwas fragt ist es ja (normaler Weise) sehr unangenehm, wenn Du die Frage nicht beantworten kannst bzw. das Geschehen nicht erklären kannst, also wirst du nach einer Erklärung dafür suchen. Da aber früher man nicht in der Lage war bestimmte Sachen (Evolution, Unwetter, Tag Nach) zu verstehen so hat man diese Sachen einen bestimmten Sinn gegeben in diesem Fall Gott. Also ist Gott hinter alles was man nicht verstanden hat und somit hat man alles "verstanden"

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Kommentar von Fanta421
05.08.2017, 13:22

ich brauche nicht nach Erklärungen zu suchen, wenn man mich irgendwas fragt. Für mich sind Dinge immer leicht verständlich, da ich nunmal über den Dingen stehe ;)

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So ist es. (Natürlich nicht immer.)

Lücken "wollen" gefüllt werden.

Da übernimmt der Glaube (an den Donnergott, an den Wettergott, an den Regengott, an Zeus, an "Gott") ganz fix die Lücke und dient als Platzhalter.

Wenn die Lücke dann durch Wissen gefüllt werden kann oder könnte, dann haben sich die "Platzhalter" meist schon längst etabliert. Dann wird's schwierig...

Gruß, earnest


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Kommentar von Fanta421
01.08.2017, 17:46

der Glaube als Lückenfüller bis die Sachlage auf wissenschaftlicher Basis sachlich und ohne Scheinheiligkeit geklärt ist, interessanter Gedanke

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Kann das des zutreffen, dass wir an die Existenz eines Gottes glauben, nur weil wir es eben nicht besser wissen?

Da würde ich nicht zustimmen. Viele Menschen glauben auch an Gott, weil sie Erfahrungen gemacht haben, die ihren Glauben gestärkt haben. Sie haben zum Beispiel mehrmals erlebt, dass ihre Gebete erhört wurden.

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Kommentar von Fanta421
02.08.2017, 18:11

auf diese Antwort habe ich bereits geantwortet

eine unsittliche Löschkultur ist das hier

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Das kann nicht nur zutreffen, das trifft zu.

Das ist der Grund, warum die Menschen ihre Götter erschaffen haben. (Nicht umgekehrt.)

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Kommentar von Fanta421
01.08.2017, 17:11

die Götter gibt es nicht wirklich? Krass.

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Nein!

"Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind;" (Römer 1:20)

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Kommentar von earnest
01.08.2017, 20:41

Ist das so?

Anders als der olle Paulus sehe ich keine "unsichtbaren Eigenschaften" Gottes. Ich sehe sie nicht einmal undeutlich.

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Je mehr Fortschritte die Wissenschaft gemacht hat, desto überheblicher sind einige Wissenschaftler (und Nichtwissenschaftler) geworden.

"Wenn einer, der mit Mühe kaum / gekrochen ist auf einen Baum,

schon meint, dass er ein Vogel wär, / so irrt sich der." (Wilhelm Busch)

Andere haben gesehen, dass jede neue Entdeckung eine weitere ganze Dimension des Makrokosmos oder des Mikrokosmos geöffnet hat und sind sich bewusst geblieben, dass wir angesichts dessen, was wir nur ahnen können, nur vernachlässigbar viel wissen.

"Ich weiß, dass ich nichts weiß" ist schon ein Spruch der Antike, der immer noch seine Gültigkeit besitzt und dem nüchternen und bescheidenen Wissenschaftler gut zu Gesicht steht.

In dem, was wir nicht wissen, hat Gott noch unendlich mal Platz. Das wird sich auch nicht ändern, da wir aus dem Hamsterkäfig unserer Erkenntnismöglichkeiten allenfalls mit unserer Fantasie ausbrechen können.

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Kommentar von earnest
01.08.2017, 17:34

Aber es ist doch nicht nötig, sich dann einen hohen Wärter zu schaffen, der den Hamsterkäfig bewacht - so wie das die Fundis jeglicher Couleur so gern tun...

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Kommentar von dadita
01.08.2017, 18:50

Arrogent sind höchstens die Religionen welche sich den durch harte Arbeit erlangten wissenschaftlichen Fakten verschließen um ihre antiken Märchen zu erhalten.

Und nein, sonderlich viel Platz ist da nicht mehr, auch wenn es noch Lücken gibt. Diese mit Märchen zu füllen ist allerdings kindisch.

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