Wiso hasse ich kleine Kinder?

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4 Antworten

Es kann sein, dass Du lange nichts mit kleinen Kindern zu tun hattest, und nun irritiert Dich das Verhalten an ihnen, das Du von Erwachsenen eben nicht kennst. 

Deine normalen Verhaltensstrategien, die Du bei nervenden Erwachsenen anwenden würdest, funktionieren bei den Kindern ja nicht, also bist Du aufgeschmissen, überfordert mit einem Verhalten, dass Dich gerade nervt, weil Du ihm in Deinem Alltag selten begegnest. 

Du hasst nicht unbedingt kleine Kinder, sondern bist es nicht gewohnt, sie um Dich zu haben. Hättest Du längere Zeit jüngere Kinder um Dich, würdest Du automatisch lernen, besser mit ihnen zurecht zu kommen, ihre Sichtweise und ihren Entwicklungsstand besser zu verstehen und einzuschätzen und sie dann auch viel positiver wahrnehmen (vermutlich).

Eigene Kinder lernt man außerdem ja nach und nach kennen, fremde sind plötzlich da, man kennt ihre Eigenheiten nicht, ihre Gewohnheiten, ihre Ängste.

Das kann bei kinderlosen Erwachsenen auch Stress auslösen, z.B. bei der Frage, ob ein Verhalten normal oder bewusste Provokation ist. Kinderlose Erwachsene erleben oft normales Kinderverhalten als bewusste Provokation, z.B. Fragen mehrfach zu stellen, mit Essen zu spielen, wild herumzutoben trotz Aufforderung, das sein zu lassen (Kinder haben einen größeren Bewegungsdrang als Erwachsene und größere Probleme mit der Impulskontrolle, gerade in jungem Alter).

Man fragt sich dann, ob man "es nicht schafft, die Kinder zu kontrollieren", man zweifelt an sich (versage ich, weil sie nicht ruhig sind?), man zweifelt an den Kindern (machen die das absichtlich, machen sie sich über mich lustig oder ist das einfach nur normal für ihr Alter?).

Lebt man längere Zeit mit Kindern zusammen, arbeitet mit ihnen oder hat Kinder in dem Alter im Freundeskreis, so dass man sie öfter erlebt, ist man bei diesen Fragen viel entspannter, kann sie besser einschätzen, weiß auch besser, wie man seine Wünsche bei den Kindern durchsetzen kann (z.B. nicht meckern, sondern Kindern mit Spielen oder Herausforderungen "auspowern",  dann sind die automatisch leiser und ruhiger, als wenn man das immer nur verbal einfordert, Kinder in den Alltag einbeziehen, ohne dass einer von beiden gestresst wird usw.).

PS

Lies mal im Erziehungsforum.

Dort berichten auch Eltern immer wieder über Überforderungen und Ängsten bzgl. trotzigem Kinderverhalten und werden meist beruhigt, dass das Verhalten ganz normal ist. Für Kinderlose bestimmt auch interessant, gerade, wenn sie plötzlich mit jüngeren Kindern zu tun haben:


http://www.erziehung-online.de/forum/

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Ich behaupte einfach mal, dass das bei den eigenen Kindern nicht so ins Gewicht fällt und man eher über solche Sachen hinwegsieht.

Es wäre in dem Zusammenhang interessant zu wissen, wie alt DU eigentlich bist.

19jahre

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@Da1232

Du bist anscheinend noch nicht reif für eigene Kinder. Das ist völlig normal in dem Alter. Ja, Kinder schrein und nerven manchmal, erwachsen ist man, wenn man das nicht nur aushält, sondern ruhig bleibt und sich auf die Kinder einläßt. Ist sauschwer, das weiß ich, geht aber nicht anders. Respektiere Kinder wie ältere Menschen auch. Kennst du vielleicht auch:" Die eigenene Probleme sind immer die größten."...das ist auch bei einem vierjährigen so.Er kann es aber nicht anders ausdrücken. ... oder geh woanders hin, es sind ja nicht deine Kinder und du bist auch nicht der "Aufpasser" so wie ich das verstanden habe.

Also tl;dr

Geh auf die Kinder ein oder geh weg :D

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"was mich an anderen stört, sind meine eigenen fehler" - denk mal drüber nach

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