Wissen Menschen ohne Behinderung was für ein Glück sie haben dass sie nicht behindert sind?

11 Antworten

Oh sicher gibts einige Menschen die denken/ sagen "Ich bin ja so. froh das ich nicht behindert bin, ich bin so glücklich das Person XY nicht behidnert ist und dadurch eingeschränkt ist im Leben".

Doch wird das meist auf geistige oder körperliche Behinderung bezogen (bei der körperlichen Behinderung, alles jenseits dessen was durch Hilfsgegenstände irgendwie ausgeglichen werden könnte).

Doch was ist mit Brillenträgern oder Trägern von Hörgeräten, Trägern von Schuheinlagen (weil ein Klumpfuß da ist oder der eine oder andere Zeh fehlt oder das eine Bein einen Zentimeter kürzer ist als das andere). Auch sie sind, so gesehen, behindert - wenn auch so leicht behindert das es sie im Alltagsleben dank der entsprechenden Hilfsmittel nicht einschränkt.

Oder psychische Behinderungen? Das fällt für viele (nicht betroffene) Menschen auch nicht in die Kategorie "Behinderung".

Zurück zum ersten Absatz: So einige Menschen sind also froh das sie/ ein Angehöriger nicht behindert ist/ nicht so stark beeinträchtigt ist. Das liegt bei den meisten aber nicht an irgendeiner Art von Ignoranz oder "Ich bin was besseres"-Denken... sondern an dem Gefühl "So muss ich mir nicht noch zusätzliche Sorgen machen wie man das alles schaffen kann".

Und das ist, grade als Eltern, eine sehr große Belastung. Allein die Sorge "Was wird aus meinem Kind/ meinem Ehepartner wenn ich nicht mehr bin?" oder "Wie soll meine Familie nur damit fertig werden das ich so stark eingeschränkt bin".

Behinderungen können so plötzlich eintreten. Ein Silvesterböller der zu nahe am Ohr exolodiert? Hörschädigung (im schlimmsten Falle dauerhaft). Ein entzündeter Zeh durch den eine Blutvergiftung entsteht? Mit viel Glück bleiben die Organe und Körperteile intakt. Präeklampsie während der Schwangerschaft? Mit wahnsinnig viel Glück wird das Ungeborene nicht geschädigt. Eine rutschige Straße, während man mit dem Mofa/ Motorrad unterweg ist? Bääm Hauptpreis. Ich hab in meinem Leben 2 Männer kennengelernt die persönlich einen solchen Unfall hatten als Teenager/ junger Erwachsener, die froh sind überhaupt noch zu leben und - wenn auch sehr stark eingeschränkt - das Leben genießen zu können.

Ich hatte viele Jahrzehnte Beine und führte ein schönes, interessantes zufriedenes Leben.

Dann kam mein Unfall und mir mussten beide Beine hüftexartikuliert, also vollständig amputiert werden.

Am Anfang war ich total unglücklich und konnte mir ein Leben ohne Beine überhaupt nicht vorstellen.

Ich habe mich dann aber, zu meiner eigenen Überraschung und auch der meine Umfelds, sehr schnell und sehr gut an meine Beinlosigkeit gewöhnt.

Der Anfangs so unbequeme und ungewohnte Beckenkorb wurde schnell ein Teil von mir, das Rollstuhlfahren lernte ich sehr schnell, auch das Autofahren klappte mit Handsteuerung sehr gut. Inzwischen macht mir das fahren meines chicen Carbonrollstuhls richtig Spaß und ich führe ein wunderschönes, aktives, mobiles Leben ganz ohne Beine.

Es war komfortabel viele Jahre Beine gehabt zu haben, aber heute brauche ich keine mehr und vermisse sie auch nicht mehr.

Die Herausforderung ohne Beine zu leben, hat mein Leben noch interessanter und abwechslungsreiches gemacht und mich als Mensch vorangebracht!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

kommt auf die person drauf an und welche behinderung sie sich vorstellen... diabetis ist zB auch eine.. mein onkel ist auch leicht behindert,., kann aber vierstelige zahlen im kopf ausrechenen.,.

bessere frage wäre.. wissen oder glauben behinderte menschen das sie schlechter dran sind als "normale"

Der FS redet von schweren Behinderungen, die einen schwerst einschränken und ausschließen. Die einem den Gedanken an den nächsten Tag zum Grauen werden lassen. Der FS redet nicht von Farbenblindheit oder einem leichten Hinkefuß. Also red nicht so ein unerfahrenes Zeug.

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@BBsea

Dann hätte der FS das sicherlich auch so gezielt(er) formulieren können, oder?

Bei einer allgemein gehaltenen Frage gibts eine breitgefächerte Antwort

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@BBsea

Du hast die Aussage meiner Antwort iwie nicht verstanden -.-

und im welchem Sinne bitte unerfahrenes Zeug?

ich meinte lediglich das es viele verschiedene Formen von Behinderungen gibt.. und es eben auf die Person drauf ankommt.. der eine würde sich umbringen, weil er im Rollstuhl sitzt.. der andere sieht es als Chance Profibasketballer in einer Rollstuhlliga zu werden..

der eine ist verzweifelt weil er plötzlich nicht mehr hören kann.. der andere ist froh das er sich das Gelaber andere Menschen nicht mehr geben muss...

Es ist einfach eine Sache wie man sich der Situation stellt..

Der Fehler ist hier.. einfach zu Glauben das Behinderte Menschen von vornerein benachteiligt sind und man Mitleid mit ihnen haben sollte.

Ich habe auch auf Seiten meines Stiefvaters einen autistischen Bruder.. dem schein´s aber sehr gut zu gehen.

Mein Opa hing 5 Jahre vor seinem Tod an einer Sauerstoffflasche und hat des öfteren ins Bett gemacht. Stolz war er nicht drauf.. aber er hat auch keinen Hel daraus gemacht und dazu gestanden. Trotz seiner Introvertiertheit hat man ihm angesehen das er doch recht glücklich war.

Also bitte.. Laber kein unerfahrenes Zeug, nur weil du dich vllt iwie persönlich angegriffen fühlst -.-

Was also bitte ist dein Problem

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Menschen allgemein die vom Schicksal in Ruhe gelassen werden und dann über Liebschaften oder verstorbene Katzen zumweinen… die haben alle keine Ahnung. Wirklich null. Man kann ihnen nur wünschen, dass das so bleibt.

Ich merke es immer dann, wenn ich ne Verletzung habe und ne Zeit lang auf Gliedmaßen verzichten muss. Ansonsten denke ich nicht darüber nach.

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