Wissenschaft versus Religion. Welcher Theorie vertraut ihr mehr?

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27 Antworten

Gedankenpolizei, 

bevor man die Frage beantwortet, muss man erst einmal klären, was Wissenschaft und Religion eigentlich sind. Der Theroriebegriff ist hier nämlich völlig falsch eingesetzt, sorry. 

Wissenschaft ist eine Methode. 

Es ist die Methode, kühne Hypothesen aufzustellen und sie der schärfsten Kritik auszusetzen, um herauszufinden, wo wir uns geirrt haben.

(Karl Popper)

Wissenschaft ist die Methode, die einbezieht, dass unser "Wissen" immer irrtumsanfällig ist. Wir haben keine Möglichkeit des absoluten sicheren Wissens über die Welt, weil wir die Welt immer über unsere Sinne wahrnehmen... und die könnten uns täuschen. Absolute Sicherheit ist eine Illusion. 

Wenn wir also keine absolute Sicherheit über die Welt haben können, stellt sich die Frage, wie man denn wenigstens zu zuverlässigen Aussagen kommt. Die beste Methode zu zuverlässigen Aussagen ist es, Aussagen immer zu überprüfen, zu testen. Genau das ist die Methode der Wissenschaft. 

Naturwissenschaft speziell fragt nach den gesetzmäßigen Prozessen, die in der Welt ablaufen und die dafür verantwortlich sind, was wir in der Natur beobachten. Wir beschreiben diese Prozesse mit Modellen - die wir Theorien nennen - und testen diese durch immer schärfere Beobachtungen an der Natur. Finden wir Abweichungen, verfeinern wir das Modell. 

Es ist also - wie oft leider zu lesen - nicht die Schwäche der Naturwissenschaft, dass sie sich selbst korrigiert, sondern ihre Stärke: Wissenschaft kann selbständig Fehler in den bisher verwendeten Modellen und Vorstellungen erkennen und diese überwinden durch das Einführen besserer Modelle. 

Religion ist etwas ganz anderes. Religion ist eine Deutung des Daseins auf der Basis einer bestimmten Glaubensvorstellung, die als solche im Rahmen der jeweiligen Religion unhinterfragbar ist. 

Religion beschreibt auch keine innerhalb der Natur gesetzmäßig ablaufende Prozesse, sondern stellt Sinn- und Deutungsfragen. In diesem Sinne ist sie der Philosophie ähnlicher als der Naturwissenschaft, ist jedoch nicht wie die Philosophie an die Logik gebunden. Während die Philosophie als Geisteswissenschaft ebenfalls ihre Überlegungen mittels der Logik hinterfragt, ist die Basis jeder Religion eine unhinterfragbare Glaubenshypothese, auf der aufbauend dann die Deutung der Welt erfolgt. Religionen sind deshalb per se nicht testbar.

Im besten Falle könnte man also sagen, dass Du nach einem Vergleich von Äpfeln mit Birnen fragst. 

An die (Natur)wissenschaft solltest Du Dich wenden, wenn Du wissen willst, wie die Welt funktioniert oder wenn Du eine zuverlässige und durch Daten gestützte Prognose für die Reaktion eines gesetzmäßig funktionierenden Teiles der Welt suchst. 

An Philosophie oder - bei bestehender Glaubensüberzeugung - an die jeweilige Religion solltest Du Dich wenden, wenn Du Sinnfragen oder Bedeutungsfragen zu Deinem Dasein hast. 

Es anderes herum zu machen, geht schief... und das in beide Richtungen.

Grüße

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Kommentar von Grobbeldopp
14.07.2017, 01:30

...nur können unhinterfragte Glaubenssätze und das wissenschaftliche Denken oft ganz schön aneinandergeraten- das ist ja klar.

Wenn z.B. der Katechismus sagt, dass Maria eine Jungfrau war, dann ist der Konflikt ja klar- wie kann man gleichzeitig wissen, wie Kinder entstehen und dass es sich dabei um eine zuverlässige Beobachtung handelt, und an solch ein Wunder glauben?

Also weder Religion noch Wissenschaft haben sich an die Trennung gehalten, die du ziehst- und ich fürchte bei der christlichen Religion bleibt nicht viel übrig, zumindest nicht die Lehrmeinung irgendeiner großen Kirche, wenn man sie als reine selbstreferentielle Deutungsmaschine haben will.

Man braucht die Wunder oft für den Glauben. Allein das Selbstverständnis religiöser Menschen, dass es sich bei Religionen um unüberprüfbare Dogmen, die zur Deutung der Welt dienen handelt, findet man selten.

Eine solche Religion liefe Gefahr, leere Metaphernteufelskreise ohne Bindung an die Existenz von irgendwas zu entwickeln. Die Vorstellung kann sich schlecht von allem Enthalten, was wissenschaftlich gesehen Unsinn ist, wenn man glaubt.

Was soll es z.B. überhaupt bedeuten, dass Maria eine Jungfrau war oder dass die Erbsünde nicht auf sie übertragen wurde? Wie soll man, wenn man sowieso glaubt das sei unüberprüfbar, damit ein Licht auf die Existenz werfen im Sinne von irgendetwas deuten? Wie soll man sich damit abfinden, dass das eben ein unüberprüfbarer Satz ist und trotzdem "wahr"? Ich denke die meisten Gläubigen können das nicht, un die Atheisten sind oft welche weil sie es nicht können.

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Kommentar von uteausmuenchen
17.07.2017, 20:12

Danke für das Sternchen!! =D

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Kommentar von Mahpee
18.07.2017, 13:21

Nur haben Religionen den Wahn, dass sie von Wahrheiten, ja sogar von absoluten Wahrheiten bzgl. Ihrer Inhalte sprechen. So selbst Jesus Christus: "Ich bin die Wahrheit und das Leben.".... Wissenschaft zeigt dich  da schon glaubwürdiger bzw. vertrauenswürdiger in ihren Aussagen, da sie auch belegt werden müssen

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Wissenschaft und Religion sollte man nicht gegeneinander ausspielen wollen, denn:

Das Gemeinsame an Wissenschaft und Religion ist sicher, dass beide versuchen, die Welt erklärbar zu machen (d.h. eine Begründung dafür zu finden, warum sie existiert und wie man mit ihr und dem eigenen Leben am besten zurechtkommt).

Der Unterschied zwischen Wissenschaft und Religion besteht darin, dass Wissenschaft nur dort von Erkenntnis spricht, wo das Erkannte beweisbar ist.

Sehr oft aber werden wir mit Fragen konfroniert, die nur Antworten erlauben, welche nicht beweisbar sind. In solchen Fällen bleibt uns nur - aus unserem Unterbewusstsein als Gefühl auftauchende - Überzeugung.

Wer aber will seiner eigenen Überzeugung nicht vertrauen? 

Wo wir ihr nicht vertrauen, wird uns immer unwohl sein. Dir nicht?

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Kommentar von Gedankenpolizei
17.07.2017, 15:02

Hallo Ute,

erst einmal vielen Dank dass du dir die Zeit genommen hast meine Frage so ausführlich zu beantworten. Ich habe wie du oben sehen kannst die Frage umformuliert und den Terminus "Theorie" durch Weltanschauung ersetzt.

Ich selbst bin Atheist und dem naturwissenschaftlichem Weltbild verhaftet. Wer meint eine Religion zu brauchen kann dieses tun solange das gewaltfrei und ohne die Einschränkung der Freiheit anderer geschieht.

Ich stimme deinen Ausführungen zu.

Grüße

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Beiden - je in ihrer Zuständigkeit.

Die Wissenschaft hat die Aufgabe, uns die diesseitige Welt zu erklären und Theorien zu erarbeiten, wie diese Welt funktioniert.

Die Religion hat die Aufgabe, Vorstellungen über die Transzendente Welt zu entwickeln und ein Gespür für das Jenseitige zu bekommen.

Jeder dieser beiden Bereiche hat sein eigenes Recht.

Ich würde z.B. über keine Brücke fahren, die nicht mit diesseitigen, wissenschaftlichen Methoden sicher konstruiert ist. Einen Statiker, der nur über den Plänen gebetet hat und nicht rechnete, würde ich einsperren lassen.

Wenn es aber um den Sinn des Lebens geht, wird man im Rahmen von Wissenschaft keine Antworten finden. Und die Antworten, die man in der Religion findet, wird man wissenschaftlich nie beweisen können. Sie werden immer ein Wagnis bleiben. (Was sollte das für ein "Gott" sein, den man wissenschaftlich beweisen könnte?)

Dabei gefällt mir der jüdisch-christliche Deutungsrahmen besonders gut: Es kann nur einen Gott geben, nichts Geschaffenes muss als Gott verehrt werden, aber jeder Mensch, auch der kleinste und "unbedeutendste" hat als Ebenbild Gottes die größte Würde, die es es geben kann. Jeder Mensch, egal welchen Geschlechts hat im Rahmen seiner Möglichkeiten Verantwortung für sich und die Welt. Kein Mensch ist perfekt. Aber jeder soll seine Chance bekommen, auch wenn er mal gescheitert ist.

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Also theorien sind das nicht, religiöse vorstellungen sind bestenfalls hypothesen, die evolution ist zb eine theorie, daher vertraue ich dem was besser dokumentiert und belegt ist, also der theorie! Lg

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Der Versuch ist ein wesentliches Merkmal wie die Wissenschaft Erkenntnisgewinn hervorbringt. Dagegen versuchen die sogenannten Buchreligionen Erkenntnisgewinn durch Lesen in den "Heiligen Büchern" zu erzielen. 

So kommt es, dass sich die verschiedenen Wissenschaftszweige fast nie gegenseitig widersprechen, aber fast jede Religion alle anderen Religionen für falsch hält. 

Gibt es Widersprüche zwischen den Behauptungen der Wissenschaften und den der Religionen (z.B. gab es erst Pflanzen auf der Erde und dann die Sonne, oder war es umgekehrt), so hat bisher noch IN ALLEN Kontroversen die Wissenschaft Recht gehabt. Und wenn man die Methode der Wissenschaft auf eine Religion anwendet, d.h. wenn man Versuche macht, so hat sich bisher noch jeder Glaube an Übernatürliches als Irrglaube erwiesen. 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fuerbitten-fuer-kranke-beten-bis-zum-tod-a-409005.html

>Wirken Gebete positiv auf die Genesung Kranker? Nein, haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Die Anrufung Gottes kann sogar schädlich sein: Weiß der Kranke von den Fürbitten, kann sich dadurch sein Komplikationsrisiko erhöhen.

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Kommentar von willgott
14.07.2017, 01:39

"So kommt es, dass sich die verschiedenen Wissenschaftszweige fast nie gegenseitig widersprechen, aber fast jede Religion alle anderen Religionen für falsch hält.

Du redest vermutlich von den "Weltreligionen" die wie der Name schon sagt, sich weniger um die Beziehung des Einzelnen zu Gott als um ihre Geltung und Verbreitung und letzlich um ihre Macht in der Welt bemühen.

Diese klerikalen Machthaber (z.B. der römisch-katholische Kaiser Konstantin oder muslimische Größen, die man besser nicht mit Namen nennt) stärken ihre Macht indem sie alle anderen Religionen verteufeln, was letzlich nur zur Verwirrung führt - siehe meine Anwort

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Naja, die Wissenschaft ist nun mal die Realität, während Religion alles sein kann, was man möchte. Von Gott über Allah über das fliegende Spaghettimonster, Zeus, Odin, Hera, Ikarus, Fußball oder was auch immer.

Ich vertraue definitiv der Wissenschaft, und nicht irgendwelchen uralten Büchern voller erfundener Gruselgeschichten von Mord, Folter, Ego-Göttergehabe (ICH bin dein Herr, Bete nur MICH an und so weiter).

Religion ist auch keine Theorie, sie ist "Glaube" also das festhalten an unbewiesenem oder gar widerlegtem Wissen. Das ist das Gegenteil von Wissenschaft.

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Ich glaube, dir ist der Sinn des Begriffes "Theorie" nicht bekannt. Dies mal nebenbei erwähnt.

Ich versuche mal, es ganz kurz, extrem vereinfacht und sehr schlicht asuzudrücken:

Wissenschaft versucht zu erklären, wie die Welt funktioniert.

Religion bietet Ideen, was der Sinn des Ganzen sein könnte.

Beides hat nichts miteinander zu tun. Schließt sich auch nicht aus, es sind zwei völlig verschiedene Dinge.

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Kommentar von SiriusSir
14.07.2017, 00:39

Der erste Teil deiner Antwort ist korrekt der zweite nicht.
Wissenschaft schließt Religion aus, Religion schließt wissenschaft aus.
Religion basiert auf alten Geschichten, gespickt mit falschem Wissen über die Erde und das Universum.
Der Glaube an diese Geschichten schließt daher Wissenschaft aus da sie fundamentalen modernen Erkentnissen widersprechen.

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Du hast das Wort "Theorie" wohl falsch verstanden, denn Wissenschaft und Religion sind keine Theorien. Da die Wissenschaft logisch vorgeht, während bei Religionen ohne Anlass widersprüchliche und realitätsferne Behauptungen aufgestellt werden, wähle ich den ersten Weg.

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Der scheinbare, von "Gedankenpolizei" unterstellte, Gegensatz ist eine der zahllosen Verwirrungen mit denen als Kleriker, Propheten oder Religionswissenschaftler getarnte weltlich-satanische Machthaber jeden einzelnen Menschen hindern wollen, seinen persönlichen Weg der wahren Religion, nämlich der Liebe zu Gott zu finden.

Was in diesem Disput als Religion bezeichnet wird, ist das, was als Resultat dieser Machtstrategien, die sich in allen nur denkbaren Früchterlichkeiten
(Religionskriege, Kreuzzüge, Dschihad, islamischer Terror Inquisition ....) dargestellt haben, als Bodensatz im Menschheitsbewußtsein hängen geblieben ist.

Die Frage unterstellt, dass die Religion der Wissenschaft entgegenstünde. Ohne die von Gott geschenkten Lebenskräfte könnte kein Wissenschaftler seine Schuhe zubinden, geschweige denn einen klaren Gedanken fassen. Wissenschaft ist einfach ein Teil der Schöpfung Gottes. Alles andere ist nur menschliche Hybris.

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Kommentar von Deamonia
14.07.2017, 11:32

"Ohne die von Gott geschenkten Lebenskräfte könnte kein Wissenschaftler seine Schuhe zubinden, geschweige denn einen klaren Gedanken fassen."

Beweise hierfür bitte...

Du magst ja glauben, das es so ist, aber deswegen ist es noch lange nicht richtig.

Der Wissenschaftler kann sich die Schuhe zubinden, weil der Mensch Finger hat, und diese sind durch Evolution entstanden. Das ist Wissen, kein Glauben.

Natürlich steht dieses Wissen um Evolution dem Glauben gegenüber, der behauptet, der Mann sei aus Dreck, und die Frau aus einem seiner Knochen von einem übergeordneten Schöpfer "erschaffen worden".

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Ich bin ein Mann der Wissenschaft, das sollte deine Frage beantworten.

Religion ist im Übrigen keine Theorie, sondern lediglich Fiktion, Wunschdenken, Massenkontrolle, Propaganda und Lügen.

Alleine das sollte schon Erklärung genug sein warum man den Religionen kein Vertrauen entgegenbringen sollte.

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Kommentar von nax11
14.07.2017, 12:46

Du machst dir das zu leicht, Andrastor !

Religion ist grundsätzlich eine spezielle Form der Philosophie. Ob die Menschen zuerst philosophische oder religiöse Gedanken hatten läßt sich nicht an Fakten festmachen, aber logisch betrachtet dürften religiöse Gedanken zuerst dagewesen sein, denn für einen Philosophen ist Logik auch ein zwingendes Moment seiner Überlegungen.

Dann dürfte die Entwicklung etwa in der Folge "Theologie => Philosophie => Wissenschaft" abgelaufen sein.

Theologische Gedanken waren dann wohl die ersten Fragen nach dem Sinn und einer Erklärung der Welt. Die Erklärung kann die Theologie sich heute sparen - über den Sinn darf sie sich mit den Philosophen streiten.

Gruß

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Keiner einzig, sondern beiden.

Mal vertraue ich eher der Wissenschaft, mal eher der bzw. meiner Religion.
Ich unterscheide und finde, dass beide mal recht haben.
Ich habe nicht den Drang dazu, nur einer das ganze Recht für alles zu geben, denn das kann ich nicht sehen und macht für mich keinen Sinn.


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Ich glaube an beide Theorien. Ich kann mir nicht voirstellen, dass z.B. Gott die Welt genauso wie es in der Bibel steht geschaffen hat. (in 7 Tagen, etc.) Was das betrifft glaube ich an den Urknall, die Evolution, etc. aber nicht auf die rein objektive wissenschaftliche Weise. Ich glaube es gab die Evolution, etc. aber mit Hilfe Gottes.

Genauso ist es mit dem Urknall. Es ist zwar denke ich so passiert, wie es die Wissenschaft behauptet, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass so etwas rein zufällig passiert.

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Kommentar von OnkelSchorsch
14.07.2017, 00:33

Wie kommst du denn darauf, dass der Urknall "rein zufällig" passiert sei? Wissenschaft behauptet niemals, dass irgendetwas rein zufällig geschehe, ganz im Gegenteil!

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Kommentar von tobi9200011
14.07.2017, 00:55

Das sind dann die Fragen, die sich wissenschaftlich (noch) nicht beantworten lassen. Es lässt sich nicht beweisen, dass es diese Macht gibt, es lässt sich jedoch auch nicht beweisen, dass es eine solche Macht nicht gibt. Das muss jeder für sich selbst herausfinden.

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Kommentar von tobi9200011
14.07.2017, 02:16

Nun, ab einem Punkt, von mir aus der Punkt, an dem die Frage nach der Erschaffung Gottes gestellt wird, gibt es nur noch reine Spekulation. Gibt es denn deiner Meinung nach eine Begründung für die Existenz des Universums, die keine weiteren Fragen aufwirft? Oder sind wir hier wiedet beim "reinen Zufall" angelangt?

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Weder noch. Ich vertraue nur dem, was ich selbst glaube.

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Theorie ist Erkenntnis durch Nachdenken. Der praktische Nutzen ist zweitrangig. Klares Unentschieden also.

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Wissenschaft und Religion. Allgemein Wissenschaft und Religion schließen sich nicht aus.

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Buddhismus + Wissenschaft

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Wissenschaft versus Bibel (nicht Religion) ...

Wissenschaft und Bibel müssen einander nicht ausschliessen. Man kann beiden vertrauen.

Beispiel 1:

"Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde." (1. Mose 1:1) — Die Bibel bestätigt, was die Wissenschaft herausgefunden hat: das Universum hat einen Anfang.

Beispiel 2:

"Er spannt den Norden aus über dem leeren Raum, Hängt die Erde auf an nichts;" (Hiob 26:7) — Erst in jüngerer Zeit konnte die Wissenschaft diese vor 3500 Jahren gemachte Aussage bestätigen.

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Allerdings interpretieren manche Religionen gern etwas in die Bibel hinein, was sehr unwissenschaftlich ist.

Beispiel:

Die Bibel berichtet von Schöpfungs-TAGEN. Fundamentalisten / Kreationisten machen daraus 24-Stunden-Tage, obwohl aus den bbl. Schilderungen deutlich hervorgeht, dass es Zeiträume von vielen tausend Jahren sind. Der Leb-TAG dauert auch länger, als 24 Stunden.

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Kommentar von nax11
14.07.2017, 12:37

Zu Hiob muß man allerdings anmerken, daß -

"Die Tora wurde nach der Rückkehr aus dem Babylonischen Exil (539 v. Chr.) bis spätestens 400 v. Chr. kanonisiert."

Wann auch immer besagter Hiob gelebt haben mag - der Verfasser des Textes hat das erst niedergeschrieben, nachdem die hebräischen Stämme längst Kontakt mit Babylon, Ägypten und vermutlich auch der griechischen Philosophie hatten.

Dazu ist fraglich, ob Hiob/Ijob wirklich die Person der Bibel war:

- Der Sumerische Ijob (um 2000 v. Chr.) enthält die Klage eines ungenannten Mannes über sein schweres Leid. Dessen Ursache wird in einer allgemeinen Sündhaftigkeit von Geburt an gesehen. Seine Bitte um Errettung wird erhört, so dass er zuletzt seinen Gott lobt.

- Der Babylonische Ijob (um 1200 v. Chr.) ist ein Loblied mit dem Titel Ludlul bēl nēmeqi: „Ich will preisen den Herrn der Weisheit“. Der Dichter lobt den Gott Marduk, der ihn ohne Grund verlassen und von allen Verwandten und Freunden getrennt, dann aber, durch Traumvisionen angekündigt, gerettet habe.

- In der Babylonischen Theodizee (um 1000-800 v. Chr.) beklagt ein leidender Gerechter die Ungerechtigkeit der Welt, worauf sein Freund auf deren unzugängliche, gottgewollte Ordnung verweist und ihn auffordert, sich demutsvoll an Gott zu wenden.

- In Texten aus dem Alten Ägypten seit etwa 2000 v. Chr. sind weisheitliche Streitgespräche (Papyrus Anastasi I, um 1200 v. Chr.), eine Klage des Bauern, ein Gespräch des Lebensmüden mit seiner Seele und Mahnworte des Ipu-Wer überliefert.

- Die Dialoge des Menippos von Gadara (um 400 v. Chr.) gelten einigen Forschern als gemeinsames Vorbild für das Ijobbuch und das Werk De consolatione philosophiae des Boethius (480-524 n. Chr.).

Alles in allem eher mysteriös und damit wohl nur als Analogie/ Gleichnis interpretierbar.

Wenn man den biblischen Text "Gott erschuf die Welt..." von den Details löst, dann könnte man auch moderner folgern "Gott hat den Urknall ausgelöst" - mehr ist dazu eigentlich garnicht zu sagen, denn alles danach kann man als direkte Folge des Urknalls interpretieren. Es bedarf keiner expliziten Erschaffung von Pflanzen, Tieren und Menschen, denn deren Entwicklungspotential ist bereits in den grundlegenden Naturgesetzen verankert.

Gruß

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Kommentar von Deamonia
18.07.2017, 11:24

"Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde." (1. Mose 1:1) — Die Bibel bestätigt, was die Wissenschaft herausgefunden hat: das Universum hat einen Anfang."

Das ist ja schon mal Grundsätzlich falsch. Die Erde war beileibe nicht das erste was es im Universum gab, die Bibel behauptet dies aber.

"Er spannt den Norden aus über dem leeren Raum, Hängt die Erde auf an nichts;" (Hiob 26:7) — Erst in jüngerer Zeit konnte die Wissenschaft diese vor 3500 Jahren gemachte Aussage bestätigen.

Wer das Universum als "leeren Raum" bezeichnet, hat noch nie bei Nacht nach oben geblickt. Zudem ist die Erde nicht "Aufgehangen" auch nicht an nichts. Im All kann man nichts "Aufhängen"...

Das ist ja das schöne an der Bibel: Man kann sich alles so zurecht schustern, wie es gerade passt...

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Um das noch mal für alle VollIIdioten zu erklären: 

Die Bibel soll NICHT Wortwörtlich genommen werden. 

Die Welt entstand NICHT an 7 Tagen 

Und die Frau wurde NICHT aus der Rippe von Adam geschaffen.

Ein Großteil der Geschichten in der Bibel sind nur Gleichnisse und Metaphern. 

Deshalb gibt es in der Bibel für jede Lebenslage eine passende Geschichte mit unzähligen Interpretationsmöglichkeiten.  

Ich glaube an beides. 

An Gott und an die Wissenschaft. 

Die Theorie mit dem Urknall klingt Plausibel, weist aber trotzdem große Lücken auf. 

Ich bin mir 100% sicher das es schon etwas vor dem Urknall gegeben hat. 

Eine "höhere" Macht oder so etwas in der Art. 

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Kommentar von SiriusSir
14.07.2017, 00:40

Religion ist nicht gleich Bibel. Nur soviel dazu.

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Kommentar von Deamonia
14.07.2017, 12:13

Aber genau hier liegt ja das Problem: Jeder sucht sich raus, was wörtlich zu nehmen ist, und was nicht, was absoluter Unsinn ist.

Nach dieser Logik könnte man auch Harry Potter für Wahr halten, wenn man alle Stellen mit Magie als Metapher oder Gleichnis sieht.

Zudem: Was bleibt denn noch übrig von der Bibel, wenn man alles unlogische, und erwiesenermaßen falsches streicht?

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Religion ist keine wissenschaftliche Theorie, sondern ein Glaube, eine Vermutung, ein Wunschdenken, von mir aus eine Philosophie.

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Ich vertraue lieber der Wissenschaft, die nach Antworten sucht, statt sich Antworten auszudenken.

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